StatPearls2026

Segond-Fraktur: StatPearls

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: StatPearls (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die Segond-Fraktur ist eine knöcherne Ausrissfraktur (Avulsionsfraktur) an der lateralen proximalen Tibia. Sie entsteht typischerweise durch eine forcierte Innenrotation unter Varusstress.

Laut der StatPearls-Zusammenfassung ist diese Verletzung von hoher klinischer Relevanz, da sie als pathognomonisch für eine Ruptur des vorderen Kreuzbandes (VKB) gilt. In 75 bis 100 Prozent der Fälle liegt eine begleitende VKB-Ruptur vor.

Eine isolierte Segond-Fraktur stellt eine absolute Ausnahme dar und wird fast ausschließlich bei Kindern beschrieben. Dennoch wird auch in der Pädiatrie eine vollständige Abklärung auf Bandverletzungen empfohlen.

Empfehlungen

Klinische Untersuchung

Da die Segond-Fraktur stark mit Kreuzbandrissen assoziiert ist, wird eine umfassende klinische Prüfung der Kniegelenksstabilität empfohlen. Der Lachman-Test wird als sensitivste Untersuchungsmethode zur Beurteilung des vorderen Kreuzbandes hervorgehoben.

Zusätzlich wird die Überprüfung aller weiteren Kniebänder angeraten. Dies umfasst den vorderen und hinteren Schubladen-Test, die Varus-/Valgus-Stresstestung sowie den Pivot-Shift-Test.

Bildgebende Diagnostik

Die Primärdiagnostik erfolgt laut Quelle mittels konventionellem Röntgen. Die Fraktur zeigt sich typischerweise in der anterior-posterioren (AP) Aufnahme als Knochenfragment an der lateralen proximalen Tibia.

Eine Magnetresonanztomographie (MRT) ist zwingend erforderlich, um die begleitenden Band- und Meniskusverletzungen zu beurteilen. Eine Computertomographie (CT) wird für die Routinediagnostik nicht empfohlen.

Therapie und Management

Die initiale Behandlung erfolgt konservativ und unterstützend. Es werden folgende Maßnahmen empfohlen:

  • Ruhigstellung und Hochlagern des betroffenen Knies

  • Kühlung und einfache Analgesie

  • Frühzeitige Nutzung von Gehhilfen und Knieorthesen zur Stabilisierung

Die chirurgische Intervention richtet sich primär nach den Begleitverletzungen (wie der VKB-Ruptur) und nicht nach der Segond-Fraktur selbst. Es gibt keine Evidenz dafür, dass das Knochenfragment zwingend refixiert werden muss.

Eine direkte operative Refixation der Segond-Fraktur (mittels Naht, Fadenanker oder Schraube) stellt lediglich eine Option dar. Unabhängig von der Therapieform wird eine strukturierte, interprofessionelle Rehabilitation empfohlen.

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💡Praxis-Tipp

Ein Nachweis einer Segond-Fraktur im konventionellen Röntgenbild sollte immer als Warnsignal für eine komplexe Kniebinnenverletzung, insbesondere eine Ruptur des vorderen Kreuzbandes, gewertet werden. Es wird davon abgeraten, die Verletzung als isolierte Fraktur zu behandeln, ohne eine weiterführende MRT-Diagnostik zum Ausschluss von Bandverletzungen durchzuführen. Zudem sollte die Fraktur radiologisch vom "Arcuate Sign" (Ausriss am Fibulaköpfchen) abgegrenzt werden, welches auf eine posterolaterale Instabilität hindeutet.

Häufig gestellte Fragen

Eine Segond-Fraktur ist ein knöcherner Bandausriss an der Außenseite des proximalen Schienbeins (Tibia). Sie entsteht meist durch eine gewaltsame Innenrotation bei gleichzeitiger Varusbelastung des Kniegelenks.

Die Fraktur gilt als pathognomonisch für einen Riss des vorderen Kreuzbandes (VKB). Laut StatPearls-Zusammenfassung tritt sie in 75 bis 100 Prozent der Fälle gemeinsam mit einer VKB-Ruptur auf.

Die primäre Diagnose wird durch ein konventionelles Röntgenbild (AP-Aufnahme) gestellt. Zur Beurteilung der fast immer vorhandenen Begleitverletzungen an Bändern und Menisken wird anschließend eine MRT-Untersuchung empfohlen.

Die Fraktur selbst erfordert in der Regel keine operative Fixierung. Eine eventuelle Operation richtet sich laut Quelle primär nach den begleitenden Bandverletzungen, wie etwa der Notwendigkeit einer Kreuzbandrekonstruktion.

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Quelle: StatPearls: Segond Fracture (StatPearls, 2026). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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