StatPearls2026

Peak-Flow-Messung bei Asthma: StatPearls Leitlinie

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: StatPearls (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die Peak-Expiratory-Flow-Messung (PEF) ist ein zentrales Instrument im Asthma-Management. Sie bietet eine objektive Beurteilung der Atemwegsobstruktion, insbesondere wenn keine Spirometrie verfügbar ist.

Die Messung erfordert eine maximale Anstrengung des Anwenders, da Faktoren wie Muskelkraft, Atemzugtiefe und Atemwegskaliber das Ergebnis beeinflussen. Eine korrekte Technik ist daher essenziell für valide Messwerte.

Durch die Ermittlung eines persönlichen Bestwertes lassen sich individualisierte Asthma-Aktionspläne erstellen. Diese Pläne unterstützen das Selbstmanagement und helfen bei der frühzeitigen Erkennung von Exazerbationen.

Empfehlungen

Die StatPearls-Leitlinie formuliert folgende Kernempfehlungen zur Peak-Flow-Messung:

Indikationen

Die primäre Indikation ist das Selbstmanagement von Asthmasymptomen basierend auf einem schriftlichen Aktionsplan. Zudem wird die Messung zur Beurteilung des Schweregrads und des Therapieansprechens bei akuten Exazerbationen bei Erwachsenen und Jugendlichen empfohlen.

Bei Verdacht auf berufsbedingtes Asthma können serielle Messungen am Arbeitsplatz und außerhalb hilfreich sein. Bei Kindern unter 12 Jahren wird die Messung während einer akuten Exazerbation aufgrund der benötigten Kooperation nicht routinemäßig empfohlen.

Durchführung und Technik

Für eine korrekte Messung wird folgender Ablauf empfohlen:

  • Der Zeiger wird auf null gestellt und eine aufrechte Körperhaltung eingenommen.

  • Nach maximal tiefer Einatmung wird das Mundstück mit den Lippen fest umschlossen, ohne die Öffnung mit der Zunge zu blockieren.

  • Anschließend erfolgt eine so harte und schnelle Ausatmung wie möglich für maximal zwei Sekunden.

  • Dieser Vorgang wird noch zweimal wiederholt und der höchste der drei Werte notiert.

Es wird empfohlen, die Technik bei Kontrollterminen regelmäßig zu überprüfen und nachzuschulen. Der persönliche Bestwert sollte jährlich neu ermittelt werden, um Krankheitsprogression oder Wachstum bei Kindern zu berücksichtigen.

Ermittlung des persönlichen Bestwerts

Der persönliche Bestwert sollte in einer symptomfreien Phase ermittelt werden. Hierfür wird eine Messung zwei- bis viermal täglich über einen Zeitraum von zwei Wochen empfohlen.

Interpretation und Zonenmodell

Die Leitlinie empfiehlt die Einteilung der Peak-Flow-Werte in ein Ampelsystem, das an den persönlichen Bestwert gekoppelt ist. Ein Wert unter 50 Prozent, der sich trotz aggressiver Therapie nicht bessert, macht eine stationäre Aufnahme erforderlich.

ZonePeak-Flow-WertEmpfohlene Maßnahme
Grüne Zone80-100 % des BestwertsBeibehaltung der aktuellen Therapie
Gelbe Zone50-80 % des BestwertsAnwendung des Aktionsplans (Beginn mit Bronchodilatatoren)
Rote Zone< 50 % des BestwertsSofortige Bronchodilatator-Gabe und ärztliche Kontaktaufnahme

Kontraindikationen

Die Leitlinie nennt folgende Einschränkungen und Faktoren, die die Messgenauigkeit beeinträchtigen können:

  • Suboptimale Anstrengung oder fehlerhafte Technik führen zu falsch-niedrigen Werten.

  • Erkrankungen der Brustwand, Adipositas und Muskelschwäche können den Peak-Flow unabhängig von einer Atemwegsobstruktion reduzieren.

  • Bei schwerem Asthma kann die Messung das tatsächliche Ausmaß der Atemwegsobstruktion unterschätzen.

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💡Praxis-Tipp

Ein häufiger Fehler ist das alleinige Verlassen auf Peak-Flow-Werte ohne Berücksichtigung der klinischen Symptomatik. Die Leitlinie warnt davor, da eine kombinierte Beurteilung von subjektiven Symptomen und objektiven Messwerten die besten Ergebnisse liefert. Zudem wird betont, dass bei Schwangeren ein Abfall des Peak-Flows immer als Verschlechterung der Obstruktion gewertet werden sollte, da sich die Normwerte schwangerschaftsbedingt nicht ändern.

Häufig gestellte Fragen

Laut Leitlinie wird der Bestwert in einer symptomfreien Phase bestimmt. Dafür wird der Peak-Flow über zwei Wochen hinweg zwei- bis viermal täglich gemessen, wobei der höchste gemessene Wert als persönlicher Bestwert gilt.

Die Leitlinie gibt an, dass Kinder ab einem Alter von fünf Jahren in der Regel verlässliche Ergebnisse erzielen können. Bei akuten Exazerbationen ist die Messung bei Kindern unter 12 Jahren jedoch aufgrund mangelnder Kooperation oft ungenau.

Es wird darauf hingewiesen, dass sich die Peak-Flow-Werte und der persönliche Bestwert während der Schwangerschaft oder postpartal nicht verändern. Jeglicher Abfall der Werte sollte als Verschlechterung der Atemwegsobstruktion behandelt werden.

Ein Wert in der roten Zone liegt unter 50 Prozent des persönlichen Bestwerts und signalisiert einen medizinischen Notfall. Es wird eine sofortige Therapie mit Bronchodilatatoren sowie eine umgehende ärztliche Vorstellung empfohlen.

Da die Fähigkeiten der Anwender im Laufe der Zeit oft nachlassen, wird eine regelmäßige Überprüfung der Technik empfohlen. Einige Experten raten zu einer Nachschulung bei jedem Kontrolltermin.

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Quelle: StatPearls: Peak Flow Rate Measurement (StatPearls, 2026). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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