StatPearls2026

Atemmuskeltraining (RMST): StatPearls Leitlinie

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: StatPearls (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Das Atemmuskeltraining (Respiratory Muscle Strength Training, RMST) zielt darauf ab, die Kraft und Ausdauer der Atemmuskulatur wie Zwerchfell und Interkostalmuskeln zu verbessern. Die StatPearls-Leitlinie beschreibt, dass diese Muskeln durch gezieltes Widerstands- und Ausdauertraining eine strukturelle Anpassung erfahren.

Durch eine progressive Überlastung kommt es zu einer Hypertrophie und einer verbesserten Kontraktionskraft. Dies optimiert die Mechanik der Brustwand sowie die Lungenvolumina und kann das Risiko für pulmonale Komplikationen wie Pneumonien senken.

RMST wird in verschiedenen klinischen Umgebungen wie Intensivstationen oder Rehabilitationseinrichtungen eingesetzt. Es umfasst sowohl das inspiratorische (IMS) als auch das exspiratorische (EMS) Muskelkrafttraining.

Empfehlungen

Trainingsprotokolle und Geräte

Laut Leitlinie werden für das Training Druckschwellenventile, Widerstandsgeräte oder die Anreizspirometrie (Incentive Spirometry) verwendet. Die initiale Trainingslast wird mithilfe eines Druckmessgeräts wie einem digitalen Manometer oder einem Peak-Flow-Meter bestimmt.

Für die Trainingsintensität werden folgende Parameter unterschieden:

TrainingszielIntensität (% des Maximaldrucks)Wiederholungszahl
Krafttraining55 - 80 %Geringer
Ausdauertraining30 - 40 %Höher

Die Leitlinie beschreibt ein typisches Trainingsprotokoll mit zwei bis drei Einheiten täglich an drei bis fünf Tagen pro Woche. Ein solcher Zyklus erstreckt sich über fünf bis sechs Wochen, wobei pro Sitzung mehr als 10 Wiederholungen absolviert werden.

Indikationen für inspiratorisches Training (IMS)

Das IMS-Training zielt primär auf das Zwerchfell und die äußeren Interkostalmuskeln ab. Es ist indiziert bei einer verminderten Einatemfähigkeit, die sich durch einen niedrigen maximalen inspiratorischen Druck auszeichnet.

Die Leitlinie nennt unter anderem folgende Indikationen für ein IMS-Training:

  • Entwöhnung von der mechanischen Beatmung (Weaning)

  • Chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD) und Herzinsuffizienz

  • Neurologische Erkrankungen wie Multiple Sklerose, Parkinson und Rückenmarksverletzungen

  • Paradoxe Stimmlippenbewegung

Indikationen für exspiratorisches Training (EMS)

Das EMS-Training fokussiert sich auf die inneren Interkostalmuskeln und die Bauchmuskulatur. Es wird eingesetzt, um den Hustenstoß zu stärken, die Sekretmobilisation zu verbessern und die Stimmintensität zu erhöhen.

Zu den spezifischen Indikationen für ein EMS-Training gehören:

  • Amyotrophe Lateralsklerose (ALS)

  • Rückenmarksverletzungen

  • Schluckstörungen und Phonationsprobleme bei Parkinson-Krankheit

Klinische Wirksamkeit

Bei Patienten mit COPD verbessert das IMS-Training als alleinige Therapie die Dyspnoe und die funktionelle Belastungskapazität. Bei schwerer COPD kann es zudem die Weaning-Ergebnisse nach mechanischer Beatmung positiv beeinflussen.

Auch bei neuromuskulären Erkrankungen, Asthma und Long-COVID-Symptomen zeigt das Training laut Leitlinie eine signifikante Verbesserung der maximalen Atemdrücke.

Kontraindikationen

Die Leitlinie führt verschiedene Kontraindikationen auf, bei denen ein Atemmuskeltraining nicht durchgeführt werden sollte. Dazu zählen unkontrollierte Erkrankungen, bei denen körperliche Belastung generell kontraindiziert ist.

Folgende spezifische Kontraindikationen werden genannt:

  • Akuter zerebrovaskulärer Insult und unbehandelte Hypertonie

  • Akutes Delir und hämodynamische Instabilität

  • Perforiertes Trommelfell und Spontanpneumothorax

  • Rippenfrakturen, Osteoporose und kürzliche Bauchoperationen

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💡Praxis-Tipp

Laut Leitlinie ist die Adhärenz beim Atemmuskeltraining oft gering, da das Atmen nahe der funktionellen Reservekapazität zu einer raschen Muskelermüdung führt. Es wird beschrieben, dass bis zu 50 Prozent der Patienten die Therapieprotokolle nicht vollständig abschließen. Daher wird eine engmaschige interprofessionelle Betreuung empfohlen, um die Toleranz zu überwachen und die Trainingslast bei Bedarf anzupassen.

Häufig gestellte Fragen

Laut Leitlinie kommen Druckschwellenventile, Widerstandsgeräte sowie die Anreizspirometrie (Incentive Spirometry) zum Einsatz. Digitale Geräte können zudem Echtzeit-Feedback zu Parametern wie dem maximalen inspiratorischen Druck geben.

Die Leitlinie beschreibt ein typisches Protokoll mit zwei bis drei Trainingseinheiten täglich an drei bis fünf Tagen pro Woche. Ein solcher Trainingszyklus erstreckt sich in der Regel über fünf bis sechs Wochen.

Es sind keine formal anerkannten schwerwiegenden Nebenwirkungen bekannt. Die Leitlinie erwähnt jedoch, dass Muskelermüdung, Kopfschmerzen oder Schwindel auftreten können, insbesondere wenn mit hohem Widerstand trainiert wird.

Ja, das inspiratorische Muskeltraining wird bei Patienten mit schwerer COPD eingesetzt, bei denen das Weaning von der mechanischen Beatmung zuvor gescheitert ist. Es kann die maximalen Atemdrücke erhöhen und die Weaning-Ergebnisse verbessern.

Das exspiratorische Muskelkrafttraining zielt primär auf die Stärkung der inneren Interkostalmuskeln und der Bauchmuskulatur ab. Dies dient unter anderem der Verbesserung des Hustenstoßes und der Sekretmobilisation.

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KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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