StatPearls2026

Listeria monocytogenes Infektion: StatPearls

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: StatPearls (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Listeria monocytogenes ist ein grampositives, fakultativ intrazelluläres Stäbchenbakterium, das die Infektionskrankheit Listeriose verursacht. Die Übertragung erfolgt fäkal-oral, meist durch kontaminierte Lebensmittel wie Rohmilchkäse, Aufschnitt oder rohe Sprossen.

Besonders gefährdet sind Schwangere, Neugeborene, ältere Menschen über 65 Jahre sowie immungeschwächte Personen. Während die Infektion bei immunkompetenten Erwachsenen oft als selbstlimitierende Gastroenteritis verläuft, drohen bei Risikogruppen schwere Komplikationen wie Meningitis, Sepsis oder Fehlgeburten.

Eine Besonderheit des Erregers ist seine Fähigkeit, sich auch bei Kühlschranktemperaturen zu vermehren. Zudem nutzt das Bakterium spezifische Virulenzfaktoren wie Listeriolysin O und Aktin-Polymerisation, um sich intrazellulär auszubreiten und der Immunabwehr zu entgehen.

Empfehlungen

Die StatPearls-Zusammenfassung formuliert folgende Kernaspekte für das klinische Management:

Diagnostik

Laut Leitlinie wird zur Diagnosestellung eine Bakterienkultur aus Blut, Liquor oder Fruchtwasser empfohlen. Die Anzucht erfolgt auf Mueller-Hinton-Agar, wo sich grampositive Stäbchen mit Beta-Hämolyse zeigen.

Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass Stuhlkulturen für die Diagnose einer Listeriose weder sensitiv noch spezifisch sind. Bei Verdacht auf eine Meningitis wird eine Lumbalpunktion sowie eine Blutkultur empfohlen.

Antibiotische Therapie

Die Leitlinie empfiehlt als Mittel der Wahl die intravenöse Gabe von Ampicillin oder Penicillin G. Bei einer Penicillinallergie wird Trimethoprim-Sulfamethoxazol als Alternative genannt.

Es wird nachdrücklich betont, dass Listeria monocytogenes von Natur aus resistent gegen alle Cephalosporine ist. Bei der empirischen Therapie einer bakteriellen Meningitis muss dies zwingend berücksichtigt werden.

Für die kalkulierte Meningitis-Therapie bei Risikogruppen werden folgende Kombinationen empfohlen:

  • Bei Neugeborenen (unter einem Monat): Ampicillin in Kombination mit Gentamicin

  • Bei Erwachsenen über 50 Jahren oder mit Immunschwäche: Ampicillin in Kombination mit Vancomycin und Ceftriaxon

Prävention und Aufklärung

Risikogruppen wird empfohlen, auf potenziell kontaminierte Lebensmittel zu verzichten. Dazu zählen laut Leitlinie insbesondere:

  • Rohe Sprossen und unpasteurisierte Milch

  • Weichkäse und kalte Feinkost-Fleischwaren

  • Kalte Hotdogs und geräucherte Meeresfrüchte

Kontraindikationen

Listeria monocytogenes weist eine natürliche Resistenz gegen alle Cephalosporine auf. Eine empirische Meningitis-Therapie, die sich ausschließlich auf Cephalosporine stützt, ist bei Risikogruppen für Listeriose unzureichend und wird nicht empfohlen.

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💡Praxis-Tipp

Bei älteren, immungeschwächten oder schwangeren Personen mit Anzeichen einer Meningitis sollte immer an Listeria monocytogenes gedacht werden. Da der Erreger eine natürliche Resistenz gegen Cephalosporine aufweist, ist es essenziell, die empirische Meningitis-Therapie in diesen Risikogruppen zwingend um Ampicillin zu erweitern.

Häufig gestellte Fragen

Laut Leitlinie erfolgt die Übertragung häufig über unpasteurisierte Milch, Weichkäse, kalte Feinkost-Fleischwaren, rohe Sprossen und geräucherte Meeresfrüchte. Das Bakterium kann sich auch bei Kühlschranktemperaturen weiter vermehren.

Die intravenöse Gabe von Ampicillin oder Penicillin G gilt als Therapie der Wahl. Bei einer Penicillinallergie wird Trimethoprim-Sulfamethoxazol als Alternative empfohlen.

Die Leitlinie hält fest, dass Stuhlkulturen für die Diagnose einer Listeriose weder sensitiv noch spezifisch sind. Stattdessen wird die Anlage von Blut-, Liquor- oder Fruchtwasserkulturen empfohlen.

Bei Säuglingen unter einem Monat wird eine Kombinationstherapie aus Ampicillin und Gentamicin empfohlen. Diese Kombination deckt sowohl Listerien als auch häufige gramnegative Erreger ab.

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KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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