Aktinische Keratose & PEK: Diagnostik und Therapie

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AWMF|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Das Plattenepithelkarzinom (PEK) der Haut ist nach dem Basalzellkarzinom der zweithäufigste maligne Hauttumor. Aktinische Keratosen (AK) gelten als direkte Vorstufen des PEK und treten als Folge einer chronischen UV-Exposition auf.

Die Inzidenz beider Erkrankungen ist in den letzten Jahrzehnten stark angestiegen. Besonders gefährdet sind ältere Menschen, hellhäutige Personen sowie immunsupprimierte Personen, bei denen die Tumoren oft aggressiver wachsen.

Zudem ist das durch natürliche UV-Strahlung verursachte PEK oder das Vorliegen multipler AK als Berufskrankheit (BK-Nr. 5103) anerkannt. Eine frühzeitige Diagnose und adäquate Therapie sind entscheidend, um eine Progression und Metastasierung zu verhindern.

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💡Praxis-Tipp

Laut Leitlinie ist die Immunsuppression ein entscheidender Hochrisikofaktor für die Entstehung und das aggressive Wachstum von Plattenepithelkarzinomen. Es wird betont, dass bei organtransplantierten Personen eine besonders engmaschige Nachsorge und eine frühzeitige, feldgerichtete Therapie von Vorläuferläsionen essenziell sind. Zudem sollte bei diesen Personen die Indikation zur mikrographisch kontrollierten Chirurgie (MKC) großzügig gestellt werden.

Häufig gestellte Fragen

Die Leitlinie definiert ein Plattenepithelkarzinom unter anderem ab einer Tumordicke von über 6 mm oder einem klinischen Durchmesser von über 2 cm als Hochrisikotumor. Weitere Risikofaktoren sind eine Desmoplasie, perineurales Wachstum, eine Lokalisation an Ohr oder Lippe sowie eine bestehende Immunsuppression.

Bei Tumoren unter 10 mm Durchmesser kann laut Leitlinie eine Exzision mit knappen Rändern erfolgen, sofern eine lückenlose histologische Schnittrandkontrolle gewährleistet ist. Bei einer konventionellen Exzision ohne lückenlose Kontrolle wird für Niedrigrisikotumoren ein klinischer Sicherheitsabstand von 5 mm und für Hochrisikotumoren von 6 bis 10 mm empfohlen.

Es liegen gemäß Leitlinie keine ausreichenden Daten vor, die einen Überlebensvorteil durch eine Wächterlymphknotenbiopsie (Sentinel-Lymph-Node-Biopsie) belegen. Eine generelle Empfehlung für dieses Verfahren wird daher beim kutanen Plattenepithelkarzinom nicht ausgesprochen.

Bei lokal fortgeschrittenen oder metastasierten Tumoren, die nicht kurativ operiert oder bestrahlt werden können, empfiehlt die Leitlinie primär eine Immuntherapie mit einem PD-1-Inhibitor (z.B. Cemiplimab). Bei Kontraindikationen oder einem Progress unter dieser Therapie sollte eine EGFR-gerichtete Therapie oder Chemotherapie angeboten werden.

Das Vorliegen eines Plattenepithelkarzinoms oder multipler aktinischer Keratosen (mehr als 5 Läsionen oder Feldkanzerisierung > 4 cm²) an UV-exponierten Arealen kann als Berufskrankheit (BK-Nr. 5103) anerkannt werden. Voraussetzung ist laut Leitlinie eine langjährige, arbeitsbedingte Exposition gegenüber natürlicher UV-Strahlung im Freien.

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Quelle: Aktinische Keratose und Plattenepithelkarzinom der Haut (AWMF). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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