Transösophageale Echokardiographie (TEE): StatPearls
Hintergrund
Die transösophageale Echokardiographie (TEE) nutzt Ultraschallwellen zur Untersuchung des Herzens und der großen Gefäße. Laut der StatPearls-Zusammenfassung liefert sie schnell und risikoarm wertvolle Informationen zur Verbesserung der Patientenüberlebensrate.
Besonders im Rahmen eines Herzstillstands in der Notaufnahme wird die TEE als nützliches Instrument beschrieben. Sie dient sowohl der Diagnostik als auch der Überwachung einer effektiven kardiopulmonalen Reanimation (CPR).
Das Verfahren gilt als sensitiver als die transthorakale Echokardiographie. Es wird betont, dass eine interprofessionelle Zusammenarbeit, insbesondere durch die Überwachung durch Pflegepersonal, für die Patientensicherheit essenziell ist.
Empfehlungen
Die StatPearls-Zusammenfassung formuliert folgende Kernaspekte für den Einsatz der TEE:
Indikationen und Vorbereitung
Die Leitlinie nennt als Hauptindikationen instabile Patienten mit ungeklärten hämodynamischen Störungen, Verdacht auf Klappenerkrankungen oder thromboembolische Probleme. Zudem wird der Einsatz zur TEE-gesteuerten Reanimation empfohlen.
Vor der Platzierung der TEE-Sonde wird eine tracheale Intubation sowie ein kontinuierliches Herzmonitoring empfohlen.
Die vier Basis-Notfall-Einstellungen (Rescue Views)
Die Autoren beschreiben vier grundlegende Einstellungen, die bei der Ursachenfindung eines Herzstillstands besonders hilfreich sind. Diese werden in der folgenden Übersicht verglichen:
| TEE-Einstellung | Sondenposition & Winkel | Diagnostischer Fokus |
|---|---|---|
| Midesophageal Four-Chamber (MEFC) | Mittlerer Ösophagus, 0 Grad | Alle 4 Kammern, CPR-Effektivität, Perikarderguss, Lungenembolie (McConnell-Zeichen) |
| Transgastric Midpapillary Short Axis (TGMPSA) | Magen (anteflektiert), 0 Grad | Linksventrikuläre Funktion, Wandbewegungsstörungen (Ischämie-Lokalisation) |
| Midesophageal Long Axis (MELA) | Mittlerer Ösophagus, ca. 120 Grad | LV-Einstrom/Ausstrom, Mitral- und Aortenklappe, Aorta ascendens (Dissektion) |
| Midesophageal Bicaval (MEBC) | Mittlerer Ösophagus (Rechtsrotation) | Linker/Rechter Vorhof, Vena cava, Thrombus-Screening bei Verdacht auf Lungenembolie |
Nachsorge und Komplikationsmanagement
Es wird darauf hingewiesen, dass eine Perforation der Speiseröhre die gefährlichste Komplikation darstellt.
Daher wird nach dem Eingriff die Anfertigung eines Röntgen-Thorax empfohlen, um mögliche Verletzungen frühzeitig zu erkennen.
Kontraindikationen
Die StatPearls-Zusammenfassung unterteilt die Kontraindikationen in absolute und relative:
Absolute Kontraindikationen:
-
Ösophaguserkrankungen (bekannte Strikturen, Divertikel, Varizen oder Tumore)
-
Vorangegangene Operationen an Ösophagus oder Magen
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Perforiertes Hohlorgan
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Unkooperative Patienten
Relative Kontraindikationen:
-
Erkrankungen der Halswirbelsäule
-
Hiatushernie
-
Koagulopathie
-
Vorangegangene Bestrahlung des Brustkorbs
-
Gesichts- oder Atemwegstraumata
💡Praxis-Tipp
Laut den Autoren sind die "Midesophageal Four-Chamber" (MEFC) und die "Transgastric Midpapillary Short Axis" (TGMPSA) die wichtigsten Einstellungen im Rahmen eines Herzstillstands. Es wird hervorgehoben, dass Notfallmediziner sich auf die Beherrschung dieser beiden Ansichten konzentrieren sollten. Zudem wird darauf hingewiesen, dass bei einer kleinen Ösophagusperforation das initiale Röntgenbild unauffällig sein kann und Symptome oft erst nach 24 bis 48 Stunden auftreten.
Häufig gestellte Fragen
Laut der StatPearls-Zusammenfassung ist der "Midesophageal Four-Chamber View" (MEFC) am einfachsten zu erheben und diagnostisch am wertvollsten. Er ermöglicht die Beurteilung der Reanimationseffektivität, des Volumenstatus und den Ausschluss einer Tamponade.
Die Leitlinie beschreibt das sogenannte McConnell-Zeichen im MEFC-View als stark diagnostisch für eine akute, massive Lungenembolie. Dabei zeigt sich ein extrem dilatierter rechter Ventrikel mit Akinesie der freien Wand bei normaler apikaler Kontraktion.
Diese Einstellung zeigt Wandbewegungsstörungen des linken Ventrikels. Laut den Autoren kann dadurch auf das verschlossene Herzkranzgefäß geschlossen werden, was dem Kardiologen kritische Zeit bei der Herzkatheteruntersuchung spart.
Die gefährlichste Komplikation ist die Ösophagusperforation mit einer Rate von etwa 0,03 Prozent. Es wird empfohlen, nach dem Eingriff ein Röntgen-Thorax durchzuführen, um diese auszuschließen.
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Quelle: StatPearls: Transesophageal Echocardiogram (StatPearls, 2026). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.