StatPearls2026

MAST-Hose (Schockhose): StatPearls Leitlinie

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: StatPearls (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Medical Anti-Shock Trousers (MAST), auch als Schockhosen oder PASG (Pneumatic Anti-Shock Garments) bekannt, sind aufblasbare Manschetten für das Abdomen, das Becken und die unteren Extremitäten. Ursprünglich wurde angenommen, dass sie bei einem hypovolämischen Schock Blut in den zentralen Kreislauf autotransfundieren und periphere Blutungen stoppen.

Historisch gehörten diese Systeme in den 1970er und 1980er Jahren zur Standardausrüstung im Rettungsdienst und in der Notfallmedizin. Neuere Studien zeigten jedoch, dass die tatsächliche Autotransfusion weniger als 5 Prozent des gesamten Blutvolumens ausmacht.

Laut der StatPearls-Zusammenfassung konnte kein Überlebensvorteil durch den Einsatz dieser Hosen nachgewiesen werden. Stattdessen wurde in Untersuchungen eine Verlängerung der intensivmedizinischen Behandlungsdauer beobachtet, weshalb das System heute weitgehend obsolet ist.

Empfehlungen

Die Quelle formuliert folgende Kernaussagen zum Einsatz von Schockhosen:

Aktueller Stellenwert

Es wird betont, dass es keine allgemein anerkannten Indikationen für den Einsatz von MAST-Hosen mehr gibt. Führende Fachgesellschaften, einschließlich der Richtlinien für Advanced Trauma Life Support (ATLS), raten von der Verwendung ab.

Der Einsatz fällt in den meisten Industrienationen nicht mehr unter den medizinischen Standard. Die Systeme wurden aufgrund mangelnder Evidenz und hoher Kosten im Vergleich zu anderen Therapiemodalitäten weitgehend ausgemustert.

Historische Indikationen

In der Vergangenheit wurden die Systeme für folgende Szenarien diskutiert und eingesetzt:

  • Hypotension bei Verdacht auf Becken- oder Femurfrakturen

  • Rupturiertes Bauchaortenaneurysma

  • Mechanische Stabilisierung von Becken- und Femurfrakturen

Anwendung und Monitoring (historisch)

Falls das System in Ausnahmefällen noch zur Anwendung kommt, beschreibt der Text ein striktes Vorgehen. Die Anlage erfolgt etwa 2,5 cm unterhalb des Rippenbogens.

Zunächst werden die Beinkammern aufgepumpt, gefolgt von einer engmaschigen Blutdruckkontrolle. Eine Entfernung darf nur unter ärztlicher Aufsicht bei adäquat reanimiertem Kreislauf erfolgen.

Für die historische Anwendung werden folgende Zielwerte und Maßnahmen definiert:

ParameterZielwert / Vorgehen
Systolischer Blutdruck100 bis 110 mmHg anstreben
Blutdruck > 110 mmHgKeine weitere Druckerhöhung vornehmen
Blutdruck < 100 mmHgAbdominale Kammer aufpumpen (falls nicht kontraindiziert)

Kontraindikationen

Der Quelltext listet zahlreiche Kontraindikationen auf, bei denen eine Anwendung strengstens untersagt ist:

  • Herzinsuffizienz und Myokardinfarkt

  • Schlaganfall und Schädel-Hirn-Trauma

  • Schwangerschaft

  • Thorakale Blutungen und Zwerchfellverletzungen

  • Abdominelle Verletzungen mit Eviszeration

  • Unkontrollierte Blutungen oberhalb der Manschette

  • Gepfählte Gegenstände in Abdomen oder unteren Extremitäten

Mögliche Komplikationen

Die Leitlinie warnt vor schweren unerwünschten Wirkungen durch den Einsatz der Manschetten:

  • Ischämie der unteren Extremitäten und Kompartmentsyndrom

  • Respiratorische Insuffizienz

  • Erhöhter intrakranieller Druck

  • Akute Nierenschädigung und metabolische Azidose

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💡Praxis-Tipp

Die Quelle hebt hervor, dass der Einsatz von MAST-Hosen heutzutage obsolet ist und nicht mehr den aktuellen Trauma-Leitlinien entspricht. Es wird dringend geraten, bei Traumapatienten auf etablierte, moderne Methoden der Blutungskontrolle und Volumentherapie zurückzugreifen, da Schockhosen das Risiko für ein Kompartmentsyndrom und Ischämien signifikant erhöhen.

Häufig gestellte Fragen

Laut der StatPearls-Zusammenfassung konnte kein Überlebensvorteil nachgewiesen werden. Zudem zeigte sich, dass die erhoffte Autotransfusion von Blut in den zentralen Kreislauf mit unter 5 Prozent des Blutvolumens viel geringer ausfällt als ursprünglich angenommen.

Der Text stellt klar, dass es aktuell keine allgemein anerkannten Indikationen mehr gibt. Führende Fachgesellschaften wie das American College of Surgeons empfehlen den Einsatz in der Traumaversorgung nicht mehr.

Es wird vor schwerwiegenden Folgen wie einem Kompartmentsyndrom, Ischämien der Beine und einer akuten Nierenschädigung gewarnt. Auch eine respiratorische Insuffizienz und ein Anstieg des intrakraniellen Drucks werden als Risiken genannt.

Wenn das System in der Vergangenheit genutzt wurde, empfahl man einen systolischen Zielblutdruck von 100 bis 110 mmHg. Es wird explizit darauf hingewiesen, den Blutdruck durch das Aufpumpen nicht über diesen Wert hinaus zu steigern.

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Quelle: StatPearls: MAST Pants (StatPearls, 2026). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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