Beyfortus (Nirsevimab): Dosierung und RSV-Prophylaxe
Hintergrund
Die vorliegende Information der AkdÄ fasst die Merkmale des Arzneimittels Beyfortus (Nirsevimab) zusammen. Es handelt sich um einen rekombinanten, humanen monoklonalen Antikörper zur passiven Immunisierung.
Das Präparat ist zur Prävention von Erkrankungen der unteren Atemwege durch das Respiratorische Synzytial-Virus (RSV) indiziert. Die Anwendung zielt auf Neugeborene und Säuglinge während ihrer ersten RSV-Saison ab.
Zudem umfasst die Indikation Kinder im Alter von bis zu 24 Monaten, die während ihrer zweiten RSV-Saison weiterhin anfällig für schwere RSV-Erkrankungen sind. Der Antikörper blockiert den Eintritt des Virus in menschliche Zellen.
💡Praxis-Tipp
Die Fachinformation warnt ausdrücklich davor, die Injektion routinemäßig in den Glutealmuskel vorzunehmen, da hierbei das Risiko einer Schädigung des Ischiasnervs besteht. Stattdessen wird der anterolaterale Oberschenkel als bevorzugte Injektionsstelle hervorgehoben. Zudem wird darauf hingewiesen, dass bei einer Dosis von 200 mg zwingend zwei separate Injektionen an unterschiedlichen Körperstellen erfolgen sollen.
Häufig gestellte Fragen
Laut Fachinformation ist die gleichzeitige Verabreichung mit üblichen Kinderimpfstoffen möglich. Es wird jedoch darauf hingewiesen, dass getrennte Spritzen und unterschiedliche Injektionsstellen verwendet werden müssen.
Das Dokument gibt an, dass die Fertigspritze maximal 48 Stunden bei Raumtemperatur (20 °C bis 25 °C) und vor Licht geschützt aufbewahrt werden darf. Nach Ablauf dieser Zeit muss das Präparat entsorgt werden.
Die Fachinformation stellt klar, dass Nirsevimab keinen Einfluss auf den diagnostischen RSV-Nachweis mittels RT-PCR oder handelsüblichen Antigenschnelltests hat.
Als häufigste Nebenwirkung wird ein Hautausschlag (0,7 %) innerhalb von 14 Tagen nach der Anwendung beschrieben. Gelegentlich werden auch Fieber und leichte Reaktionen an der Injektionsstelle berichtet.
Für Säuglinge unter 1 kg Körpergewicht liegen laut Dokument keine klinischen Daten vor, weshalb eine höhere Exposition erwartet wird. Es wird empfohlen, Nutzen und Risiken in dieser Patientengruppe sorgfältig abzuwägen.
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Quelle: AkdÄ: Information des Paul-Ehrlich-Instituts: Einfuhr von Beyfortus mit französischer Beschriftung (AkdÄ, 2025). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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