StatPearls2026

Muskeleigenreflexe (DTR): StatPearls Übersicht

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: StatPearls (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die StatPearls-Übersicht (2026) beschreibt die Physiologie und klinische Bedeutung der Muskeleigenreflexe (Deep Tendon Reflexes, DTR). Diese Reflexe sind ein essenzieller Bestandteil der neurologischen Untersuchung zur Beurteilung von afferenten Nerven, spinalen Synapsen und absteigenden motorischen Bahnen.

Der Text erläutert, dass es sich um einen monosynaptischen Reflexbogen handelt. Dieser besteht aus einem sensorischen Ia-afferenten Neuron und einem motorischen Alpha-Motoneuron im Vorderhorn des Rückenmarks.

Eine korrekte Untersuchungstechnik und Interpretation sind laut Text entscheidend für die klinische Diagnostik. Sie ermöglichen die Unterscheidung zwischen Läsionen des ersten (Upper Motor Neuron) und zweiten Motoneurons (Lower Motor Neuron).

Empfehlungen

Der Text formuliert folgende Kernaspekte zur Reflexprüfung:

Untersuchungstechnik

Für eine zuverlässige Reflexprüfung wird eine entspannte Haltung der untersuchten Person vorausgesetzt. Der Text beschreibt folgende methodische Grundlagen:

  • Verwendung eines geeigneten Reflexhammers mit einem Gewicht von 80 bis 140 Gramm.

  • Bei fehlender Auslösbarkeit an der unteren Extremität wird der Jendrassik-Handgriff empfohlen.

  • Hierbei werden die Zähne zusammengebissen und die Hände ineinander verhakt auseinandergezogen, um die absteigende Hemmung zu reduzieren.

  • Es wird betont, dass bei Auffälligkeiten stets ein Seitenvergleich durchgeführt werden sollte.

Wichtige Reflexe und Segmente

Die Übersicht ordnet den primären Muskeleigenreflexen folgende Segmente und Nerven zu:

  • Bizepssehnenreflex: Segmente C5-C6, Nervus musculocutaneus.

  • Brachioradialisreflex: Segmente C5-C6, Nervus radialis.

  • Trizepssehnenreflex: Segmente C7-C8, Nervus radialis.

  • Patellarsehnenreflex: Segmente L2-L4, Nervus femoralis.

  • Achillessehnenreflex: Segmente S1-S2, Nervus tibialis.

NINDS-Graduierungssystem

Zur standardisierten Bewertung der Reflexantwort wird die validierte Skala des National Institute of Neurological Disorders and Stroke (NINDS) herangezogen:

GradReflexantwort
0Reflex fehlt
1Abgeschwächt (inklusive Spuren oder nur mit Bahnung auslösbar)
2Untere Hälfte des Normalbereichs
3Obere Hälfte des Normalbereichs
4Gesteigert (mehr als normal, schließt Klonus mit ein)

Klinische Interpretation

Die Ausprägung der Reflexantwort liefert laut Text wichtige Hinweise auf die Lokalisation einer Läsion:

  • Hyperreflexie: Weist auf eine Läsion des ersten Motoneurons (suprasegmental) hin.

  • Hyporeflexie oder Areflexie: Deutet auf eine Läsion des zweiten Motoneurons, der Nervenwurzeln oder peripherer Nerven hin.

  • Ein fehlender Reflex in Kombination mit Sensibilitätsverlust spricht für eine Schädigung des afferenten Schenkels.

  • Ein fehlender Reflex mit Lähmung und Muskelatrophie deutet auf eine Schädigung des efferenten Schenkels hin.

Kontraindikationen

Der Text warnt vor einem neu aufgetretenen Verlust der Muskeleigenreflexe bei Schwangeren, die eine Magnesiumsulfat-Infusion erhalten. Dies wird als hartes klinisches Zeichen einer beginnenden Magnesiumtoxizität gewertet.

In einem solchen Fall wird der sofortige Abbruch der Magnesiuminfusion beschrieben.

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💡Praxis-Tipp

Laut Text ist ein Klonus niemals ein Normalbefund und erfordert stets eine weiterführende Diagnostik. Während eine beidseitige Hyperreflexie physiologisch sein kann, deutet ein Klonus auf eine Läsion der absteigenden motorischen Bahnen hin, wie sie bei Schlaganfällen, Multipler Sklerose oder Rückenmarksverletzungen auftritt.

Häufig gestellte Fragen

Die untersuchte Person beißt die Zähne zusammen, winkelt die Ellbogen an und zieht die ineinander verhakten Hände kräftig auseinander. Der Text beschreibt, dass dieses Manöver die absteigende Hemmung des Gehirns auf den Reflexbogen verringert und die Reflexauslösung erleichtert.

Laut Text deutet eine Asymmetrie im Seitenvergleich auf eine pathologische Veränderung hin. Wenn beispielsweise alle Reflexe der linken Körperhälfte hyperaktiv sind, lässt dies auf eine Unterbrechung der kortikospinalen Bahnen oberhalb des höchsten hyperaktiven Reflexes schließen.

Eine Areflexie wird meist durch periphere Neuropathien verursacht, beispielsweise infolge von Diabetes mellitus, Alkoholismus oder Vitaminmangel. Der Text nennt zudem das Cauda-equina-Syndrom als mögliche Ursache für beidseitig fehlende Achillessehnenreflexe.

Der Brachioradialisreflex testet den Nervus radialis und die Rückenmarkssegmente C5 bis C6. Als Reflexantwort wird eine Flexion und Supination des Unterarms beschrieben.

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Quelle: StatPearls: Physiology, Deep Tendon Reflexes (StatPearls, 2026). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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