US Preventive Services Task ForceUSPSTF Grade I2015General PracticeInnere MedizinEndokrinologie

USPSTF: Screening auf Schilddrüsendysfunktion bei Erwachsenen

Diese Leitlinie stammt aus 2015 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: US Preventive Services Task Force (2015)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die US Preventive Services Task Force (USPSTF) hat 2015 eine Bewertung zum Screening auf Schilddrüsendysfunktion bei asymptomatischen, nicht-schwangeren Erwachsenen veröffentlicht. Schilddrüsenerkrankungen können sowohl als subklinische als auch als manifeste Formen auftreten.

Laut der USPSTF-Leitlinie gibt es bestimmte Risikofaktoren, die mit einer höheren Prävalenz einhergehen. Dazu gehören:

  • Alter über 60 Jahre (insbesondere für subklinische Hypothyreose)

  • Weibliches Geschlecht

  • Familiäre Vorbelastung für Schilddrüsenerkrankungen

  • Autoimmunerkrankungen

  • Vorangegangene Strahlentherapie im Kopf-Hals-Bereich

  • Typ-1-Diabetes

Empfehlungen

Die zentrale Aussage der USPSTF-Leitlinie ist, dass die aktuelle Evidenz nicht ausreicht, um das Verhältnis von Nutzen und Risiko eines routinemäßigen Screenings auf Schilddrüsendysfunktion bei asymptomatischen, nicht-schwangeren Erwachsenen zu beurteilen. Die Task Force vergibt hierfür ein Grade I (unzureichende Evidenz).

Gemäß der Leitlinie gilt diese Einschätzung sowohl für das Screening auf subklinische als auch auf manifeste Schilddrüsenerkrankungen in der Allgemeinbevölkerung.

Die USPSTF stellt klar, dass ein Grade I nicht bedeutet, dass ein Screening schädlich ist. Es zeigt laut Leitlinie lediglich, dass ein klarer Nutzen für asymptomatische Populationen wissenschaftlich nicht ausreichend belegt ist.

Für symptomatische Patienten wird laut den Implementierungshinweisen der Leitlinie eine TSH-Bestimmung empfohlen. Zudem weist die USPSTF darauf hin, dass andere Fachgesellschaften (wie ATA oder AACE) ein Screening für spezifische Populationen empfehlen.

Frage zu dieser Leitlinie stellen...

💡Praxis-Tipp

Laut den Implementierungshinweisen der USPSTF-Leitlinie sollte bei Patienten, die Symptome wie Müdigkeit, Gewichtsveränderungen oder Kälteintoleranz aufweisen, eine gezielte TSH-Bestimmung erfolgen, auch wenn die Evidenz für ein anlassloses Screening bei asymptomatischen Personen als unzureichend eingestuft wird.

Häufig gestellte Fragen

Die USPSTF-Leitlinie stuft die Evidenz für ein Screening bei asymptomatischen, nicht-schwangeren Erwachsenen als unzureichend ein (Grade I), um Nutzen und Risiken gegeneinander abzuwägen.

Nein, laut der USPSTF bedeutet dies nicht, dass ein Screening schädlich ist. Es sagt lediglich aus, dass die aktuelle Studienlage keinen klaren Nutzen für asymptomatische Populationen belegt.

Gemäß der Leitlinie zählen zu den Risikofaktoren ein Alter über 60 Jahre, weibliches Geschlecht, familiäre Vorbelastung, Autoimmunerkrankungen, Typ-1-Diabetes sowie eine frühere Strahlentherapie im Kopf-Hals-Bereich.

Ja, die Leitlinie hält fest, dass bei Patienten mit Symptomen wie Müdigkeit, Gewichtsveränderungen oder Kälteintoleranz eine TSH-Bestimmung erfolgen sollte.

War diese Zusammenfassung hilfreich?

Quelle: USPSTF: Thyroid Dysfunction: Screening in Nonpregnant Adults (Grade I, 2015) (US Preventive Services Task Force, 2015). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

Verwandte Leitlinien