StatPearls2026

Megestrol: StatPearls

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: StatPearls (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Megestrol ist ein synthetisches Gestagen, das als Derivat des natürlichen Hormons Progesteron fungiert. Der StatPearls-Artikel beschreibt den Einsatz primär als appetitanregendes Medikament bei signifikantem, unerklärlichem Gewichtsverlust im Rahmen von HIV/AIDS sowie beim Anorexie-Kachexie-Syndrom.

Neben der appetitsteigernden Wirkung wird der Wirkstoff als Zweit- oder Drittlinientherapie zur palliativen Behandlung von fortgeschrittenem Endometrium- und Brustkrebs eingesetzt. Zudem existieren verschiedene Off-Label-Anwendungen, beispielsweise beim geriatrischen Wasting-Syndrom oder zur Reduktion von Hitzewallungen.

Der genaue Wirkmechanismus ist nicht vollständig geklärt. Es wird jedoch angenommen, dass Megestrol als Agonist an Progesteron- und Glukokortikoidrezeptoren wirkt und entzündungsfördernde Zytokine hemmt.

Empfehlungen

Der Text formuliert folgende Kernaspekte für den klinischen Einsatz:

Indikationsstellung

Vor Beginn einer Therapie zur Gewichtszunahme wird empfohlen, behandelbare Ursachen des Gewichtsverlusts auszuschließen. Dazu zählen laut Text systemische Infektionen, Malabsorptionssyndrome sowie renale, endokrine oder psychiatrische Erkrankungen.

Therapiebeendigung und Absetzen

Es wird davor gewarnt, Megestrol abrupt abzusetzen, da dies zu Symptomen einer Nebennierenrindensuppression führen kann. Das Medikament sollte stattdessen schrittweise ausgeschlichen werden.

Bei Personen, bei denen eine chronische Therapie abgesetzt wurde, ist in Stresssituationen wie Operationen oder Infektionen eine empirische Therapie mit schnell wirksamen Glukokortikoiden indiziert.

Monitoring und Betreuung

Der Text empfiehlt eine interdisziplinäre Betreuung durch ein Team aus Ärzten, Pflegekräften, Apothekern und Ernährungsberatern. Es wird ein spezifisches Monitoring hinsichtlich schwerwiegender Nebenwirkungen angeraten.

Besonderes Augenmerk sollte auf Anzeichen venöser Thromboembolien und einer Nebenniereninsuffizienz gelegt werden.

Dosierung

Die Dosierung variiert je nach Indikation und Darreichungsform (Tabletten oder orale Suspension). Bei Niereninsuffizienz ist eine Dosisanpassung erforderlich.

IndikationDosierungAnmerkung
Appetitstimulation (allgemein)100 - 1600 mg/TagMindestens 6 Wochen empfohlen
HIV-assoziierter Gewichtsverlust800 mg/Tag (initial)Orale Suspension
Neoplastische Erkrankungen480 - 600 mg/Tag-
Endometriumkarzinom / atypische Hyperplasie160 - 400 mg/Tag-

Kontraindikationen

Der Text nennt folgende Kontraindikationen und Warnhinweise:

  • Schwangerschaft: Absolute Kontraindikation (FDA-Kategorie X).

  • Überempfindlichkeit: Bei bekannter Allergie gegen Bestandteile des Medikaments.

  • Thromboembolien: Relative Kontraindikation bei Vorgeschichte oder aktivem thromboembolischem Ereignis.

  • Ältere Erwachsene: Gemäß den AGS Beers Criteria sollte Megestrol aufgrund eines erhöhten Risikos für thrombotische Ereignisse und mögliche Todesfälle vermieden werden.

  • Stillzeit: Das Stillen sollte bei Einnahme von Megestrol unterbrochen werden.

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💡Praxis-Tipp

Der Text warnt eindringlich vor den glukokortikoiden Nebenwirkungen bei Langzeiteinnahme, da Megestrol eine höhere Affinität zum Glukokortikoidrezeptor aufweist als Cortisol. Es wird darauf hingewiesen, dass ein abruptes Absetzen zu einer sekundären Nebenniereninsuffizienz führen kann, weshalb das Medikament stets schrittweise ausgeschlichen werden sollte.

Häufig gestellte Fragen

Laut StatPearls-Monographie beträgt die Zeit bis zum Einsetzen der Wirkung hinsichtlich einer Gewichtszunahme etwa drei bis vier Wochen.

Nein, der Text stuft Megestrol als Medikament der FDA-Kategorie X ein, was eine absolute Kontraindikation in der Schwangerschaft darstellt. Frauen im gebärfähigen Alter sollten eine wirksame Empfängnisverhütung anwenden.

Ja, da Megestrol zu einem signifikanten Teil über die Nieren ausgeschieden wird, ist laut Text bei Personen mit eingeschränkter Nierenfunktion eine Dosisanpassung erforderlich.

Zu den schwerwiegenden unerwünschten Wirkungen zählen venöse Thromboembolien sowie glukokortikoide Effekte wie ein neu auftretender Diabetes mellitus, Cushing-ähnliche Symptome und eine sekundäre Nebenniereninsuffizienz.

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KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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