StatPearls2026

Histologie der Becherzellen: StatPearls Übersicht

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: StatPearls (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Becherzellen (Goblet-Zellen) sind spezialisierte Epithelzellen, die ihren Namen ihrer kelchartigen Form verdanken. Sie entstehen aus pluripotenten Stammzellen an der Basis von Darmkrypten.

Die primäre Funktion dieser Zellen ist die Synthese und Sekretion von Muzin. Dadurch bilden sie eine schützende Schleimschicht, die das Epithel vor Bakterien und mechanischer Beanspruchung bewahrt.

Die Zellerneuerung erfolgt kontinuierlich und nimmt in der Regel drei bis sieben Tage in Anspruch. Der Differenzierungsweg wird maßgeblich durch den Notch-Signalweg und den Transkriptionsfaktor Spdef gesteuert.

Empfehlungen

Die StatPearls-Übersicht beschreibt folgende Kernaspekte zu Becherzellen:

Physiologische Funktion

Laut der Quelle sezernieren Becherzellen Muzin-Glykoproteine, um die Schleimhäute zu schützen. Im Dünndarm nehmen die Zellen zudem Antigene auf und regulieren die angeborene Immunantwort.

Das Sekretionsverhalten unterscheidet sich je nach Lokalisation:

Zelltyp / LokalisationSekretionsmusterAuslöser / Funktion
Oberflächen-Becherzellen (Kolon)KontinuierlichAufrechterhaltung der inneren Schleimschicht
Krypten-Becherzellen (Dünn-/Dickdarm)ReizabhängigStimulation durch Endozytose oder Acetylcholin

Histologische Diagnostik

Die Fixierung der Schleimschicht gilt als anspruchsvoll. Es wird beschrieben, dass eine Kryokonservierung mit flüssigem Stickstoff in Kombination mit einer Alcianblau- oder PAS-Färbung (Periodic Acid-Schiff) die besten Ergebnisse liefert.

Für die mikroskopische Darstellung werden verschiedene Verfahren angeführt:

  • Lichtmikroskopie: Die Laser-Scanning-Konfokalmikroskopie (LSCM) ermöglicht die Beurteilung von Größe, Form und Reflektivität.

  • Elektronenmikroskopie: Hierfür kommen Färbungen mit Uranylacetat und Bleicitrat zum Einsatz.

Pathophysiologie und Klinik

Veränderungen der Becherzellen sind mit verschiedenen Krankheitsbildern assoziiert. Die Übersicht hebt folgende klinische Zusammenhänge hervor:

  • Atemwegserkrankungen: Bei Asthma und COPD kommt es zu einer Hyperplasie der Becherzellen mit pathologischer Schleimüberproduktion.

  • Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen: Bei Colitis ulcerosa nehmen Anzahl und Größe der Becherzellen drastisch ab.

  • Tumorerkrankungen: Das muzinöse Karzinom ist durch eine massive Überproduktion von MUC2-Muzin gekennzeichnet.

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💡Praxis-Tipp

Bei der histologischen Aufarbeitung von Darmschleimhautproben wird darauf hingewiesen, dass herkömmliche chemische Fixierungen die Muzinschicht oft unzureichend erhalten. Die Quelle betont, dass für eine exakte Beurteilung der Schleimschichtdicke eine Kryokonservierung bevorzugt werden sollte.

Häufig gestellte Fragen

Laut der StatPearls-Übersicht erneuern sich die Becherzellen des Darmepithels kontinuierlich aus den Stammzellen der Kryptenbasis. Die normale Zellumschlagszeit beträgt dabei drei bis sieben Tage.

Bei Asthma und COPD kommt es zu einer Hyperplasie und Metaplasie der Becherzellen in den Atemwegen. Dies führt laut Quelle zu einer pathologischen Schleimüberproduktion, welche die Atemwege verstopft.

Die Übersicht beschreibt, dass bei Colitis ulcerosa die Anzahl und Größe der Becherzellen drastisch abnehmen. Dies resultiert in einem Zusammenbruch der schützenden Schleimbarriere des Darms.

Für die lichtmikroskopische Darstellung wird häufig die PAS-Färbung (Periodic Acid-Schiff) oder Muzinkarmin verwendet. Bei gefrorenen Proben eignet sich zudem eine Kombination aus Alcianblau und PAS.

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Quelle: StatPearls: Histology, Goblet Cells (StatPearls, 2026). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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