StatPearls2026

Absaugen der Atemwege: StatPearls Leitlinie

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: StatPearls (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die StatPearls-Leitlinie (2026) beschreibt das Vorgehen beim Absaugen der Atemwege. Dieses Verfahren ist essenziell für die Entfernung von Sekret aus den oberen und unteren Atemwegen bei Personen, die diese nicht selbstständig freihalten können.

Eine unzureichende Sekret-Clearance kann zu einem Ventilations-Perfusions-Mismatch und lebensbedrohlichen Atemwegsobstruktionen führen. Das Absaugen reduziert tracheobronchiale Sekrete, unterstützt den Gasaustausch und senkt das Risiko für Infektionen sowie Atelektasen.

Laut Leitlinie wird das Absaugen bei sichtbarem Sekret, groben Atemgeräuschen oder einem erhöhten Atemwegswiderstand notwendig. Auch ein sägezahnartiges Muster in der Beatmungskurve kann auf einen akuten Absaugbedarf hinweisen.

Empfehlungen

Indikationen

Die Leitlinie nennt folgende Hauptindikationen für das Absaugen der Atemwege:

  • Vorhandensein künstlicher Atemwege (z. B. Endotracheal- oder Tracheostomiekanülen)

  • Eingeschränkter Hustenreflex durch Sedierung oder veränderten Bewusstseinszustand

  • Neuromuskuläre Erkrankungen mit ausgeprägter Muskelschwäche

  • Sichtbare Aspiration oder übermäßige Sekretproduktion

Vorbereitung und Equipment

Es wird empfohlen, den Durchmesser des Absaugkatheters so zu wählen, dass er maximal die Hälfte des Innendurchmessers des künstlichen Atemwegs einnimmt. Für das oropharyngeale Absaugen wird ein Yankauer-Sauger beschrieben, während für nasopharyngeale oder tracheale Zugänge flexible Katheter genutzt werden.

Die Leitlinie betont die Notwendigkeit einer Präoxygenierung vor dem Absaugvorgang. Dies stabilisiert den systolischen Blutdruck sowie die Herzfrequenz und beugt einer Hypoxie vor.

Absaugdrücke nach Altersgruppe

Um Komplikationen zu vermeiden, wird eine altersgerechte Anpassung des Absaugdrucks empfohlen:

AltersgruppeEmpfohlener Absaugdruck
Erwachsene100 bis 150 mmHg
Kinder100 bis 120 mmHg
Säuglinge80 bis 100 mmHg
Neugeborene60 bis 80 mmHg

Durchführung

Für den eigentlichen Absaugvorgang formuliert der Text folgende technische Vorgaben:

  • Der Katheter wird ohne Sog eingeführt und darf nicht über einen spürbaren Widerstand hinaus vorgeschoben werden.

  • Der Sog wird ausschließlich während des Zurückziehens unter leicht rollenden Bewegungen appliziert.

  • Ein einzelner Absaugvorgang ist auf maximal 10 bis 15 Sekunden zu begrenzen, um Schleimhautverletzungen zu vermeiden.

  • Zwischen mehreren Absaugmanövern wird eine Reoxygenierung von mindestens 60 Sekunden empfohlen.

Technik-Vergleiche und veraltete Praktiken

Die Leitlinie rät von routinemäßigen, zeitgesteuerten Absaugintervallen ab und empfiehlt stattdessen ein rein bedarfsgerechtes Absaugen. Dies reduziert das Risiko für beatmungsassoziierte Pneumonien und Schleimhautschäden.

Zudem wird von der früher üblichen Instillation von Kochsalzlösung in die Atemwege abgeraten. Diese Praxis bietet laut Leitlinie keinen klinischen Nutzen und ist mit Arrhythmien, Sauerstoffentsättigungen und Atemwegstraumata assoziiert.

Kontraindikationen

Es gibt laut Leitlinie keine absoluten Kontraindikationen für das Absaugen der Atemwege. Es wird jedoch zu besonderer Vorsicht bei Personen mit vorbestehenden Traumata der oberen Atemwege geraten, da das Manöver die Verletzung verschlimmern kann.

Zudem können Zustände wie Bradykardie, Arrhythmien oder Hypoxie durch die vagale Stimulation oder transiente Entsättigung während des Absaugens provoziert oder verstärkt werden.

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💡Praxis-Tipp

Die Leitlinie warnt ausdrücklich vor der routinemäßigen Instillation von Kochsalzlösung zur Sekretlösung vor dem Absaugen. Diese Maßnahme bringt keinen messbaren klinischen Nutzen, erhöht jedoch das Risiko für Arrhythmien, Sauerstoffentsättigungen und Atemwegstraumata signifikant.

Häufig gestellte Fragen

Laut Leitlinie wird der Katheter beim nasopharyngealen Absaugen etwa 12 bis 15 cm und beim oropharyngealen Absaugen etwa 7 bis 10 cm vorgeschoben. Er darf niemals über einen spürbaren Widerstand hinaus eingeführt werden.

Die Leitlinie empfiehlt, jeden Absaugvorgang auf maximal 10 bis 15 Sekunden zu begrenzen. Dies minimiert das Risiko für Schleimhautverletzungen und klinisch relevante Hypoxien.

Es wird empfohlen, dass der Durchmesser des Absaugkatheters maximal die Hälfte des Innendurchmessers des künstlichen Atemwegs beträgt. Dies verhindert den Aufbau eines zu starken negativen Drucks in den Atemwegen.

Die Leitlinie rät von einem routinemäßigen, zeitgesteuerten Absaugen ab. Es wird stattdessen ein rein bedarfsgerechtes Absaugen empfohlen, um unnötige Komplikationen zu vermeiden.

Ja, die Leitlinie empfiehlt eine Präoxygenierung vor dem Eingriff, um Hypoxien vorzubeugen. Zudem stabilisiert dies den systolischen Blutdruck und die Herzfrequenz während des Absaugens.

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Quelle: StatPearls: Surgical Airway Suctioning (StatPearls, 2026). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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