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Pocket-Leitlinie: Erwachsene mit angeborenem Herzfehler (2020)

DGKKardiologie9. August 2026
KI-generierte Zusammenfassung|Basiert auf DGK Leitlinie|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Wichtigste Änderungen

  • Anpassung der PH-Definition: Senkung des mittleren PAP-Grenzwerts auf > 20 mmHg.
  • Betonung der multidisziplinaeren Betreuung in spezialisierten EMAH-Zentren.
  • Spezifische Empfehlungen zum Einsatz von NOAKs unter Vorbehalt aktueller Studiendaten.

Was hat sich geaendert?

Die Leitlinie 2020 bringt wichtige Neuerungen fuer die Betreuung von Erwachsenen mit angeborenem Herzfehler (EMAH) mit sich:

  • Die Definition der pulmonalen Hypertonie (PH) wurde angepasst.
  • Der Einsatz von NOAKs wird aufgrund neuer Studiendaten kritischer betrachtet.
  • Die Notwendigkeit der multidisziplinaeren Betreuung in spezialisierten EMAH-Zentren wird stark betont.

Neue Empfehlungen im Detail

Die Leitlinie 2020 senkt den Grenzwert fuer den mittleren pulmonalarteriellen Druck (PAP) zur Diagnose einer pulmonalen Hypertonie. Zudem wird nun ein erhoehter pulmonalvaskulaerer Widerstand (PVR) gefordert.

AspektBisherNeu (2020)
Mittlerer PAP bei PH>= 25 mmHg> 20 mmHg
PVR bei praekapillaerer PH->= 3 WE

Antithrombotische Behandlung Obwohl NOAKs aehnlich sicher und wirksam wie Vitamin-K-Antagonisten scheinen, stellt eine aktuelle deutsche Studie auf Basis von Versicherungsdaten die Gleichwertigkeit bei EMAH-Patienten in Frage. Bis weitere Daten vorliegen, ist eine individuelle Risiko-Nutzen-Abwaegung zwingend erforderlich.

Was bleibt gleich?

Die Beschraenkung der Antibiotikaprophylaxe zur Verhinderung einer infektioesen Endokarditis (IE) auf Hochrisikopatienten (wie bereits in den ESC-Leitlinien 2015 festgelegt) bleibt bestehen. Dazu zaehlen Patienten mit Herzklappenprothesen, zyanotischen AHF oder kuerzlich korrigierten AHF mit prothetischem Material.

💡

Praxis-Tipp

Alle EMAH-Patienten sollten mindestens einmal in einem spezialisierten Zentrum vorgestellt werden, um das individuelle Versorgungsniveau festzulegen.

Häufig gestellte Fragen

Die neueste Definition senkt den mittleren PAP von >= 25 mmHg auf > 20 mmHg, erfordert aber zusaetzlich einen PVR >= 3 WE fuer die Diagnose der praekapillaeren PH.
Nein, eine aktuelle Studie stellt die Gleichwertigkeit zu VKA in Frage. Eine individuelle Risiko-Nutzen-Abwaegung ist bis zum Vorliegen weiterer Daten zwingend erforderlich.
Die Prophylaxe bleibt auf Hochrisikopatienten beschraenkt, etwa bei Herzklappenprothesen, zyanotischen AHF oder in den ersten 6 Monaten nach Korrektur mit prothetischem Material.

KI-generierte Zusammenfassung basierend auf Inhalten von DGK. Alle Rechte liegen beim Herausgeber. Originaldokument ansehen