StatPearls2026

Temazepam: Dosierung, Indikation und Kontraindikation

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: StatPearls (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Temazepam ist ein Benzodiazepin, das als positiver allosterischer Modulator der Gamma-Aminobuttersäure (GABA) wirkt. Die StatPearls-Leitlinie beschreibt den Einsatz des Wirkstoffs primär zur Behandlung von Durchschlafstörungen.

Die pharmakologische Wirkung beruht auf einer Verstärkung der hemmenden Effekte von GABA auf die neuronale Erregbarkeit. Dies führt zu Sedierung, Anxiolyse und einer Entspannung der Skelettmuskulatur.

Aufgrund des hohen Potenzials für Missbrauch, Abhängigkeit und Entzugssymptome unterliegt Temazepam strengen Verordnungsrichtlinien. Es wird in den USA als Betäubungsmittel der Klasse IV eingestuft.

Empfehlungen

Die StatPearls-Leitlinie formuliert folgende Kernaspekte für den klinischen Einsatz von Temazepam:

Indikation und Anwendung

Laut Leitlinie ist Temazepam für die kurzzeitige Behandlung von Insomnie indiziert. Es wird eine Anwendungsdauer von sieben bis zehn Tagen empfohlen.

Die Leitlinie beschreibt zudem Off-Label-Anwendungen, darunter die Behandlung von Jetlag, akuten Belastungssituationen und der Höhenkrankheit. Auch bei Panikstörungen oder als Prämedikation vor minimalinvasiven Eingriffen findet der Wirkstoff Erwähnung.

Überwachung und Absetzen

Es wird empfohlen, behandelte Personen engmaschig auf Anzeichen von Missbrauch und Abhängigkeit zu überwachen. Die Leitlinie betont, dass Temazepam stets ausschleichend abgesetzt werden sollte.

Ein abruptes Absetzen kann laut Leitlinie zu Entzugssyndromen oder Rebound-Insomnie führen. Zu den möglichen Entzugssymptomen zählen Agitation, Dysphorie, Muskelkrämpfe und akutes Delir.

Interaktionen

Die Leitlinie warnt vor der gleichzeitigen Anwendung mit Opioiden, Alkohol oder anderen zentral dämpfenden Substanzen. Diese Kombination kann zu schwerer Sedierung, Atemdepression und im schlimmsten Fall zum Tod führen.

Zudem wird beschrieben, dass Barbiturate, Antipsychotika und Antihistaminika die Wirkung von Temazepam beeinflussen können.

Dosierung

Die Leitlinie gibt folgende Dosierungsempfehlungen für die orale Anwendung von Temazepam bei Insomnie:

PatientengruppeEmpfohlene DosisAnmerkungen
Erwachsene15 mgBei Bedarf auf 30 mg steigerbar
Ältere Personen (ab 65 Jahre)7,5 mgNiedrigere Startdosis zur Vermeidung von Stürzen und Ataxie

Für Personen mit Nieren- oder Leberinsuffizienz macht die Produktkennzeichnung laut Leitlinie keine spezifischen Vorgaben zur Dosisanpassung.

Kontraindikationen

Die Leitlinie nennt folgende Kontraindikationen und Warnhinweise:

  • Schwangerschaft (FDA-Kategorie X): Temazepam kann zu fetalen Schäden, Atemdepression beim Neugeborenen und dem Floppy-Infant-Syndrom führen.

  • Gleichzeitige Opioid-Gabe: Es besteht eine Boxed Warning wegen des Risikos für fatale Atemdepressionen.

  • Eingeschränkte motorische Koordination oder akute Intoxikation mit Alkohol oder psychotropen Substanzen.

  • Vorliegen von Schlafapnoe, Myasthenia gravis oder akutem Engwinkelglaukom.

  • Schwere depressive Störungen mit Suizidgedanken.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Die Leitlinie hebt hervor, dass bei älteren Personen ein stark erhöhtes Risiko für Delir, kognitiven Abbau und Stürze besteht. Es wird daher empfohlen, bei Personen über 65 Jahren stets mit der niedrigsten Dosis von 7,5 mg zu beginnen und die Anwendung auf das absolute Minimum zu beschränken.

Häufig gestellte Fragen

Die Leitlinie empfiehlt eine kurzzeitige Anwendung von sieben bis zehn Tagen. Eine längere Einnahme erhöht das Risiko für Toleranzentwicklung und Abhängigkeit signifikant.

Ein plötzliches Absetzen kann laut Leitlinie zu Rebound-Insomnie und schweren Entzugssymptomen führen. Es wird empfohlen, die Dosis stets schrittweise zu reduzieren.

Nein, die Leitlinie stuft Temazepam in der Schwangerschaft als absolut kontraindiziert ein. Es kann beim Neugeborenen schwere Komplikationen wie Atemdepression und Lethargie verursachen.

Bei einer Überdosierung kann laut Leitlinie Flumazenil eingesetzt werden. Es wirkt als kompetitiver Antagonist an den Benzodiazepin-Rezeptoren und kehrt die sedierenden Effekte um.

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KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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