StatPearls2026

TIPS-Anlage: Indikationen, Durchführung und Nachsorge

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: StatPearls (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Der transjuguläre intrahepatische portosystemische Shunt (TIPS) ist ein etabliertes perkutanes Verfahren zur Senkung des portalen Hochdrucks. Die StatPearls-Leitlinie beschreibt die Anlage eines Stents zwischen der Pfortader und der Lebervene.

Durch diese Shunt-Verbindung wird das portale venöse Blut in den systemischen Kreislauf umgeleitet. Dies führt zu einer Reduktion des portosystemischen Gradienten und lindert Symptome wie refraktäre Blutungen und Aszites, ohne die extrahepatische Anatomie zu verändern.

Moderne Stent-Technologien haben die Offenheitsraten deutlich verbessert. Insbesondere die Verwendung von Polytetrafluorethylen-ummantelten Stents reduziert die Rate an frühen Thrombosen und intimaler Hyperplasie.

Empfehlungen

Die StatPearls-Leitlinie formuliert detaillierte Empfehlungen zur Anlage eines transjugulären intrahepatischen portosystemischen Shunts (TIPS).

Vorbereitung und Diagnostik

Vor dem Eingriff wird eine umfassende klinische Evaluation mit Bestimmung von Leberwerten, Nierenfunktion und Gerinnungsstatus empfohlen. Vorbestehende Gerinnungsstörungen sollten vorab korrigiert werden.

Zur Risikoeinschätzung wird die Berechnung des MELD-Scores herangezogen. Ein Wert über 18 ist mit einer signifikant höheren Mortalität innerhalb von drei Monaten nach der Intervention assoziiert.

Zudem wird eine präinterventionelle Schnittbildgebung empfohlen, um die Durchgängigkeit der Gefäße zu dokumentieren und Tumore im Punktionsweg auszuschließen. Bei großvolumigem Aszites kann eine vorherige Punktion sinnvoll sein.

Indikationen

Für die TIPS-Anlage gelten folgende Hauptindikationen:

  • Sekundärprävention von Varizenblutungen (Evidenzgrad 1A)

  • Refraktärer Aszites (Evidenzgrad 1A)

  • Refraktärer hepatischer Hydrothorax

  • Budd-Chiari-Syndrom

  • Hepatorenales und hepatopulmonales Syndrom

Durchführung

Der Eingriff sollte bevorzugt in Vollnarkose und unter präoperativer Antibiotikagabe erfolgen. Als Zugangsweg wird die rechte Vena jugularis interna empfohlen.

Es wird die Verwendung eines teilummantelten Stents präferiert. Dabei wird der unbeschichtete Teil im portalvenösen Ende platziert, während der beschichtete Teil bis zur Einmündung der Lebervene in die Vena cava inferior reicht.

Bei persistierender Füllung von Varizen nach der Stent-Anlage wird eine Embolisation oder Sklerosierung empfohlen.

Nachsorge und Monitoring

Postinterventionell wird eine engmaschige Überwachung der Leberenzyme angeraten. Ein Basis-Doppler-Ultraschall sollte innerhalb von 48 bis 72 Stunden erfolgen.

Frühere Ultraschalluntersuchungen können durch Lufteinschlüsse im Stentmaterial verfälscht sein und eine fehlende Durchblutung vortäuschen. Folgende Ultraschallbefunde weisen auf eine Shunt-Dysfunktion hin:

ParameterGrenzwert für Dysfunktion
Maximale Flussgeschwindigkeit> 190 cm/s
Minimale Flussgeschwindigkeit< 90 cm/s
Geschwindigkeitsänderung zum Ausgangswert> 50 cm/s

Kontraindikationen

Folgende Kontraindikationen sind bei der Evaluation zur TIPS-Anlage zu beachten:

Art der KontraindikationErkrankungen und Zustände
AbsolutPrimärprävention von Varizenblutungen, Herzinsuffizienz, pulmonale Hypertonie, schwere Sepsis, biliäre Obstruktion, ausgedehnte Leberzysten
RelativLeberkrebs, Pfortaderthrombose, Lebervenenverschluss, schwere Koagulopathie oder Thrombozytopenie, fortgeschrittene hepatische Enzephalopathie
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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Ein Doppler-Ultraschall zur Kontrolle der TIPS-Durchgängigkeit sollte erst 48 bis 72 Stunden nach dem Eingriff erfolgen, da frühere Untersuchungen durch Lufteinschlüsse im PTFE-Material des Stents verfälscht sein können.

Häufig gestellte Fragen

Die Hauptindikationen sind die Sekundärprävention von Varizenblutungen und refraktärer Aszites. Weitere Indikationen umfassen das Budd-Chiari-Syndrom sowie das hepatorenale und hepatopulmonale Syndrom.

Ein MELD-Score von über 18 wird als kritisch angesehen. Dieser Wert ist mit einer signifikant höheren Mortalität innerhalb der ersten drei Monate nach dem Eingriff assoziiert.

Es wird die Verwendung von teilummantelten Stents aus Polytetrafluorethylen (PTFE) empfohlen. Der unbeschichtete Teil liegt dabei in der Pfortader, der beschichtete Teil reicht bis zur Vena cava inferior.

Die Inzidenz einer Shunt-assoziierten Enzephalopathie liegt nach dem Eingriff bei 30 bis 46 Prozent. Bei schweren Verläufen kann eine Verengung oder ein Verschluss des Shunts erforderlich werden.

Die Kontrolle erfolgt mittels Doppler-Ultraschall. Geschwindigkeiten über 190 cm/s oder unter 90 cm/s sowie eine Änderung von mehr als 50 cm/s im Vergleich zum Ausgangswert weisen auf eine Dysfunktion hin.

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Quelle: StatPearls: Transjugular Intrahepatic Portosystemic Shunt (StatPearls, 2026). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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