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Zidovudin bei HIV-1: Dosierung und Anwendung | StatPearls

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: StatPearls (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Zidovudin ist ein nukleosidischer Reverse-Transkriptase-Inhibitor (NRTI), der als erstes Medikament zur Behandlung von HIV-1 zugelassen wurde. Die StatPearls-Zusammenfassung beschreibt den Einsatz des Wirkstoffs im Rahmen der antiretroviralen Therapie.

Das Medikament wirkt als synthetisches Analogon des Nukleosids Thymidin. Es wird anstelle von Thymidin in die neu gebildete virale DNA eingebaut und führt zu einem Kettenabbruch, was den Lebenszyklus des HI-Virus unterbricht.

Aufgrund einer hohen Rate an Nebenwirkungen wird Zidovudin heutzutage meist nicht mehr als Erstlinientherapie empfohlen. Dennoch behält es seinen Stellenwert in spezifischen klinischen Situationen, insbesondere bei der Prävention der vertikalen Transmission von der Mutter auf das Kind.

Empfehlungen

Die StatPearls-Zusammenfassung formuliert folgende Kernaspekte zur Anwendung:

Indikationen

Laut Quelle ist Zidovudin von der FDA für die Behandlung von HIV-1-Infektionen sowie zur Prävention der perinatalen HIV-1-Übertragung zugelassen. Es wird ausdrücklich betont, dass der Wirkstoff bei einer HIV-1-Infektion nicht als Monotherapie eingesetzt werden darf.

Zusätzlich werden folgende Off-Label-Anwendungen beschrieben:

  • Nicht-berufliche Postexpositionsprophylaxe (PEP) bei HIV-1

  • Adulte T-Zell-Leukämie/Lymphom (ATL) in Kombination mit Interferon-alpha

Monitoring und Überwachung

Es wird eine engmaschige klinische Überwachung der Behandelten auf Nebenwirkungen wie Übelkeit, Myalgien oder Laktatazidose empfohlen. Gemäß den Autoren sollten routinemäßig ein komplettes Blutbild (CBC) sowie ein umfassendes Stoffwechselpanel (CMP) kontrolliert werden.

Besondere Vorsicht ist bei der Kombination mit anderen Medikamenten geboten:

  • Trimethoprim kann die renale Elimination hemmen und zu erhöhten Zidovudin-Spiegeln führen

  • Probenecid kann die Nebenwirkungen von Zidovudin durch verringerte Ausscheidung verstärken

  • Bei gleichzeitiger Gabe anderer knochenmarksuppressiver Medikamente ist eine strenge Überwachung erforderlich

Toxizität und Überdosierung

Für Zidovudin existiert kein spezifisches Antidot. Bei Verdacht auf eine Überdosierung oder Toxizität wird ein sofortiges Absetzen des Medikaments empfohlen.

Dosierung

Die StatPearls-Zusammenfassung gibt folgende Dosierungsempfehlungen für Zidovudin an:

IndikationPatientengruppeDosierungApplikationsweg
HIV-1-InfektionErwachsene300 mg zweimal täglichOral
HIV-1-InfektionKinder (4 bis < 9 kg)12 mg/kg zweimal täglichOral
HIV-1-InfektionKinder (9 bis < 30 kg)9 mg/kg zweimal täglichOral
HIV-1-InfektionKinder (ab 30 kg)300 mg zweimal täglichOral
Perinatale HIV-1-PräventionSchwangere (intrapartal)2 mg/kg als Ladedosis über 1 Stunde, dann 1 mg/kg/StundeIntravenös
HIV-1 Postexpositionsprophylaxe (Off-Label)Erwachsene300 mg zweimal täglich für 28 Tage (in Kombination)Oral
Adulte T-Zell-Leukämie (Off-Label)Erwachsene750 mg/m² zweimal täglich, Reduktion auf 300 mg zweimal täglichOral

Kontraindikationen

Zidovudin ist bei Personen mit schweren, lebensbedrohlichen Überempfindlichkeitsreaktionen gegen das Medikament kontraindiziert.

Dazu zählen insbesondere Anaphylaxie und das Stevens-Johnson-Syndrom. Beim Auftreten entsprechender Symptome wird ein sofortiger Abbruch der Therapie gefordert.

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💡Praxis-Tipp

Die Quelle warnt vor der hohen Rate an Knochenmarksuppressionen unter Zidovudin, die sich als Neutropenie, Leukopenie oder Anämie manifestieren können. Es wird darauf hingewiesen, dass in bis zu 19,7 % der Fälle eine transfusionspflichtige Anämie auftreten kann. Daher ist eine regelmäßige Kontrolle des Blutbildes essenziell, wobei die Blutbildveränderungen nach Absetzen meist reversibel sind.

Häufig gestellte Fragen

Laut StatPearls weist Zidovudin eine hohe Rate an Nebenwirkungen auf, weshalb es oft nicht mehr als Erstlinientherapie empfohlen wird. Bei der Postexpositionsprophylaxe werden aufgrund der besseren Verträglichkeit beispielsweise Tenofovir-haltige Regime bevorzugt.

Der Text gibt an, dass Zidovudin in der Schwangerschaft als relativ sicher gilt und die Plazentaschranke passiert. Es spielt eine entscheidende Rolle bei der Prävention der Übertragung von HIV-1 von der Mutter auf das Kind.

Es wird eine routinemäßige Kontrolle des Blutbildes und der Stoffwechselparameter empfohlen, da Zidovudin Knochenmarksuppression, Hepatotoxizität und Laktatazidose verursachen kann. Leichte Erhöhungen der Leberenzyme sind oft asymptomatisch und erfordern laut Quelle meist keine Dosisanpassung.

Da kein spezifisches Antidot bekannt ist, wird bei einer Überdosierung das sofortige Absetzen des Medikaments empfohlen. Die weitere Behandlung erfolgt symptomatisch unter engmaschiger Überwachung des Blutbildes.

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Quelle: StatPearls: Zidovudine (StatPearls, 2026). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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