StatPearls2026

Os Peroneum Syndrom: StatPearls Leitlinie

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: StatPearls (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Das Os peroneum ist ein akzessorischer Knochen des Fußes, der sich lateral des Os cuboideum innerhalb der distalen Sehne des Musculus peroneus longus befindet. Laut der StatPearls-Zusammenfassung weisen etwa 5 bis 30 Prozent der Bevölkerung diese Normvariante auf, wobei sie in 60 Prozent der Fällen beidseitig auftritt.

Meist bleibt das Os peroneum asymptomatisch und stellt einen radiologischen Zufallsbefund dar. Es kann jedoch in Pathologien der Peroneus-longus-Sehne involviert sein und zum sogenannten schmerzhaften Os-peroneum-Syndrom führen.

Zu den Ursachen für laterale Mittelfußschmerzen in diesem Zusammenhang zählen akute Frakturen, Stressfrakturen durch chronische Fehlbelastung sowie Tendinosen oder Rupturen der Sehne. Die Leitlinie betont, dass bei persistierenden Beschwerden nach Inversionstraumata an diese Differenzialdiagnose gedacht werden sollte.

Empfehlungen

Die Leitlinie formuliert folgende Kernaspekte zur Diagnostik und Therapie:

Klinische Untersuchung

Es wird empfohlen, den Fuß auf Schwellungen, Druckschmerzhaftigkeit sowie Schwäche bei Eversion und Plantarflexion zu untersuchen.

Zusätzlich wird eine Evaluation der Fußstellung im Stehen angeraten. Dies begründet sich durch eine bekannte Assoziation zwischen Peroneussehnen-Anomalien und einem Rückfuß-Varus.

Bildgebende Diagnostik

Als erster Schritt wird eine konventionelle Röntgenaufnahme des Fußes empfohlen, wobei sich Schrägaufnahmen (Oblique-Ansicht) am besten zur Beurteilung eignen.

Zur weiteren Differenzierung empfiehlt der Text folgende Modalitäten:

  • Ultraschall: Zur Beurteilung der Sehnenintegrität, von Flüssigkeit in der Sehnenscheide und von Subluxationen unter Provokationsmanövern.

  • Computertomografie (CT): Zur Unterscheidung zwischen einer nicht-dislozierten Fraktur und einem mehrteiligen (bipartiten/multipartiten) Os peroneum.

  • Magnetresonanztomografie (MRT): Zur optimalen anatomischen Beurteilung von Knochenmarködemen und intratendinösen Pathologien.

Die Leitlinie weist darauf hin, dass eine Distraktion von Fragmenten um mehr als 6 mm hochgradig verdächtig auf eine komplette Ruptur der Peroneus-longus-Sehne ist.

Klassifikation der Sehnenrisse

Der Text beschreibt eine Klassifikation für Verletzungen der Peroneus-longus-Sehne in Relation zum Os peroneum:

TypLokalisation des RissesRadiologisches Korrelat
Typ 1Proximal des Os peroneumNormale Morphologie und Position des Knöchelchens
Typ 2Auf Höhe des Os peroneumFraktur oder Distraktion von Fragmenten
Typ 3Distal des Os peroneumProximale Verschiebung des Knöchelchens

Konservative Therapie

Primär wird ein konservativer Behandlungsansatz empfohlen.

Dieser umfasst laut Leitlinie die Immobilisation, die Gabe von oralen Entzündungshemmern, Steroidinjektionen sowie Physiotherapie.

Chirurgische Therapie

Ein operatives Vorgehen wird bei Versagen der konservativen Therapie, bei therapieresistenten Schmerzen oder bei Leistungssportlern in Betracht gezogen.

Für das chirurgische Management von Peroneussehnenverletzungen wird folgender Algorithmus beschrieben:

KategorieSehnenstatusEmpfohlene chirurgische Intervention
Typ 1Beide Peroneussehnen intaktPrimäre Naht
Typ 2Eine Sehne gerissen, eine intaktTenodese
Typ 3Beide Peroneussehnen gerissenSehnentransfer
Frage zu dieser Leitlinie stellen...

💡Praxis-Tipp

Ein unossifizierter fibrokartilaginärer Knoten innerhalb der Peroneus-longus-Sehne kann in der MRT-Bildgebung fälschlicherweise als Sehnenriss interpretiert werden. Die Leitlinie warnt davor, diesen Knoten aufgrund seines intermediären Signals in allen Sequenzen mit einer echten Ruptur zu verwechseln. Zudem wird betont, dass eine Distraktion von Knochenfragmenten um mehr als 6 mm im Röntgenbild ein starker Indikator für eine komplette Sehnenruptur ist.

Häufig gestellte Fragen

Laut Leitlinie weisen bipartite oder multipartite Normvarianten gut kortikalisierte, glatte Ränder auf. Eine akute Fraktur zeigt hingegen scharfe, unregelmäßige und gezackte Ränder, was im Zweifel durch eine CT-Untersuchung weiter abgeklärt wird.

Die Leitlinie empfiehlt Schrägaufnahmen (Oblique-Ansicht) des Fußes. Auf diesen lässt sich das akzessorische Knöchelchen angrenzend an das Os cuboideum am deutlichsten beurteilen.

Ein chirurgischer Eingriff wird erwogen, wenn konservative Maßnahmen wie Immobilisation und Physiotherapie versagen. Zudem wird eine frühe operative Intervention bei Leistungssportlern oder bei stark eingeschränkter Funktion beschrieben.

Typische klinische Zeichen sind laterale Mittelfußschmerzen, Schwellungen und eine Instabilität des Fußes. Bei der Untersuchung zeigt sich laut Leitlinie häufig eine Schwäche bei der Eversion und der Plantarflexion.

War diese Zusammenfassung hilfreich?

Quelle: StatPearls: Os Peroneum (StatPearls, 2026). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

Verwandte Leitlinien