StatPearls2026

Rechtsschenkelblock (RSB): StatPearls Leitlinie

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: StatPearls (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Der Rechtsschenkelblock (RSB) ist eine elektrokardiografische Auffälligkeit, die durch eine verzögerte Depolarisation des rechten Ventrikels entsteht. Laut der StatPearls-Zusammenfassung nimmt die Inzidenz mit dem Alter zu und betrifft bis zu 11,3 % der 80-Jährigen.

Ein isolierter RSB verläuft meist asymptomatisch und wird häufig als Zufallsbefund im EKG entdeckt. Bei der körperlichen Untersuchung kann ein gespaltener zweiter Herzton auffallen.

Die Ursachen umfassen strukturelle Veränderungen, Ischämien, erhöhten rechtsventrikulären Druck (wie bei Lungenembolie oder Cor pulmonale) sowie iatrogene Auslöser durch Rechtsherzkatheteruntersuchungen. Auch idiopathische Fibrosierungen des Reizleitungssystems (Morbus Lenègre oder Morbus Lev) werden als Auslöser beschrieben.

Empfehlungen

Die Leitlinie formuliert folgende Kernaspekte zur Diagnostik und zum Management des Rechtsschenkelblocks:

Diagnostik

Die Diagnose eines kompletten Rechtsschenkelblocks basiert auf spezifischen EKG-Veränderungen. Die Leitlinie definiert folgende diagnostische Kriterien:

EKG-AbleitungCharakteristisches Kriterium
Alle AbleitungenQRS-Dauer $\ge$ 120 Millisekunden
V1 und V2RSR'-Konfiguration
I und V6S-Zacke breiter als R-Zacke oder S-Zacke > 40 Millisekunden
V5 und V6Normale R-Gipfelzeit
V1R-Gipfelzeit > 50 Millisekunden
Präkordiale AbleitungenDiskordante T-Wellen (negativ rechtspräkordial, positiv linkspräkordial)

Zur Abgrenzung wird darauf hingewiesen, dass ein inkompletter Rechtsschenkelblock ähnliche morphologische Merkmale aufweist, jedoch mit einer QRS-Dauer von 100 bis 119 Millisekunden einhergeht.

Therapie und Management

Laut Leitlinie erfordert ein isolierter, asymptomatischer Rechtsschenkelblock in der Regel keine spezifische Behandlung. Es wird jedoch eine kardiologische Vorstellung empfohlen, um zugrunde liegende Herzerkrankungen auszuschließen.

Für symptomatische Patienten oder solche mit Begleiterkrankungen gelten folgende Prinzipien:

  • Bei Herzinsuffizienz mit reduzierter Ejektionsfraktion und gleichzeitigem RSB ist eine kardiale Resynchronisationstherapie (CRT) indiziert.

  • Ohne adäquate Behandlung bei zugrunde liegender Herzerkrankung wird auf eine verminderte Lebensqualität und verkürzte Lebenserwartung hingewiesen.

Prognose

Die Leitlinie betont, dass ein RSB bei herzgesunden Patienten kein zusätzliches Risiko darstellt.

Bei Vorliegen einer kardiovaskulären Erkrankung, Herzinsuffizienz oder eines Myokardinfarkts gilt der RSB jedoch als unabhängiger Risikofaktor für die Gesamtmortalität.

Kontraindikationen

Die Leitlinie warnt vor einem erhöhten Risiko für einen kompletten Herzblock bei Rechtsherzkatheteruntersuchungen, wenn bei dem Patienten bereits ein Linksschenkelblock (LSB) vorliegt. Dies ist auf das Risiko eines iatrogen induzierten Rechtsschenkelblocks während der Prozedur zurückzuführen.

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💡Praxis-Tipp

Es wird hervorgehoben, dass ein Rechtsschenkelblock die Beurteilung der ST-Strecken im EKG nicht in gleicher Weise beeinträchtigt wie ein Linksschenkelblock. Daher behindert ein RSB laut Leitlinie nicht die elektrokardiografische Diagnostik eines akuten Myokardinfarkts.

Häufig gestellte Fragen

Laut Leitlinie erfordert ein isolierter und asymptomatischer Rechtsschenkelblock keine spezifische Therapie. Es wird lediglich eine einmalige kardiologische Abklärung empfohlen, um strukturelle Herzerkrankungen auszuschließen.

Die Leitlinie definiert den kompletten Rechtsschenkelblock durch eine QRS-Dauer von mindestens 120 Millisekunden. Ein inkompletter Rechtsschenkelblock weist hingegen ähnliche morphologische Veränderungen auf, jedoch bei einer QRS-Dauer von 100 bis 119 Millisekunden.

Bei Patienten mit Herzinsuffizienz und reduzierter Ejektionsfraktion ist ein Rechtsschenkelblock mit einer erhöhten Mortalität assoziiert. In diesen Fällen wird laut Leitlinie eine kardiale Resynchronisationstherapie (CRT) empfohlen.

Ja, die Leitlinie beschreibt, dass ein Rechtsschenkelblock iatrogen verursacht werden kann. Häufige Auslöser sind Rechtsherzkatheteruntersuchungen oder die Alkoholablation bei hypertropher Kardiomyopathie.

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KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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