StatPearls2026

Grey-Turner-Zeichen: StatPearls

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: StatPearls (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Das Grey-Turner-Zeichen beschreibt eine subkutane Hauteinblutung (Ekchymose) im Bereich der Flanken. Laut der StatPearls-Zusammenfassung ist es ein seltener, aber klinisch bedeutsamer Hinweis auf eine intraabdominelle oder retroperitoneale Blutung.

Klassischerweise wird das Zeichen mit einer schweren akuten nekrotisierenden Pankreatitis assoziiert. Es tritt häufig gemeinsam mit dem Cullen-Zeichen auf, welches eine periumbilikale Hauteinblutung beschreibt.

Die Verfärbung der Flanken kann rot, grün, gelb oder violett sein, abhängig vom Abbau der roten Blutkörperchen im Gewebe. Das Zeichen manifestiert sich oft erst nach mehreren Tagen, bei einer Pankreatitis typischerweise an Tag drei oder vier.

Empfehlungen

Die StatPearls-Zusammenfassung formuliert folgende Kernaspekte zur klinischen Bewertung:

Klinische Untersuchung und Differenzialdiagnosen

Die Leitlinie betont, dass das Grey-Turner-Zeichen besonders bei Personen wichtig ist, die keine Anamnese geben können oder intubiert sind. Es wird darauf hingewiesen, dass das Zeichen unspezifisch ist und bei diversen Pathologien auftreten kann.

Zu den häufigsten Ursachen zählen laut Text:

  • Schwere akute nekrotisierende Pankreatitis

  • Rupturiertes Bauchaortenaneurysma (BAA)

  • Rupturierte ektrope Schwangerschaft

  • Nierenmalignome (häufigste Ursache bei akuter perirenaler Blutung)

Diagnostisches Vorgehen

Bei Vorliegen eines Grey-Turner-Zeichens ohne vorheriges direktes Flankentrauma wird eine umgehende Bildgebung empfohlen. Die Computertomografie (CT) gilt hierbei als Methode der Wahl, um die Schwere der zugrunde liegenden Pathologie zu beurteilen.

Es wird hervorgehoben, dass eine Ultraschalluntersuchung am Krankenbett retroperitoneale Blutungen nicht zuverlässig darstellen kann. Daher ist bei negativem Ultraschall und anhaltendem Verdacht eine CT-Diagnostik indiziert.

Prognostische Bedeutung

Das Auftreten des Zeichens gilt als Marker für eine schwere Erkrankung mit potenziell hoher Mortalität. Die Leitlinie beschreibt eine Mortalitätsrate von bis zu 37 Prozent bei Pankreatitis-Fällen mit positivem Grey-Turner-Zeichen.

Auch ein rein radiologisch im CT nachgewiesenes Grey-Turner-Zeichen prädiziert laut Quelle Organversagen und einen tödlichen Verlauf.

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💡Praxis-Tipp

Ein negatives Ultraschall-Ergebnis am Krankenbett schließt eine lebensbedrohliche Blutung bei Vorliegen eines Grey-Turner-Zeichens nicht aus. Da die Sonografie retroperitoneale Blutungen nicht zuverlässig detektiert, wird bei instabilen Personen mit Flankenekchymosen eine weiterführende CT-Diagnostik empfohlen. Zudem ist zu beachten, dass das Zeichen oft erst subakut nach drei bis vier Tagen auftritt.

Häufig gestellte Fragen

Das Grey-Turner-Zeichen zeigt sich als Hauteinblutung im Bereich der Flanken. Das Cullen-Zeichen beschreibt hingegen eine oberflächliche Ekchymose im periumbilikalen Bereich. Beide Zeichen deuten laut StatPearls auf ähnliche intraabdominelle Pathologien hin.

Die Sensitivität des Zeichens ist äußerst gering und nähert sich null. Laut Quelle tritt es nur bei etwa ein bis drei Prozent der Fälle von Pankreatitis auf. Ein Fehlen des Zeichens schließt eine Erkrankung somit nicht aus.

Das Zeichen ist in der Regel kein Indikator für eine hyperakute Blutung. Bei einer Pankreatitis manifestiert sich die Flankenverfärbung laut StatPearls meist erst am dritten oder vierten Tag der Erkrankung.

In etwa 70 Prozent der Fälle ist ein Nierenmalignom die Ursache für eine akute perirenale Blutung. Weitere mögliche Auslöser sind laut Leitlinie Präeklampsie, Polyarteriitis nodosa oder rupturierte Zysten.

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Quelle: StatPearls: Grey Turner Sign (StatPearls, 2026). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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