StatPearls2026

Ustekinumab Dosierung & Indikation: StatPearls

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: StatPearls (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Ustekinumab ist ein humaner monoklonaler IgG1-Antikörper, der zur Behandlung verschiedener entzündlicher Erkrankungen eingesetzt wird. Die StatPearls-Zusammenfassung beschreibt den Einsatz bei mittelschwerer bis schwerer Plaque-Psoriasis, Psoriasis-Arthritis sowie bei Morbus Crohn und Colitis ulcerosa.

Der Wirkstoff moduliert die T-Zell-Antwort des Körpers, indem er als Antagonist der Interleukine 12 (IL-12) und 23 (IL-23) fungiert. Durch die Blockade der gemeinsamen p40-Untereinheit wird die Interaktion mit dem IL-12Rβ1-Rezeptor auf natürlichen Killerzellen und T-Zellen gehemmt.

Dies führt laut Quelle zu einer Herunterregulierung des Immunsystems und einer Reduktion der Entzündungsreaktion. Die Serumkonzentrationen verhalten sich dabei proportional zur verabreichten Dosis.

Empfehlungen

Die StatPearls-Zusammenfassung formuliert folgende Kernaspekte für den klinischen Einsatz:

Vor Therapiebeginn (Screening)

Vor dem Start einer Therapie mit Ustekinumab wird ein umfassendes Screening auf schwere Infektionen empfohlen. Laut Quelle umfasst dies zwingend den Ausschluss einer Tuberkulose mittels Thorax-Röntgen und Interferon-Gamma-Release-Assay (IGRA).

Zusätzlich wird eine Überprüfung des Varizellen-Antikörperstatus sowie ein Screening auf Hepatitis B, Hepatitis C und HIV empfohlen. Bei weiblichen Personen im gebärfähigen Alter sollte vorab ein Schwangerschaftstest erfolgen.

Therapie und Impfungen

Die Verabreichung von Lebendimpfstoffen unter einer laufenden Therapie mit Ustekinumab ist laut Quelle kontraindiziert.

Es wird darauf hingewiesen, dass die Anwendung während der Schwangerschaft und Stillzeit möglich ist. Basierend auf begrenzten Daten wird kein Risiko für den Fötus oder Säugling erwartet.

Laufendes Monitoring

Während der Behandlung wird eine regelmäßige klinische Überwachung auf die Entwicklung schwerer Infektionen, Malignome oder schwerer Hauterkrankungen empfohlen.

Zusätzlich wird eine laborchemische Kontrolle etwa alle 4 bis 6 Monate angeraten. Diese sollte folgende Parameter umfassen:

  • Großes Blutbild

  • Nierenwerte und Elektrolyte

  • Leberfunktionstests

  • Entzündungsmarker (CRP und BSG)

Die klinische Wirksamkeit sollte gemäß Leitlinie anhand krankheitsspezifischer Messsysteme für Psoriasis, Psoriasis-Arthritis oder chronisch-entzündliche Darmerkrankungen beurteilt werden.

Dosierung

Die Dosierung von Ustekinumab erfolgt indikations- und gewichtsabhängig entweder als subkutane (s.c.) Injektion oder als intravenöse (i.v.) Infusion.

Psoriasis und Psoriasis-Arthritis (Erwachsene)

IndikationKörpergewichtInitialdosis (Woche 0 und 4)Erhaltungsdosis (ab Woche 16)
Psoriasis / Psoriasis-Arthritis≤ 100 kg45 mg s.c.45 mg s.c. alle 12 Wochen
Psoriasis> 100 kg90 mg s.c.90 mg s.c. alle 12 Wochen
Psoriasis-Arthritis mit schwerer Plaque-Psoriasis> 100 kg90 mg s.c.90 mg s.c. alle 12 Wochen

Psoriasis (Kinder und Jugendliche)

KörpergewichtInitialdosis (Woche 0 und 4)Erhaltungsdosis (ab Woche 16)
< 60 kg0,75 mg/kg s.c.0,75 mg/kg s.c. alle 12 Wochen
60 bis 100 kg45 mg s.c.45 mg s.c. alle 12 Wochen
> 100 kg90 mg s.c.90 mg s.c. alle 12 Wochen

Morbus Crohn und Colitis ulcerosa (Erwachsene)

Die Therapie bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen beginnt mit einer einmaligen intravenösen Induktionsdosis, gefolgt von einer subkutanen Erhaltungstherapie.

KörpergewichtEinmalige Induktionsdosis (i.v.)Erhaltungsdosis (s.c.)
< 55 kg260 mg90 mg alle 8 Wochen (Start 8 Wochen nach i.v.-Gabe)
55 bis 85 kg390 mg90 mg alle 8 Wochen (Start 8 Wochen nach i.v.-Gabe)
> 85 kg520 mg90 mg alle 8 Wochen (Start 8 Wochen nach i.v.-Gabe)

Kontraindikationen

Absolute Kontraindikationen

  • Überempfindlichkeit gegen Ustekinumab oder einen der Hilfsstoffe

  • Aktive Infektionen

  • Aktive Tuberkulose

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Die Quelle empfiehlt besondere Vorsicht bei der Anwendung in folgenden Fällen:

  • Latex-Überempfindlichkeit (betrifft die Darreichungsform als Fertigspritze)

  • Personen über 60 Jahre

  • Chronische oder rezidivierende Infektionen

  • Latente Tuberkulose oder erhöhtes Tuberkulose-Risiko

  • Bestehende Malignome oder Malignome in der Anamnese

  • Längere immunsuppressive Therapie

  • Laufende Allergen-Immuntherapie oder Photochemotherapie (PUVA)

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💡Praxis-Tipp

Die Quelle warnt vor einer raschen Entwicklung von kutanen Plattenepithelkarzinomen unter der Therapie mit Ustekinumab. Es wird empfohlen, insbesondere Personen über 60 Jahre oder solche mit vorangegangener Phototherapie beziehungsweise Immunsuppression engmaschig auf die Entstehung von hellem Hautkrebs zu überwachen.

Häufig gestellte Fragen

Laut StatPearls wird eine routinemäßige Kontrolle der Blutwerte etwa alle 4 bis 6 Monate empfohlen. Dies sollte ein großes Blutbild, Nieren- und Leberwerte sowie Entzündungsmarker umfassen.

Die Quelle gibt an, dass Ustekinumab während der Schwangerschaft eingesetzt werden kann. Basierend auf begrenzten Daten wird kein Risiko für den Fötus erwartet.

Die Therapie beginnt mit einer einmaligen, gewichtsadaptierten intravenösen Infusion (260 mg bis 520 mg). Acht Wochen nach dieser Induktionsdosis wird eine subkutane Erhaltungstherapie mit 90 mg alle 8 Wochen empfohlen.

Vor Therapiebeginn wird ein umfassendes Infektionsscreening empfohlen. Dies beinhaltet zwingend den Ausschluss einer Tuberkulose mittels Röntgen-Thorax und IGRA-Test sowie die Testung auf Hepatitis B, C und HIV.

Die Verabreichung von Lebendimpfstoffen ist während der Behandlung mit biologischen Medikamenten wie Ustekinumab kontraindiziert. Der Varizellen-Impfstatus sollte vor Therapiebeginn geklärt und eine Impfung gegebenenfalls vorab durchgeführt werden.

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KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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