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Rote-Hand-Brief: Ontozry (Cenobamat) und Risiko für schweren Leberschaden

AkdÄAllgemeinmedizin15. Juni 2026
KI-generierte Zusammenfassung|Basiert auf AkdÄ Leitlinie|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Wichtigste Änderungen

  • Leberfunktionstests vor Beginn der Behandlung mit Cenobamat durchführen.
  • Leberfunktion während der gesamten Behandlung regelmäßig überwachen.
  • Bei klinischem Verdacht auf Leberschädigung Dosisreduktion oder Absetzen erwägen.

Betroffenes Arzneimittel

Das betroffene Arzneimittel ist Ontozry mit dem Wirkstoff Cenobamat. Es handelt sich um ein Antiepileptikum zur Zusatzbehandlung fokaler Anfälle (mit oder ohne sekundäre Generalisierung) bei erwachsenen Patienten mit Epilepsie, die trotz mindestens zweier Vorbehandlungen eine unzureichende Anfallskontrolle aufweisen.

Sicherheitsproblem

Bei Patienten, die mit Cenobamat behandelt wurden, sind Fälle von schwerem Leberschaden einschließlich Leberversagen berichtet worden. Viele dieser Fälle standen im Zusammenhang mit einer Polytherapie mit weiteren Antiepileptika.

Empfohlene Massnahmen

Um das Risiko zu minimieren, gelten folgende neue Empfehlungen zur Überwachung:

  • Vor Beginn der Behandlung mit Cenobamat sollten Leberfunktionstests durchgeführt werden.
  • Die Leberfunktion muss während der Behandlung überwacht werden.
  • Bei Patienten mit Anzeichen oder Symptomen einer Leberschädigung sind umgehend eine klinische Untersuchung und Leberfunktionstests durchzuführen.
  • Patienten sollen angewiesen werden, beim Auftreten von Symptomen einer Leberschädigung unverzüglich einen Arzt zu kontaktieren.
  • Bei klinischem Verdacht oder bestätigter Leberschädigung sollte eine Dosisreduktion oder das Absetzen von Cenobamat in Betracht gezogen werden.

Hintergrund

Der Rote-Hand-Brief wurde vom Zulassungsinhaber in Abstimmung mit der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) und dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) herausgegeben. Die Warnung basiert auf Berichten über schwere Leberschäden, die eine engmaschigere Überwachung der Leberfunktion vor und während der Therapie erforderlich machen.

💡

Praxis-Tipp

Führen Sie bei allen Patienten unter Ontozry (Cenobamat) ab sofort Leberfunktionstests vor Therapiebeginn und regelmäßig im Verlauf durch.

Häufig gestellte Fragen

Es besteht das Risiko für schwere Leberschäden bis hin zum Leberversagen, insbesondere im Rahmen einer Polytherapie mit anderen Antiepileptika.
Vor Beginn der Therapie sowie während der gesamten Behandlung müssen regelmäßige Leberfunktionstests durchgeführt werden.
Es müssen umgehend klinische Untersuchungen und Leberfunktionstests erfolgen. Zudem sollte eine Dosisreduktion oder das Absetzen des Medikaments erwogen werden.

KI-generierte Zusammenfassung basierend auf Inhalten von AkdÄ. Alle Rechte liegen beim Herausgeber. Originaldokument ansehen