StatPearls Update 2026: Vom Herzindex zur umfassenden Herzphysiologie
Wichtigste Änderungen
- Fokusverschiebung vom spezifischen 'Cardiac Index' zur allgemeinen 'Cardiac Physiology'.
- Neue detaillierte Abschnitte zu Aktionspotenzialen von Kardiomyozyten und Schrittmacherzellen.
- Ergänzung der kardialen Elektrophysiologie und des Erregungsleitungssystems.
- Streichung der spezifischen Messmethoden für das Herzzeitvolumen (z. B. FloTrac, Lithium-Verdünnung).
- Erweiterung der Pathophysiologie um detaillierte Beschreibungen von Herzklappenfehlern und angeborenen Defekten.
Was hat sich geändert?
Der StatPearls-Artikel wurde für das Jahr 2026 grundlegend umstrukturiert und inhaltlich massiv erweitert. Der Fokus liegt nicht mehr isoliert auf dem Herzindex (Cardiac Index), sondern auf der gesamten kardialen Physiologie. Die wichtigsten Änderungen umfassen:
- Thematische Neuausrichtung: Umbenennung von "Physiology, Cardiac Index" zu "Physiology, Cardiac".
- Zelluläre Ebene: Neue, detaillierte Beschreibungen der Aktionspotenziale von Kardiomyozyten (Phasen 0-4) und Schrittmacherzellen.
- Elektrophysiologie: Hinzufügung des kompletten Erregungsleitungssystems (Sinusknoten bis Purkinje-Fasern).
- Pathophysiologie: Erweiterung um spezifische Krankheitsbilder wie Herzinsuffizienz (HFrEF vs. HFpEF), angeborene Herzfehler (VSD, ASD) und Klappenvitien.
- Gestrichene Inhalte: Spezifische Messmethoden des Herzzeitvolumens (z. B. FloTrac, Lithium-Verdünnung, Fick-Methode) wurden komplett entfernt.
Neue Empfehlungen im Detail
Die Aktualisierung bietet nun einen umfassenden Überblick über die kardiale Funktion. Die isolierte Betrachtung von Schockformen wurde zugunsten einer breiteren pathophysiologischen Betrachtung ersetzt.
Aktionspotenziale und Elektrophysiologie
Die neue Version differenziert präzise zwischen den Aktionspotenzialen der Arbeitsmyokardzellen und der Schrittmacherzellen:
| Zelltyp | Ruhemembranpotenzial | Depolarisation (Phase 0) | Besonderheiten |
|---|---|---|---|
| Kardiomyozyten | ca. -90 mV | Schneller Na+-Einstrom | Plateauphase (Phase 2) durch Ca2+-Einstrom und K+-Ausstrom |
| Schrittmacherzellen | ca. -60 mV | Ca2+-Einstrom | Automatizität; kein echtes Ruhepotenzial |
Das Erregungsleitungssystem wird nun explizit in seiner anatomischen und funktionellen Abfolge beschrieben: Sinusknoten (60-100 bpm) -> AV-Knoten (40-60 bpm, mit essenzieller Verzögerung) -> His-Bündel -> Tawara-Schenkel -> Purkinje-Fasern.
Pathophysiologie: Herzinsuffizienz und Vitien
Während die alte Version primär Schockzustände behandelte, fokussiert sich die neue Version auf die Herzinsuffizienz und strukturelle Defekte:
- Diastolische Herzinsuffizienz (HFpEF): Erhaltene Ejektionsfraktion (> 40 %). Hauptproblem ist die unzureichende Füllung, oft bedingt durch chronische Hypertonie und resultierende linksventrikuläre Hypertrophie.
- Systolische Herzinsuffizienz (HFrEF): Reduzierte Ejektionsfraktion (≤ 40 %). Hauptproblem ist der unzureichende Auswurf, typischerweise nach Myokardinfarkt oder bei dilatativer Kardiomyopathie.
- Klappenfehler: Neue Abschnitte erklären die hämodynamischen Konsequenzen von Aortenstenose, Aorteninsuffizienz und Mitralklappenprolaps.
Was bleibt gleich?
Trotz der massiven inhaltlichen Verschiebung bleiben die grundlegenden hämodynamischen Definitionen erhalten. Preload (Vorlast), Afterload (Nachlast), Stroke Volume (Schlagvolumen) und Cardiac Output (Herzzeitvolumen) werden weiterhin als die zentralen Determinanten der Herzleistung beschrieben. Auch das Prinzip, dass das Herz gegen Druckgradienten arbeiten muss, bleibt ein fundamentaler Bestandteil der Erklärung der kardialen Mechanik.
Praxis-Tipp
Für die klinische Praxis bedeutet dies, dass das Verständnis der kardialen Hämodynamik nun stärker mit elektrophysiologischen Grundlagen und spezifischen Krankheitsbildern verknüpft wird.
Häufig gestellte Fragen
KI-generierte Zusammenfassung basierend auf Inhalten von StatPearls. Alle Rechte liegen beim Herausgeber. Originaldokument ansehen →
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