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USPSTF Leitlinie: Sehscreening bei Kindern (3-5 Jahre)

Diese Leitlinie stammt aus 2017 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: US Preventive Services Task Force (2017)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die Frueherkennung von Sehstörungen bei Kindern ist ein wichtiger Bestandteil der pädiatrischen Vorsorge. Die USPSTF (US Preventive Services Task Force) befasst sich in ihrer Leitlinie aus dem Jahr 2017 mit dem Sehscreening bei Kindern im Alter von 6 Monaten bis 5 Jahren. Laut USPSTF liegt der Fokus auf der Erkennung der Amblyopie (Schwachsichtigkeit) sowie deren Risikofaktoren. Eine fruehzeitige Diagnose und Behandlung, beispielsweise durch Okklusionstherapie (Pflaster), Atropin oder Brillen, wird von der Leitlinie als effektiv eingestuft, sofern sie vor dem Alter von 7 bis 8 Jahren erfolgt. Zu den von der USPSTF genannten Risikofaktoren fuer eine Amblyopie zaehlen eine familiäre Vorbelastung fuer Amblyopie oder Strabismus (Schielen), Fruehgeburtlichkeit, ein niedriges Geburtsgewicht sowie Entwicklungsverzögerungen.

Empfehlungen

Die USPSTF spricht fuer das Sehscreening bei Kindern im Alter von 3 bis 5 Jahren eine Empfehlung vom Grad B aus. Dies bedeutet laut Leitlinie, dass mit hoher Sicherheit ein moderater Nutzen oder mit moderater Sicherheit ein moderater bis substanzieller Nutzen besteht.

Nach aktueller Leitlinienempfehlung ergeben sich folgende Kernaussagen:

Screening-Intervall

Die USPSTF empfiehlt, bei allen Kindern im Alter von 3 bis 5 Jahren mindestens einmal ein Sehscreening durchzufuehren.

Zielgruppe unter 3 Jahren

Fuer Kinder unter 3 Jahren stuft die Leitlinie die Evidenz als unzureichend ein (Grad I), um das Verhaeltnis von Nutzen und Risiko eines Screenings abschliessend zu bewerten.

Screening-Methoden

Gemaess der Leitlinie koennen verschiedene Instrumente eingesetzt werden, darunter Sehschaerfepruefungen, Stereosehtests, der Abdecktest (Cover-Test), Autorefraktometer und Photoscreener.

Weiterbehandlung

Bei auffaelligen Screening-Ergebnissen wird laut USPSTF eine Ueberweisung an die Kinderophthalmologie empfohlen.

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💡Praxis-Tipp

Laut USPSTF-Leitlinie ist die Behandlung einer Amblyopie besonders dann effektiv, wenn sie fruehzeitig und vor dem Erreichen des 7. bis 8. Lebensjahres eingeleitet wird.

Häufig gestellte Fragen

Die Leitlinie empfiehlt ein Sehscreening mindestens einmalig bei allen Kindern im Alter von 3 bis 5 Jahren.

Fuer Kinder unter 3 Jahren gibt die USPSTF ein "Grade I" an, was bedeutet, dass die aktuelle Evidenz laut Leitlinie nicht ausreicht, um den Nutzen und Schaden eines Screenings in dieser Altersgruppe zu beurteilen.

Gemaess der USPSTF-Leitlinie gelten eine familiäre Vorbelastung fuer Amblyopie oder Schielen, Fruehgeburt, niedriges Geburtsgewicht und Entwicklungsverzögerungen als Risikofaktoren.

Die Leitlinie listet unter anderem Sehschaerfepruefungen, Stereosehtests, den Cover-Test, Autorefraktometer und Photoscreener als moegliche Screening-Instrumente auf.

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Quelle: USPSTF: Vision Screening in Children Aged 6 Months to 5 Years (Grade B, 2017) (US Preventive Services Task Force, 2017). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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