Larynxmaske (LMA) Indikationen & Anwendung: StatPearls
Hintergrund
Der vorliegende Artikel basiert auf der StatPearls-Übersicht zur Larynxmaske (Laryngeal Mask Airway, LMA). Larynxmasken sind supraglottische Atemwegshilfen, die in den 1980er Jahren in die klinische Praxis eingeführt wurden.
Sie dienen als temporäre Methode zur Offenhaltung der Atemwege während Narkosen oder als lebensrettende Sofortmaßnahme bei einem schwierigen Atemweg. Mittlerweile werden sie nicht nur im Operationssaal, sondern auch auf Intensivstationen, in Notaufnahmen und im präklinischen Bereich eingesetzt.
Laut Text sind Larynxmasken für Anwender der Basisreanimation einfacher und effektiver zu nutzen als die Beutel-Masken-Beatmung. Für erfahrene Anwender stellen sie eine etablierte Alternative zur endotrachealen Intubation dar.
Empfehlungen
Der Text formuliert folgende Kernaspekte für den Einsatz von Larynxmasken:
Indikationen
Larynxmasken werden laut Übersicht in verschiedenen klinischen Szenarien eingesetzt:
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Als primäres Atemwegsmanagement bei nüchternen Patienten im Rahmen elektiver Eingriffe
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Als temporäre Überbrückung bis zur Intubation in Notfallsituationen (z. B. Herzstillstand)
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Als Rettungsmittel in "Can't intubate, can't oxygenate"-Situationen
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Als Alternative zur Beutel-Masken-Beatmung zur Reduktion einer Magenüberblähung
Prädiktoren für eine schwierige Anwendung
Zur Vorhersage von Schwierigkeiten bei der Platzierung oder Beatmung wird die RODS-Mnemotechnik beschrieben:
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Restriction: Erhöhter Atemwegswiderstand oder eingeschränkte Mundöffnung
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Obstruction/Obesity: Atemwegsobstruktion (z. B. Tumor) oder Adipositas
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Disrupted/Distorted anatomy: Verzerrte Anatomie der Atemwege
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Short thyromental distance: Kurzer thyromentaler Abstand
Vorbereitung und Größenauswahl
Die Auswahl der passenden Larynxmaske erfolgt bei Erwachsenen gewichtsadaptiert. Der Text gibt folgende Richtwerte für die Größen und das Blockungsvolumen vor:
| LMA-Größe | Körpergewicht | Blockungsvolumen |
|---|---|---|
| Größe 3 | 30 bis 50 kg | ca. 20 ml |
| Größe 4 | 50 bis 70 kg | ca. 30 ml |
| Größe 5 | über 70 kg | ca. 40 ml |
Bei Personen, deren Gewicht zwischen zwei Größen liegt, wird die Wahl der größeren Maske empfohlen, um eine effektivere Abdichtung zu erreichen.
Platzierungstechnik
Vor der Einführung muss die Manschette (Cuff) vollständig entleert und auf einer flachen Oberfläche flachgedrückt werden. Die Einführung erfolgt blind hinter die Zunge, wobei das Gerät mit dem Zeigefinger gegen den harten Gaumen gedrückt wird, bis ein Widerstand spürbar ist.
Die korrekte Lage muss anschließend zwingend verifiziert werden. Hierfür wird die Nutzung von kontinuierlicher Kapnografie oder zumindest eines CO2-Detektors sowie die Auskultation der Atemgeräusche empfohlen.
Kontraindikationen
Der Text nennt klare Kontraindikationen für den Einsatz. Larynxmasken dürfen nicht bei wachen oder bei Bewusstsein befindlichen Personen eingesetzt werden, da sie den Würgereflex stimulieren und zu Laryngospasmus oder Erbrechen führen können.
Weitere Kontraindikationen für den elektiven Gebrauch umfassen:
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Schlechte Lungencompliance oder hoher Atemwegswiderstand
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Pharyngeale Pathologien
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Erhöhtes Aspirationsrisiko
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Atemwegsobstruktionen unterhalb des Kehlkopfes
Zudem wird der primäre Einsatz bei morbid adipösen Personen nicht empfohlen. Diese benötigen höhere Beatmungsdrücke, was zu Leckagen um die Larynxmaske und zu einer signifikanten Hypoventilation führen kann.
💡Praxis-Tipp
Ein häufiges Problem bei der Anlage ist das Umklappen der distalen Spitze der Larynxmaske, was eine optimale Platzierung verhindert. Der Text warnt zudem ausdrücklich davor, die Larynxmaske als endgültige Lösung bei einem gescheiterten Atemweg zu belassen. Es wird betont, dass sie lediglich als temporäre Überbrückung oder als Hilfsmittel zur Etablierung eines sicheren Atemwegs mittels Endotrachealtubus dienen sollte.
Häufig gestellte Fragen
Die Größenauswahl erfolgt laut StatPearls-Übersicht gewichtsadaptiert. Für Erwachsene von 30 bis 50 kg wird Größe 3 empfohlen, für 50 bis 70 kg Größe 4 und für über 70 kg Größe 5.
Der Text stellt klar, dass eine Larynxmaske keinen sicheren Aspirationsschutz bietet. Sie ist weitaus weniger protektiv als ein Endotrachealtubus und sollte bei Personen mit Aspirationsrisiko nur als Notfallmaßnahme eingesetzt werden.
Ja, laut Text ist eine Intubation durch die meisten Larynxmasken der zweiten Generation möglich. Besonders hohe Erfolgsraten werden mit speziellen Intubationslarynxmasken (wie der Fastrach) erzielt, idealerweise unter faseroptischer Sicht.
Der Einsatz bei wachen Personen ist kontraindiziert. Die Übersicht warnt davor, dass das Einführen der Maske den Würgereflex stimuliert und zu schweren Komplikationen wie einem Laryngospasmus führen kann.
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Quelle: StatPearls: Laryngeal Mask Airway (StatPearls, 2026). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.