StatPearls2026

TIMI Grade Flow: StatPearls Leitlinie

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: StatPearls (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Der akute Myokardinfarkt ist weltweit die führende Todesursache und entsteht durch eine unzureichende Blutversorgung des Herzmuskels. Die Wiederherstellung der Durchblutung mittels Thrombolyse oder perkutaner Koronarintervention (PCI) ist ein zentraler Therapieansatz.

Die StatPearls-Leitlinie beschreibt den "TIMI Grade Flow" (Thrombolysis in Myocardial Infarction), der ursprünglich 1983 entwickelt wurde. Dieses System dient der einheitlichen Beurteilung der epikardialen Perfusion in der Koronarangiographie.

Zusätzlich wird das "TIMI Myocardial Perfusion" (TMP) Grading vorgestellt, welches die mikrovaskuläre Perfusion bewertet. Beide Systeme haben eine hohe klinische Relevanz für die Prognoseabschätzung nach einem Myokardinfarkt.

Empfehlungen

Beurteilung der epikardialen Perfusion (TIMI Grade Flow)

Die Leitlinie beschreibt den TIMI Grade Flow als Goldstandard zur Kategorisierung des epikardialen Blutflusses. Die Einteilung erfolgt in vier Schweregrade:

TIMI GradPerfusionsstatusAngiographische Beschreibung
Grad 0Keine PerfusionKein antegrader Fluss über den Punkt der Okklusion hinaus.
Grad 1Penetration ohne PerfusionKontrastmittel passiert die Obstruktion, füllt aber das distale Koronarbett nicht vollständig aus.
Grad 2Partielle PerfusionKontrastmittel füllt das distale Bett, aber Eintritt oder Clearance sind erkennbar verlangsamt.
Grad 3Komplette PerfusionNormaler antegrader Fluss und rasche Clearance, vergleichbar mit nicht betroffenen Gefäßen.

Beurteilung der mikrovaskulären Perfusion (TMP Grade)

Laut Leitlinie kann trotz eines normalen epikardialen Flusses (TIMI 3) ein "No-Reflow"-Phänomen im Myokard vorliegen. Zur Beurteilung der Mikrozirkulation wird das TMP-Grading mittels myokardialer Kontrastechokardiographie herangezogen:

TMP GradPerfusionsstatusBeschreibung der Kontrastmitteldichte ("Blush")
Grad 0Keine GewebeperfusionKontrastmittel tritt nicht in die Mikrozirkulation ein; minimales oder kein "Blush".
Grad 1Langsamer Eintritt, kein Austritt"Blush" füllt das Myokard, klärt sich aber nicht; Färbung bleibt bei der nächsten Injektion bestehen.
Grad 2Verzögerter Eintritt und Austritt"Blush" ist am Ende der Auswaschphase (nach drei Herzzyklen) noch stark persistent.
Grad 3Normale Perfusion"Blush" klärt sich normal und ist am Ende der Auswaschphase verschwunden oder nur noch leicht/mäßig persistent.

Klinische Prognose und Risikostratifizierung

Die Leitlinie hebt folgende prognostische Zusammenhänge hervor:

  • Ein frühes Erreichen eines TIMI-3-Flusses korreliert mit einer verbesserten Überlebensrate nach Thrombolyse oder primärer PCI.

  • Die Kombination aus TIMI Grade Flow und TMP-Grading ermöglicht eine präzise Risikostratifizierung der Mortalität nach einem ST-Hebungs-Myokardinfarkt (STEMI).

  • Patienten mit einem TIMI-3-Fluss vor einer Angioplastie entwickeln seltener linksventrikuläre Komplikationen.

  • Ein niedriger TIMI-Fluss (Grad 0-2) nach einer PCI bei STEMI-Patienten mit kardiogenem Schock ist mit einem erhöhten Mortalitätsrisiko assoziiert.

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💡Praxis-Tipp

Ein normaler epikardialer Blutfluss (TIMI Grad 3) in der Angiographie schließt eine mangelhafte Gewebeperfusion nicht aus. Laut Leitlinie weisen einige Patienten trotz TIMI-3-Fluss ein "No-Reflow"-Phänomen im Myokard (TMP Grad 0) auf. Dieses Phänomen ist ein unabhängiger Prädiktor für die Mortalität.

Häufig gestellte Fragen

Der TIMI Grade Flow beurteilt den epikardialen Blutfluss in den großen Koronargefäßen. Der TMP Grade (TIMI Myocardial Perfusion) bewertet hingegen die mikrovaskuläre Gewebeperfusion auf Kapillarebene.

Laut Daten der GUSTO-Studie, die in der Leitlinie zitiert werden, ist eine fehlende Durchgängigkeit (TIMI 0 oder 1) nach 90 Minuten mit einer Mortalität von 8,9 Prozent assoziiert. Bei einem vollständigen TIMI-Fluss von 3 sinkt die Mortalität auf 4,4 Prozent.

Der TFC ist eine quantitative Methode zur Beurteilung des epikardialen Flusses. Er misst die Anzahl der angiographischen Bilder (Frames), die das Kontrastmittel benötigt, um standardisierte distale Orientierungspunkte zu erreichen.

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KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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