Transkutane Elektrische Nervenstimulation (TENS): StatPearls
Hintergrund
Die StatPearls-Übersicht beschreibt die transkutane elektrische Nervenstimulation (TENS) als therapeutisches Verfahren zur Schmerzlinderung. Dabei werden über auf der Haut platzierte Elektroden elektrische Ströme appliziert, um periphere Nerven zu aktivieren.
Der Text erklärt, dass TENS sowohl über periphere als auch über zentrale Mechanismen wirkt. Auf peripherer Ebene werden je nach Einstellung großkalibrige (A-β) oder kleinkalibrige (A-δ) afferente Nervenfasern stimuliert.
Zentral führt die afferente Eingabe laut Text zur Aktivierung absteigender hemmender Bahnen. Dabei werden je nach Frequenz unterschiedliche Neurotransmitter und Rezeptoren, wie beispielsweise Opioidrezeptoren, moduliert.
Empfehlungen
Der Text formuliert folgende Kernaspekte zur Anwendung:
Indikationen
Laut Text wird TENS bei verschiedenen akuten und chronischen Schmerzzuständen eingesetzt. Zu den genannten Indikationen gehören unter anderem:
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Postoperative und akute nicht-postoperative Schmerzen
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Kreuzschmerzen und Arthroseschmerzen
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Diabetische periphere Neuropathie und Fibromyalgie
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Neuropathische Schmerzen
Diese Vielseitigkeit ermöglicht den Einsatz in diversen klinischen Szenarien.
TENS-Arten
Der Text unterscheidet drei konzeptionelle Arten der TENS-Anwendung. Diese unterscheiden sich in ihren Parametern und Zielstrukturen:
| TENS-Art | Frequenz | Intensität | Zielstruktur |
|---|---|---|---|
| Konventionelle TENS | Hoch | Niedrig | A-β-Fasern |
| Akupunktur-ähnliche TENS (AL-TENS) | Niedrig | Höher | A-δ-Fasern |
| Intensive TENS | Hoch | Hoch | A-δ-Fasern |
Anwendungstechnik und Parameter
Es wird empfohlen, die Elektroden mindestens 2,5 cm voneinander entfernt im entsprechenden Dermatom des Schmerzes zu platzieren. Die Haut unter den Elektroden muss eine intakte Sensibilität aufweisen.
Um den größten Nutzen zu erzielen, wird laut Text bei den meisten Personen eine Steigerung der Intensität bis zur maximalen, noch komfortablen Stärke empfohlen. Bei postoperativen Schmerzen definiert der Text adäquate Frequenzen als 1 bis 8 Hz für Niederfrequenz-TENS und 25 bis 150 Hz für Hochfrequenz-TENS.
Vermeidung von Toleranz
Der Text weist darauf hin, dass die positive Wirkung von TENS im Laufe der Zeit nachlassen kann. Um einer Gewöhnung vorzubeugen, werden folgende Maßnahmen genannt:
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Einlegen von Behandlungspausen
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Wechsel zwischen hohen und niedrigen Frequenzen während einer Sitzung
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Tägliche Steigerung der TENS-Intensität
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Variation der Elektrodenplatzierung im Zeitverlauf
Weitere pharmakologische Ansätze zur Toleranzvermeidung werden im Text ebenfalls diskutiert.
Kontraindikationen
Der Text nennt mehrere Kontraindikationen und Warnhinweise für die Anwendung von TENS. Eine universelle Kontraindikation besteht bei:
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Schwangerschaft
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Epilepsie
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Vorhandensein eines Herzschrittmachers
Bei diesen Personengruppen ist eine Anwendung laut Text nur dann möglich, wenn die Elektroden nicht an Bauch, Kopf oder Brust platziert werden.
Zudem wird davor gewarnt, Elektroden über aktiven, behandelbaren Tumoren oder in der Nähe von transdermalen Medikamentenpflastern zu platzieren. Die Anwendung während des Autofahrens, beim Bedienen schwerer Maschinen oder im Wasser wird ebenfalls ausgeschlossen.
💡Praxis-Tipp
Der Text hebt hervor, dass die Wirksamkeit von Niederfrequenz-TENS bei Personen, die Opioide zur Schmerzlinderung einnehmen, abgeschwächt sein kann. Dies liegt daran, dass Niederfrequenz-TENS über den μ-Opioidrezeptor vermittelt wird, welcher durch die Medikation bereits besetzt ist. In solchen Fällen wird auf die Relevanz von Hochfrequenz-TENS verwiesen, da diese über den δ-Opioidrezeptor wirkt.
Häufig gestellte Fragen
Laut Text wird empfohlen, die Intensität bis zur maximalen Stärke zu erhöhen, die für die behandelte Person noch angenehm ist. Bei postoperativen Schmerzen wird eine starke, sub-noxische Intensität von über 15 mA als adäquat beschrieben.
Der Text gibt an, dass TENS bei postoperativen Schmerzen effektiver bei bewegungsabhängigen Schmerzen ist. Dazu zählen beispielsweise Schmerzen beim Gehen oder bei der Nutzung eines Atemtrainers, während die Wirkung auf Ruheschmerzen geringer ausfällt.
Grundsätzlich gilt ein Herzschrittmacher laut Text als Kontraindikation für TENS. Eine Anwendung ist jedoch möglich, wenn die Elektroden strikt von Brust, Bauch und Kopf ferngehalten werden.
Um einer Gewöhnung entgegenzuwirken, nennt der Text verschiedene Strategien. Dazu gehören Behandlungspausen, der Wechsel zwischen hohen und niedrigen Frequenzen sowie die Variation der Elektrodenplatzierung.
Der Text warnt vor einer Platzierung über dem vorderen Hals, dem Gesicht und der Brust, da sich dort elektrisch empfindliche Strukturen befinden. Ebenso sind Hautbereiche mit fehlender Sensibilität, aktive Tumore und Stellen nahe transdermalen Pflastern zu meiden.
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Quelle: StatPearls: Transcutaneous Electrical Nerve Stimulation (StatPearls, 2026). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.