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Bluthochdruck und Alkoholreduktion: Cochrane Review

Diese Leitlinie stammt aus 2020 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Cochrane (2020)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Bluthochdruck ist weltweit eine der Hauptursachen für Mortalität und Morbidität. Gleichzeitig erhöht ein starker Alkoholkonsum das Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen wie Kardiomyopathie, Hypertonie, atriale Arrhythmien und Schlaganfälle.

Der vorliegende Cochrane Review aus dem Jahr 2020 untersucht, wie sich Interventionen zur Reduktion des Alkoholkonsums auf den Blutdruck auswirken. Die Zielgruppe umfasst Personen mit bestehender Hypertonie und regelmäßigem Alkoholkonsum.

Die Evidenzbasis für diese Fragestellung ist laut Review stark limitiert. Nach einem umfassenden Screening von über 1200 Studien konnte lediglich eine einzige randomisiert-kontrollierte Studie mit 269 Teilnehmenden in die Analyse eingeschlossen werden.

Empfehlungen

Der Cochrane Review fasst die Evidenz zu kognitiv-verhaltenstherapeutischen Interventionen zur Alkoholreduktion wie folgt zusammen:

Auswirkungen auf den Blutdruck

Laut Review zeigt eine kognitiv-verhaltenstherapeutische Intervention zur Alkoholreduktion keine statistisch signifikante Senkung des Blutdrucks im Vergleich zu einer Kontrollgruppe. Dies betrifft sowohl den systolischen als auch den diastolischen Wert (sehr niedrige bis niedrige Evidenzqualität).

Zudem wird berichtet, dass sich der Anteil der Personen, die Zielblutdruckwerte (systolisch < 140 mmHg, diastolisch < 90 mmHg) erreichten, zwischen den Gruppen nicht unterschied.

Kardiovaskuläre Endpunkte und Mortalität

Der Review stellt fest, dass die Intervention keine nachweisbaren Unterschiede bei folgenden Endpunkten bewirkte:

  • Gesamtmortalität (niedrige Evidenzqualität)

  • Kardiovaskuläre Ereignisse (sehr niedrige Evidenzqualität)

  • Kardiovaskuläre Mortalität (nicht abschätzbar)

Reduktion des Alkoholkonsums

Die kognitiv-verhaltenstherapeutische Intervention führte laut Review zu einer signifikanten Reduktion der absoluten Alkoholaufnahme im Vergleich zur Kontrollgruppe.

Dennoch gab es am Ende der Studie keinen Unterschied im Anteil der Personen mit risikoarmem Konsum im Vergleich zu Hochrisikotrinkern. Der Review schlussfolgert, dass weitere qualitativ hochwertige Studien notwendig sind, um die Fragestellung abschließend zu klären.

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💡Praxis-Tipp

Obwohl eine kognitiv-verhaltenstherapeutische Intervention den absoluten Alkoholkonsum signifikant senken kann, führt dies laut Review nicht zwingend zu einer messbaren Blutdrucksenkung. Es wird hervorgehoben, dass die aktuelle Evidenzlage zu diesem Thema mit nur einer eingeschlossenen Studie stark limitiert ist. Bei der Aufklärung über Lebensstilmodifikationen sollte diese unsichere Datenlage hinsichtlich des direkten blutdrucksenkenden Effekts berücksichtigt werden.

Häufig gestellte Fragen

Laut dem Cochrane Review konnte durch eine Intervention zur Alkoholreduktion keine statistisch signifikante Senkung des systolischen oder diastolischen Blutdrucks nachgewiesen werden. Die Evidenzqualität hierfür wird jedoch als sehr niedrig bis niedrig eingestuft.

Der Review fand keine Unterschiede zwischen der Interventions- und Kontrollgruppe in Bezug auf die Gesamtmortalität oder kardiovaskuläre Ereignisse. Die kardiovaskuläre Mortalität war aufgrund der unzureichenden Datenlage nicht abschätzbar.

Die Evidenzlage ist stark limitiert. Der Review konnte nach dem Screening von über 1200 Studien nur eine einzige randomisiert-kontrollierte Studie mit 269 Teilnehmenden in die Meta-Analyse einschließen.

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Quelle: Cochrane Review: Alcohol intake reduction for controlling hypertension (Cochrane, 2020). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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