StatPearls2026

Child-Pugh-Score bei Lebererkrankungen: StatPearls

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: StatPearls (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die StatPearls-Übersicht beschreibt den Child-Pugh-Score (auch Child-Pugh-Turcotte-Score) zur Vorhersage der Mortalität bei Personen mit Leberzirrhose. Er wurde ursprünglich 1964 entwickelt, um geeignete Kandidaten für elektive Eingriffe zur portalen Dekompression auszuwählen.

Später wurde das System modifiziert, indem der klinische Ernährungszustand durch die Prothrombinzeit ersetzt wurde. Das System teilt die Leberfunktion in drei Kategorien ein: gute Leberfunktion (A), mäßig eingeschränkte Leberfunktion (B) und fortgeschrittene Leberdysfunktion (C).

Als Limitationen des Scores nennt der Text die subjektive Einschätzung von Aszites und Enzephalopathie sowie die fehlende Berücksichtigung der Nierenfunktion. Zudem bietet der Score nur eine begrenzte Differenzierung, weshalb für die Transplantationsallokation mittlerweile der MELD-Score bevorzugt wird.

Empfehlungen

Die StatPearls-Übersicht formuliert folgende Kernaspekte zum Einsatz des Scores:

Berechnung des Child-Pugh-Scores

Der Score setzt sich aus fünf Parametern zusammen, die je nach Ausprägung mit 1 bis 3 Punkten bewertet werden. Häufig wird die INR als Ersatz für die Prothrombinzeit (PT) verwendet.

Kriterium1 Punkt2 Punkte3 Punkte
EnzephalopathieKeineGrad 1 und 2Grad 3 und 4
AszitesKeinerLeichtMäßig
Bilirubin (mg/ml)< 22 bis 3> 3
Albumin (mg/ml)> 3,52,8 bis 3,5< 2,8
Prothrombinzeit (Sek. verlängert)< 44 bis 6> 6
Alternativ: INR< 1,71,7 bis 2,2> 2,2

Klassifikation und Mortalitätsrisiko

Basierend auf der Gesamtpunktzahl erfolgt die Einteilung in drei Schweregrade. Diese korrelieren laut Text mit der 1-Jahres-Gesamtmortalität:

  • Child-Pugh A (5 bis 6 Punkte): 1-Jahres-Mortalität von 0 %

  • Child-Pugh B (7 bis 9 Punkte): 1-Jahres-Mortalität von 20 %

  • Child-Pugh C (10 bis 15 Punkte): 1-Jahres-Mortalität von 55 %

Perioperatives Management

Der Score dient als Prädiktor für die postoperative Mortalität nach portokavalen Shunt-Operationen und anderen großen Eingriffen. Für abdominale Operationen gelten folgende Risikoeinschätzungen:

  • Child-Klasse A: Elektive Operationen gelten im Allgemeinen als sicher (Mortalitätsrate: 10 %).

  • Child-Klasse B: Operationen können nach medizinischer Optimierung durchgeführt werden, bergen jedoch ein erhöhtes Risiko (Mortalitätsrate: 30 %).

  • Child-Klasse C: Elektive Operationen sind kontraindiziert (Mortalitätsrate: 70 bis 80 %).

Kontraindikationen

Laut Text ist eine elektive Operation bei Personen der Child-Klasse C kontraindiziert.

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💡Praxis-Tipp

Es wird darauf hingewiesen, dass der Child-Pugh-Score durch die subjektive Beurteilung von Aszites und Enzephalopathie anfällig für Schwankungen ist. Zudem wird die Nierenfunktion nicht abgebildet, weshalb bei Fragestellungen zur Transplantationspriorisierung der MELD-Score herangezogen werden sollte.

Häufig gestellte Fragen

Der Score berechnet sich aus fünf klinischen und laborchemischen Kriterien. Diese umfassen Bilirubin, Albumin, Prothrombinzeit (oder INR) sowie das Vorhandensein von Aszites und Enzephalopathie.

Ein Child-Pugh-Stadium C liegt bei einer Gesamtpunktzahl von 10 bis 15 Punkten vor. Dies entspricht einer fortgeschrittenen Leberdysfunktion mit einer 1-Jahres-Mortalität von 55 %.

Der Text stuft elektive Operationen bei der Child-Klasse C als kontraindiziert ein. Das Mortalitätsrisiko nach abdominalen Eingriffen liegt in dieser Gruppe bei 70 bis 80 %.

Der Child-Pugh-Score bietet nur zehn mögliche Punktwerte und differenziert die Schwere der Erkrankung im fortgeschrittenen Stadium nicht ausreichend. Der MELD-Score nutzt kontinuierliche Variablen und berücksichtigt zusätzlich die Nierenfunktion.

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Quelle: StatPearls: Use Of The Child Pugh Score In Liver Disease (StatPearls, 2026). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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