StatPearls2026

Lungentransplantation: StatPearls Zusammenfassung

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: StatPearls (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die StatPearls-Zusammenfassung beschreibt die Lungentransplantation als lebensrettende Maßnahme für Personen mit terminalen Lungenerkrankungen. Sie kommt zum Einsatz, wenn andere medizinische oder chirurgische Interventionen nicht mehr wirksam sind.

Laut Quelle liegen die Überlebensraten nach einer Lungentransplantation bei 85 % nach einem Jahr, 68 % nach drei Jahren und 55 % nach fünf Jahren. Ein wesentlicher Fortschritt der letzten Jahre ist die Ex-vivo-Lungenperfusion (EVLP), welche die Beurteilung und Rekonditionierung von Spenderlungen ermöglicht.

Die Zuteilung von Spenderorganen erfolgt primär über den Lung Allocation Score (LAS). Dieser priorisiert Empfänger basierend auf der medizinischen Dringlichkeit und der Wahrscheinlichkeit eines Überlebensvorteils durch die Transplantation.

Empfehlungen

Allgemeine Indikationskriterien

Die Leitlinie nennt folgende allgemeine Kriterien für die Listung zur Lungentransplantation:

  • Hohes Mortalitätsrisiko (> 50 %) durch die Lungenerkrankung innerhalb von 2 Jahren ohne Transplantation

  • Hohe Wahrscheinlichkeit (> 80 %) für ein Überleben von mindestens 90 Tagen nach der Transplantation

  • Hohe Wahrscheinlichkeit (> 80 %) für ein 5-Jahres-Überleben bei adäquater Transplantatfunktion

Spezifische Indikationen

Die chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD) stellt mit 40 % die häufigste Indikation dar. Weitere Hauptindikationen umfassen Mukoviszidose, interstitielle Lungenerkrankungen (insbesondere idiopathische Lungenfibrose) und pulmonalvaskuläre Erkrankungen.

Immunsuppression

Für die Erhaltungstherapie wird standardmäßig ein Dreifach-Regime empfohlen. Dieses besteht aus:

  • Einem Calcineurininhibitor (Cyclosporin oder Tacrolimus)

  • Einem antiproliferativen Wirkstoff (Mycophenolatmofetil oder Azathioprin)

  • Kortikosteroiden zur Reduktion der Entzündungs- und Immunantwort

Bei akuten Abstoßungsreaktionen gelten hochdosierte intravenöse Steroidpulse als primäre Behandlungsstrategie.

Primäre Transplantatdysfunktion (PGD)

Die primäre Transplantatdysfunktion ist eine führende Todesursache in der frühen postoperativen Phase. Die Beurteilung erfolgt zu festgelegten Zeitpunkten (nach Reperfusion sowie nach 24, 48 und 72 Stunden) anhand des PaO2/FiO2-Quotienten (P/F-Ratio) und des Röntgen-Thorax.

PGD-GradRöntgen-ThoraxP/F-Ratio
Grad 0Keine InfiltrateNicht relevant für Grad 0
Grad 1Infiltrate vorhanden> 300
Grad 2Infiltrate vorhanden200 - 300
Grad 3Infiltrate vorhanden< 200

Bei einem PGD Grad 3 wird laut Leitlinie eine zügige Behandlung mit extrakorporaler Membranoxygenierung (ECMO) empfohlen.

Kontraindikationen

Die Leitlinie unterteilt die Kontraindikationen in absolute und relative Faktoren.

Zu den absoluten Kontraindikationen zählen:

  • Kürzlich aufgetretene Malignome

  • Signifikante, therapierefraktäre Dysfunktion eines anderen Hauptorgansystems (Herz, Leber, Niere, Gehirn)

  • Schwere atherosklerotische Erkrankungen oder koronare Herzkrankheit ohne Möglichkeit der Revaskularisation

  • Akute medizinische Instabilität (z. B. Sepsis, Myokardinfarkt, Leberversagen)

  • Unkontrollierbare Blutungsstörungen

  • Chronische Infektionen mit hochvirulenten oder multiresistenten Erregern sowie aktive Tuberkulose

  • Adipositas Grad II oder III (BMI ≥ 35 kg/m²)

  • Mangelnde Therapieadhärenz oder fehlende soziale Unterstützung

Als relative Kontraindikationen werden unter anderem ein Alter ab 65 Jahren mit geringer physiologischer Reserve, Adipositas Grad I (BMI 30-35 kg/m²), schwere Mangelernährung und fortgeschrittene Osteoporose genannt.

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💡Praxis-Tipp

Die Leitlinie betont die kritische Bedeutung der primären Transplantatdysfunktion (PGD) in den ersten 72 Stunden nach dem Eingriff. Es wird darauf hingewiesen, dass ein PGD Grad 3 eine sofortige Evaluierung für eine extrakorporale Membranoxygenierung (ECMO) erfordert, um das Überleben des Transplantats zu sichern. Zudem wird hervorgehoben, dass die chronische Transplantatabstoßung (CLAD) die größte Hürde für das Langzeitüberleben darstellt und über 50 % der Empfänger innerhalb von fünf Jahren betrifft.

Häufig gestellte Fragen

Die Priorisierung erfolgt laut Leitlinie über den Lung Allocation Score (LAS). Dieser berechnet sich aus der Differenz der prognostizierten Ein-Jahres-Überlebensrate mit und ohne Transplantation.

Die chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD) ist die weltweit häufigste Indikation. Sie macht laut Leitlinie etwa 40 % aller durchgeführten Lungentransplantationen aus.

Die primäre Behandlung einer akuten Abstoßung besteht aus hochdosierten intravenösen Steroidpulsen. Bei anhaltender Abstoßung können Wirkstoffe wie Rapamycin oder Antithymozytenglobulin (ATG) ergänzt werden.

Die EVLP ist ein Verfahren zur normothermen Konservierung von Spenderlungen. Sie ermöglicht die Beurteilung und Rekonditionierung von marginalen Spenderorganen, um Ischämie-Reperfusions-Schäden zu minimieren.

Die Erhaltungstherapie besteht typischerweise aus einem Dreifach-Regime. Dieses umfasst einen Calcineurininhibitor, einen antiproliferativen Wirkstoff und Kortikosteroide.

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Quelle: StatPearls: Lung Transplantation (StatPearls, 2026). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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