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Ulnarbandruptur (Skidaumen): StatPearls Zusammenfassung

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: StatPearls (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die Ulnarbandruptur am Daumen, auch als Skidaumen oder Gamekeeper-Daumen bekannt, ist eine Verletzung des ulnaren Kollateralbandes am ersten Metakarpophalangealgelenk (MCP-Gelenk). Sie entsteht typischerweise durch eine gewaltsame Abduktion oder Hyperextension des Daumens.

Männer sind von dieser Verletzung zu etwa 60 Prozent betroffen. Häufige Ursachen sind Stürze bei sportlichen Aktivitäten wie Skifahren, Baseball und Football, aber auch einfache Stürze bei älteren Menschen.

Das ulnare Kollateralband stabilisiert den Daumen an seiner Basis. Risse werden in partielle, komplette und chronische Läsionen unterteilt und führen zu Schmerzen, Schwellungen und einer Instabilität, insbesondere beim Greifen von Gegenständen.

Empfehlungen

Der StatPearls-Artikel formuliert folgende Kernempfehlungen zur Evaluation und Behandlung:

Klinische Untersuchung

Zur Diagnostik wird ein Valgus-Stresstest bei einer Flexion des ersten MCP-Gelenks von 45 Grad empfohlen. Dabei sollte die betroffene Seite immer mit dem gesunden Daumen verglichen werden, um das Ausmaß der Instabilität zu beurteilen.

Ein Verdacht auf eine Ulnarbandverletzung besteht laut Text bei folgenden Befunden:

  • Eine Laxizität von mehr als 15 bis 20 Grad im Seitenvergleich.

  • Eine absolute Laxizität von mehr als 30 Grad (dringender Verdacht auf Ruptur).

  • Ein fehlender Endpunkt bei der Testung, was auf einen kompletten Riss hindeutet.

Bildgebende Diagnostik

Obwohl die Bildgebung in der Akutphase oft limitiert ist, werden verschiedene Modalitäten mit spezifischen Zielen eingesetzt:

BildgebungIndikation / NutzenDiagnostische Aussagekraft
RöntgenAusschluss von knöchernen VerletzungenErkennt knöcherne Bandausrisse (Avulsionsfrakturen)
UltraschallEchtzeit-Beurteilung der BandlaxizitätDetaillierte Darstellung durch erfahrene Untersucher
MRTDiagnostik von Rissen und RupturenHöchste Sensitivität und Spezifität (nahezu 100 %)

Konservative und operative Therapie

In der Akutphase wird eine Behandlung nach dem PECH-Schema (Pause, Eis, Kompression, Hochlagern) sowie die Ruhigstellung in einer Daumenschiene (Thumb Spica Splint) empfohlen.

Bei partiellen Rissen ist in der Regel eine konservative Therapie ausreichend. Hierbei wird eine Ruhigstellung für drei Wochen empfohlen, gefolgt von Physiotherapie und einer weiteren bedarfsweisen Schienung für insgesamt sechs Wochen.

Eine dringliche Überweisung an einen Handchirurgen wird in folgenden Fällen empfohlen:

  • Vorliegen einer knöchernen Avulsionsfraktur.

  • Signifikante Laxizität (> 15-20 Grad im Seitenvergleich oder > 30 Grad absolut).

  • Komplette Bandrupturen, um eine frühzeitige operative Versorgung zu gewährleisten.

Bei kompletten Rissen ist eine Operation indiziert, um die Entstehung einer sogenannten Stener-Läsion zu verhindern. Bei dieser Komplikation schlägt das gerissene Bandende um und kommt oberflächlich der Adduktor-pollicis-Aponeurose zu liegen, was eine spontane Heilung unmöglich macht.

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💡Praxis-Tipp

Ein häufiger Fehler ist das Übersehen einer Stener-Läsion bei kompletten Ulnarbandrupturen. Es wird nachdrücklich darauf hingewiesen, bei einer absoluten Laxizität von über 30 Grad oder einem fehlenden Anschlag im Valgus-Stresstest frühzeitig einen Handchirurgen hinzuzuziehen, da das umgeschlagene Bandende in diesen Fällen nicht ohne operative Intervention heilen kann.

Häufig gestellte Fragen

Laut StatPearls sollte das erste Metakarpophalangealgelenk (MCP-Gelenk) für die Testung auf 45 Grad flektiert werden. Dies isoliert das ulnare Kollateralband besser als andere Bandstrukturen an der Daumenbasis.

Eine Röntgenaufnahme wird empfohlen, um knöcherne Verletzungen wie eine Avulsionsfraktur an der Basis der proximalen Phalanx auszuschließen. Für die Darstellung des Bandes selbst ist das Röntgenbild jedoch nicht aussagekräftig.

Die Leitlinie empfiehlt bei partiellen Rissen eine initiale Ruhigstellung in einer Daumenschiene für drei Wochen. Anschließend erfolgt Physiotherapie, wobei der Daumen in den Ruhephasen für weitere drei Wochen (insgesamt sechs Wochen) geschient werden sollte.

Bei einer Stener-Läsion migriert das gerissene Ende des ulnaren Kollateralbandes nach oberflächlich und legt sich über die Aponeurose des Musculus adductor pollicis. Da das Band in dieser Position nicht heilen kann, wird eine operative Refixation empfohlen.

Es wird empfohlen, nach der Verletzung mindestens sechs Wochen zu warten, bevor die Rückkehr an den Arbeitsplatz oder in den Sport erfolgt. Eine zu frühe Belastung ohne adäquate Rehabilitation kann zu einem dauerhaften Funktionsverlust führen.

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Quelle: StatPearls: Ulnar Collateral Ligament Injury (Gamekeeper's Thumb) (StatPearls, 2026). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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