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S2k-Leitlinien-Update: Parkinson-Krankheit (2023)

DGPPNNeuropsychiatrie24. August 2026
KI-generierte Zusammenfassung|Basiert auf DGPPN Leitlinie|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Wichtigste Änderungen

  • Umbenennung in 'Parkinson-Krankheit' statt 'idiopathisches Parkinson-Syndrom'.
  • Diagnosestellung erfolgt nun nach den MDS-Kriterien von 2015.
  • Konkrete Indikationen für die genetische Diagnostik wurden eingeführt.
  • Ergoline Dopaminagonisten sollen nicht mehr eingesetzt werden.
  • Neue Kriterien zur Differenzialindikation invasiver Therapien (z.B. 5-2-1-Regel).

Was hat sich geändert?

Die S2k-Leitlinie zur Parkinson-Krankheit (2023) bringt umfassende Neuerungen für den klinischen Alltag. Die wichtigsten Änderungen umfassen:

  • Neue Nomenklatur: Der Begriff "idiopathisches Parkinson-Syndrom" wird durch "Parkinson-Krankheit" ersetzt, da genetische Ursachen zunehmend erkannt werden.
  • Diagnosekriterien: Die MDS-Kriterien (2015) lösen die bisherigen UK-Brain-Bank-Kriterien ab.
  • Genetik: Erstmals gibt es klare Empfehlungen, wem eine genetische Diagnostik angeboten werden soll.
  • Medikamentöse Therapie: Ergoline Dopaminagonisten sollen nicht mehr verordnet werden.
  • Invasive Therapien: Klare Kriterien (z.B. 5-2-1-Regel) erleichtern die Indikationsstellung für Pumpentherapien und die Tiefe Hirnstimulation (THS).

Neue Empfehlungen im Detail

Diagnostik und Nomenklatur Da eine relevante Anzahl von Fällen durch genetische Varianten verursacht wird und somit nicht "idiopathisch" ist, empfiehlt die Leitlinie den Begriff Parkinson-Krankheit (PK). Zur Diagnosestellung sollen ab sofort die MDS-Kriterien von 2015 angewendet werden, da diese eine höhere Sensitivität und Spezifität als die UK-Brain-Bank-Kriterien aufweisen.

Genetische Diagnostik Eine genetische Untersuchung soll Patienten auf Wunsch angeboten werden, wenn die Erkrankung vor dem 50. Lebensjahr beginnt oder eine positive Familienanamnese vorliegt (zwei Verwandte 1. Grades oder ein Verwandter 1. und einer 2. Grades). Bei Beginn < 50 Jahren sollen die Gene PRKN, PINK1, DJ1, LRRK2, SNCA und VPS35 untersucht werden.

Medikamentöse Therapie Ergoline Dopaminagonisten (Bromocriptin, Cabergolin, Pergolid) sollen aufgrund ihres Nebenwirkungsprofils nicht mehr eingesetzt werden. Non-ergoline Dopaminagonisten (Pramipexol, Ropinirol, Piribedil, Rotigotin) bleiben Mittel der Wahl. Zudem wird betont, dass retardierte Levodopa-Präparate nicht während der Wachzeit, sondern nur zur Nacht eingesetzt werden sollen.

Invasive Therapien Die Leitlinie definiert klare Kriterien zur Prüfung invasiver Verfahren (Pumpen, THS). Eine Indikation soll geprüft werden bei:

  • = 5 Einnahmezeitpunkten von Levodopa pro Tag

  • = 2 Stunden Off-Symptomen pro Tag

  • = 1 Stunde störenden Dyskinesien pro Tag

Neue Syndrome Erstmals werden das Dopaminagonisten-Entzugssyndrom (DAWS) und das THS-Entzugssyndrom detailliert beschrieben. Das DAWS äußert sich durch schwere psychische und physische Symptome (Angst, Schmerzen, Anhedonie) beim Absetzen von Dopaminagonisten und spricht nicht auf Levodopa an.

AspektBisherNeu
NomenklaturIdiopathisches Parkinson-Syndrom (IPS)Parkinson-Krankheit (PK)
DiagnoseUK-Brain-Bank-KriterienMDS-Kriterien (2015)
GenetikKeine klaren Routine-EmpfehlungenTestung bei Beginn <50 J. oder positiver Familienanamnese
Ergoline DopaminagonistenMittel der 2. WahlSollen nicht mehr eingesetzt werden

Was bleibt gleich?

Levodopa bleibt die wirksamste symptomatische Therapie und kann in allen Stadien eingesetzt werden. Die Prinzipien der Kombinationstherapie bei motorischen Fluktuationen (Einsatz von COMT-Hemmern, MAO-B-Hemmern und Dopaminagonisten) gelten weiterhin. Auch die Bedeutung aktivierender Therapien (Physiotherapie, Logopädie, Ergotherapie) als essenzieller Bestandteil der Behandlung bleibt unverändert bestehen.

💡

Praxis-Tipp

Stellen Sie die Diagnose ab sofort nach den MDS-Kriterien von 2015 und prüfen Sie bei Patienten mit motorischen Fluktuationen frühzeitig die Indikation für invasive Therapieverfahren.

Häufig gestellte Fragen

Die Leitlinie empfiehlt nun ausdrücklich die Anwendung der MDS-Kriterien von 2015 anstelle der bisherigen UK-Brain-Bank-Kriterien.
Ein Gentest soll bei Krankheitsbeginn vor dem 50. Lebensjahr oder bei positiver Familienanamnese (zwei Verwandte 1. Grades oder je einer 1. und 2. Grades) angeboten werden.
Nein, ergoline Dopaminagonisten wie Bromocriptin oder Cabergolin sollen aufgrund ihres Nebenwirkungsprofils nicht mehr eingesetzt werden.
Ein schweres Cluster physischer und psychischer Symptome (z.B. Angst, Schmerzen, Anhedonie), das beim Absetzen von Dopaminagonisten auftritt und nicht auf Levodopa anspricht.

KI-generierte Zusammenfassung basierend auf Inhalten von DGPPN. Alle Rechte liegen beim Herausgeber. Originaldokument ansehen

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