StatPearls Update 2026: Vom Herzindex zur umfassenden Herzphysiologie

StatPearlsKardiologie1. Mai 2026
KI-generierte Zusammenfassung|Basiert auf StatPearls Leitlinie|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Wichtigste Änderungen

  • Fokusverschiebung vom spezifischen 'Cardiac Index' zur allgemeinen 'Cardiac Physiology'.
  • Neue detaillierte Abschnitte zu Aktionspotenzialen von Kardiomyozyten und Schrittmacherzellen.
  • Ergänzung der kardialen Elektrophysiologie und des Erregungsleitungssystems.
  • Streichung der spezifischen Messmethoden für das Herzzeitvolumen (z. B. FloTrac, Lithium-Verdünnung).
  • Erweiterung der Pathophysiologie um detaillierte Beschreibungen von Herzklappenfehlern und angeborenen Defekten.

Was hat sich geändert?

Der StatPearls-Artikel wurde für das Jahr 2026 grundlegend umstrukturiert und inhaltlich massiv erweitert. Der Fokus liegt nicht mehr isoliert auf dem Herzindex (Cardiac Index), sondern auf der gesamten kardialen Physiologie. Die wichtigsten Änderungen umfassen:

  • Thematische Neuausrichtung: Umbenennung von "Physiology, Cardiac Index" zu "Physiology, Cardiac".
  • Zelluläre Ebene: Neue, detaillierte Beschreibungen der Aktionspotenziale von Kardiomyozyten (Phasen 0-4) und Schrittmacherzellen.
  • Elektrophysiologie: Hinzufügung des kompletten Erregungsleitungssystems (Sinusknoten bis Purkinje-Fasern).
  • Pathophysiologie: Erweiterung um spezifische Krankheitsbilder wie Herzinsuffizienz (HFrEF vs. HFpEF), angeborene Herzfehler (VSD, ASD) und Klappenvitien.
  • Gestrichene Inhalte: Spezifische Messmethoden des Herzzeitvolumens (z. B. FloTrac, Lithium-Verdünnung, Fick-Methode) wurden komplett entfernt.

Neue Empfehlungen im Detail

Die Aktualisierung bietet nun einen umfassenden Überblick über die kardiale Funktion. Die isolierte Betrachtung von Schockformen wurde zugunsten einer breiteren pathophysiologischen Betrachtung ersetzt.

Aktionspotenziale und Elektrophysiologie

Die neue Version differenziert präzise zwischen den Aktionspotenzialen der Arbeitsmyokardzellen und der Schrittmacherzellen:

ZelltypRuhemembranpotenzialDepolarisation (Phase 0)Besonderheiten
Kardiomyozytenca. -90 mVSchneller Na+-EinstromPlateauphase (Phase 2) durch Ca2+-Einstrom und K+-Ausstrom
Schrittmacherzellenca. -60 mVCa2+-EinstromAutomatizität; kein echtes Ruhepotenzial

Das Erregungsleitungssystem wird nun explizit in seiner anatomischen und funktionellen Abfolge beschrieben: Sinusknoten (60-100 bpm) -> AV-Knoten (40-60 bpm, mit essenzieller Verzögerung) -> His-Bündel -> Tawara-Schenkel -> Purkinje-Fasern.

Pathophysiologie: Herzinsuffizienz und Vitien

Während die alte Version primär Schockzustände behandelte, fokussiert sich die neue Version auf die Herzinsuffizienz und strukturelle Defekte:

  • Diastolische Herzinsuffizienz (HFpEF): Erhaltene Ejektionsfraktion (> 40 %). Hauptproblem ist die unzureichende Füllung, oft bedingt durch chronische Hypertonie und resultierende linksventrikuläre Hypertrophie.
  • Systolische Herzinsuffizienz (HFrEF): Reduzierte Ejektionsfraktion (≤ 40 %). Hauptproblem ist der unzureichende Auswurf, typischerweise nach Myokardinfarkt oder bei dilatativer Kardiomyopathie.
  • Klappenfehler: Neue Abschnitte erklären die hämodynamischen Konsequenzen von Aortenstenose, Aorteninsuffizienz und Mitralklappenprolaps.

Was bleibt gleich?

Trotz der massiven inhaltlichen Verschiebung bleiben die grundlegenden hämodynamischen Definitionen erhalten. Preload (Vorlast), Afterload (Nachlast), Stroke Volume (Schlagvolumen) und Cardiac Output (Herzzeitvolumen) werden weiterhin als die zentralen Determinanten der Herzleistung beschrieben. Auch das Prinzip, dass das Herz gegen Druckgradienten arbeiten muss, bleibt ein fundamentaler Bestandteil der Erklärung der kardialen Mechanik.

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Praxis-Tipp

Für die klinische Praxis bedeutet dies, dass das Verständnis der kardialen Hämodynamik nun stärker mit elektrophysiologischen Grundlagen und spezifischen Krankheitsbildern verknüpft wird.

Häufig gestellte Fragen

Bei Schrittmacherzellen wird die schnelle Depolarisation (Phase 0) durch einen Calcium-Einstrom getrieben, während bei Kardiomyozyten ein schneller Natrium-Einstrom dafür verantwortlich ist.
Eine systolische Herzinsuffizienz (HFrEF) wird durch eine Ejektionsfraktion von kleiner oder gleich 40 % definiert.
Die Verzögerung stellt sicher, dass die Ventrikel erst nach den Vorhöfen kontrahieren, was eine adäquate Füllung und einen korrekten Blutfluss durch das Herz ermöglicht.

KI-generierte Zusammenfassung basierend auf Inhalten von StatPearls. Alle Rechte liegen beim Herausgeber. Originaldokument ansehen