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American College of Emergency Physicians (ACEP)2014Emergency MedicineAnesthesiology

Pädiatrische prozedurale Sedierung: Ketamin (Studie)

KI-generierte Zusammenfassung · Basiert auf American College of Emergency Physicians (ACEP) Leitlinie · Erstellt: April 2026 · Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

📋Auf einen Blick

  • Ein strukturiertes Sedierungsprogramm in der pädiatrischen Notaufnahme minimiert unerwünschte Ereignisse.
  • Intravenöses Ketamin ist das am häufigsten verwendete Medikament (in über 99 % der Fälle).
  • Häufigste Indikationen sind geschlossene Frakturrepositionen und Wundversorgungen.
  • Die Gesamtrate unerwünschter Ereignisse ist mit 4,37 % gering, wobei Erbrechen am häufigsten auftritt.
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Hintergrund

Ein gut entwickeltes Programm zur prozeduralen Sedierung in der pädiatrischen Notaufnahme kann unerwünschte Ereignisse minimieren. Eine sichere Durchführung wird durch die Einhaltung aktueller evidenzbasierter Standards gewährleistet. Wichtige Säulen eines solchen Programms umfassen:

  • Strukturiertes Training und ein Zulassungssystem für Anwender
  • Standardisierte Richtlinien und Verfahren
  • Strikte Datenerfassung innerhalb eines evidenzbasierten klinischen Governance-Prozesses

Patienten und Indikationen

In einer Auswertung über knapp drei Jahre (Juli 2018 bis Mai 2022) mit insgesamt 3.405 Sedierungen zeigte sich, dass intravenöses Ketamin das Standardmedikament ist (eingesetzt in 3.388 Fällen).

  • Durchschnittsalter: 5,5 Jahre (Spannweite: 6 Monate bis 17,8 Jahre)
  • Häufigste Indikationen: Geschlossene Reposition von Frakturen und Versorgung von Risswunden

Unerwünschte Ereignisse

Die Gesamtrate an dokumentierten unerwünschten Ereignissen war mit 148 Fällen (4,37 %) gering. Die Verteilung der Komplikationen stellt sich wie folgt dar:

Unerwünschtes EreignisAnzahl (n)Anteil (%)
Gesamt1484,37 %
Erbrechen882,59 %
Atemwege und Atmung (Gesamt)501,48 %
- Sauerstoffentsättigung401,18 %
- Laryngospasmus60,18 %
- Apnoe40,12 %

Fazit zur Patientensicherheit

Die Verwendung von intravenösem Ketamin zur pädiatrischen prozeduralen Sedierung ist sicher, sofern internationale Standards und Benchmarks eingehalten werden. Dies betrifft insbesondere die Fähigkeiten und das Training der Anwender, die Medikamentenverabreichung, die Überwachungseinrichtungen sowie einen strengen klinischen Governance-Prozess.

💡Praxis-Tipp

Etablieren Sie standardisierte Richtlinien und ein strenges Anwendertraining für die prozedurale Sedierung mit Ketamin, um die Rate unerwünschter Ereignisse wie Erbrechen oder Atemwegskomplikationen auf unter 5 % zu halten.

Häufig gestellte Fragen

In der untersuchten Kohorte wurde fast ausschließlich intravenöses Ketamin (in 3.388 von 3.405 Fällen) verwendet.
Die häufigsten Indikationen sind die geschlossene Reposition von Frakturen und die Versorgung von Risswunden.
Die Gesamtrate unerwünschter Ereignisse liegt bei 4,37 %, wobei Erbrechen (2,59 %) und Atemwegsprobleme wie Sauerstoffentsättigung (1,18 %) am häufigsten auftreten.

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