StatPearls2026

Ventrikelseptumruptur (VSR): Diagnostik und Therapie

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: StatPearls (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die Ventrikelseptumruptur (VSR) ist eine lebensbedrohliche mechanische Komplikation nach einem ST-Hebungs-Myokardinfarkt (STEMI). Sie tritt typischerweise bei transmuralen Infarkten auf und ist mit einer hohen Morbidität und Mortalität verbunden.

Laut der StatPearls-Zusammenfassung sind ältere Patienten, Frauen sowie Personen mit Hypertonie oder chronischer Nierenerkrankung besonders gefährdet. Das Risiko ist bei einem Erstereignis ohne vorherige ischämische Präkonditionierung sowie bei verzögerter oder fehlender Reperfusionstherapie erhöht.

Das Auftreten der Ruptur zeigt häufig einen bimodalen Verlauf mit Häufigkeitsgipfeln innerhalb der ersten 24 Stunden sowie drei bis fünf Tage nach dem Infarkt. Bei Vorderwandinfarkten ist meist das apikale Septum betroffen, während Hinterwandinfarkte eher zu Rupturen im basalen posterioren Septum führen.

Empfehlungen

Klinische Präsentation und Diagnostik

  • Bei Patienten mit abrupter hämodynamischer Verschlechterung, biventrikulärem Versagen und einem neuen pan-systolischen Geräusch ist an eine Ventrikelseptumruptur zu denken.

  • Die transthorakale Echokardiografie (TTE) gilt als Methode der Wahl zur Diagnosestellung, Lokalisationsbestimmung und Quantifizierung des Links-rechts-Shunts.

  • Zur Differenzierung von einer akuten Mitralklappeninsuffizienz kann eine Rechtsherzkatheteruntersuchung herangezogen werden. Hierbei zeigt sich bei einer VSR ein Sauerstoffsättigungssprung im rechten Ventrikel und in der Pulmonalarterie.

Hämodynamische Stabilisierung

  • Es wird ein invasives Monitoring zur Steuerung der Volumen- und Diuretikatherapie empfohlen.

  • Bei einem systolischen Blutdruck über 90 mmHg ist der rasche Einsatz von Vasodilatatoren wie Nitroglycerin oder Nitroprussid indiziert, um den Shunt-Fluss zu reduzieren.

  • Falls eine medikamentöse Therapie nicht toleriert wird oder keine hämodynamische Stabilität erreicht, sollte der Einsatz einer intraaortalen Ballonpumpe (IABP) erwogen werden.

Operative und interventionelle Therapie

  • Ein dringlicher chirurgischer Verschluss stellt die Therapie der Wahl dar.

  • Bei Patienten mit hohem Operationsrisiko kann ein perkutaner, kathetergestützter Verschluss versucht werden.

  • Die Prognose und das Operationsrisiko hängen stark von der Lokalisation des Infarkts und der gewählten Therapiestrategie ab.

Therapieansatz / InfarktlokalisationMortalitätsrateEmpfehlungsgrad
Chirurgischer Verschluss (Allgemein)VariabelLevel 1
Chirurgischer Verschluss bei anteriorem Infarkt30 %Level 1
Chirurgischer Verschluss bei inferiorem Infarkt70 %Level 1
Konservative (medikamentöse) Therapie75 % (nach 3 Wochen)k.A.
Perkutaner kathetergestützter Verschlussk.A.Level 3
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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Ein fehlendes Herzgeräusch schließt eine Ventrikelseptumruptur nicht aus, da das Geräusch bei großen Defekten und kardiogenem Schock sehr leise oder gar nicht hörbar sein kann.

Häufig gestellte Fragen

Eine Rechtsherzkatheteruntersuchung kann zur Differenzierung genutzt werden. Bei einer Ventrikelseptumruptur zeigt sich ein Sauerstoffsättigungssprung im rechten Ventrikel und in der Pulmonalarterie, der bei einer Mitralklappeninsuffizienz fehlt.

Die Inzidenz zeigt einen bimodalen Verlauf. Die Ruptur tritt am häufigsten innerhalb der ersten 24 Stunden oder drei bis fünf Tage nach dem Infarkt auf.

Die transthorakale Echokardiografie (TTE) ist die Methode der Wahl. Sie ermöglicht die Bestimmung von Größe und Lokalisation des Defekts sowie die Quantifizierung des Shunts.

Bei einem systolischen Blutdruck über 90 mmHg werden Vasodilatatoren wie Nitroglycerin oder Nitroprussid eingesetzt. Diese senken den systemischen Gefäßwiderstand und reduzieren so den Links-rechts-Shunt.

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Quelle: StatPearls: Postinfarction Ventricular Septal Rupture (StatPearls, 2026). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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