StatPearls2026

Epitheliales Downgrowth: StatPearls Leitlinie

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: StatPearls (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Das epitheliale Downgrowth (Epitheleinwachsung) ist eine seltene, aber visusbedrohende Komplikation nach penetrierendem okulärem Trauma oder intraokularen Eingriffen. Laut der StatPearls-Zusammenfassung gelangen dabei nicht-verhornende Epithelzellen in die Vorderkammer und proliferieren in intraokularen Strukturen.

Es werden drei Wachstumsformen unterschieden: perlenartig, zystisch und flächig (diffus). Die flächige Form wird als die häufigste und aggressivste Variante beschrieben, die oft zu einem sekundären Glaukom führt.

Zu den Hauptrisikofaktoren zählen Kataraktoperationen, mehrfache intraokulare Eingriffe, verzögerte Wundheilung und Wundfisteln. Die betroffenen Personen stellen sich meist innerhalb eines Jahres mit unspezifischen Symptomen wie Visusminderung, Rötung, Schmerzen und Photophobie vor.

Empfehlungen

Klinische und apparative Diagnostik

Die Diagnosestellung gestaltet sich aufgrund unspezifischer Symptome oft schwierig. Der Text beschreibt verschiedene diagnostische Modalitäten zur Sicherung eines epithelialen Downgrowths:

  • Spaltlampenuntersuchung: Zeigt klassischerweise ein durchscheinendes Wachstum mit gewelltem Rand an der Hornhautrückfläche oder eine Zyste.

  • Seidel-Test: Wird zur Identifikation von Wundfisteln eingesetzt, die als Eintrittspforte dienen können.

  • Argon-Laser-Photokoagulation: Führt bei Irisbeteiligung zu einer pathognomonischen, flauschig-weißen Reaktion des Epithels.

  • Konfokale Mikroskopie und AS-OCT: Ermöglichen eine nicht-invasive Darstellung hyperreflektiver Epithelzellen und helfen bei der Abgrenzung zu fibrösem Downgrowth.

  • Histopathologie: Gilt als Goldstandard und weist 1 bis 3 Schichten eines stratifizierten, nicht-verhornenden Plattenepithels nach.

Konservative und interventionelle Therapie

Die Wahl der Therapie richtet sich nach der Ausdehnung und der vorliegenden Wachstumsform. Für die zystische Form wird häufig eine transkorneale Photokoagulation beschrieben, wobei das Risiko einer Zystenruptur und Streuung besteht.

Als medikamentöse Alternativen zu aggressiven Operationen nennt der Text intraokulare Injektionen von Antimetaboliten. Hierbei kommen 5-Fluorouracil (5-FU) oder Mitomycin-C (MMC) zum Einsatz, um die Zellproliferation zu hemmen.

Chirurgische Intervention

Bei der diffusen, flächigen Form ist meist ein aggressiveres chirurgisches Vorgehen erforderlich. Es wird eine vollständige Exzision der Zysten und der betroffenen intraokularen Strukturen beschrieben.

Oftmals ist dies mit einer durchgreifenden korneoskleralen Transplantation verbunden. Das Ziel der Behandlung liegt laut Text häufig eher in der Stabilisierung und Schmerzfreiheit des Auges als in der vollständigen Visusrehabilitation.

Dosierung

Der Text beschreibt folgende Dosierungsprotokolle für intraokulare Injektionen beim epithelialen Downgrowth:

WirkstoffDosierung / ProtokollIndikation / Bemerkung
5-Fluorouracil (5-FU)1000 mcg/0,1 ml (mit Viskoelastikum), nach 3 Wochen 500 mcg/0,1 mlIntrakamerale Injektion zur Eradikation proliferierender und ruhender Zellen
Mitomycin-C (MMC)0,0002 mg/mlInjektion direkt in die zuvor drainierte Epithelzyste (hohes Risiko bei Leckage in die Vorderkammer)
Methotrexat400 mcg/0,1 mlIntravitreale Injektion bei refraktärem Downgrowth (wöchentlich für 4 Wochen, dann zweiwöchentlich, total 12 Injektionen)
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💡Praxis-Tipp

Der Text betont, dass bei einer vermuteten pseudophaken bullösen Keratopathie (PBK) nach Kataraktoperation differenzialdiagnostisch ein epitheliales Downgrowth in Betracht gezogen werden muss. Zudem wird davor gewarnt, dass eine Laser-Photokoagulation von Epithelzysten zu einer Ruptur führen kann. Dies birgt das Risiko, dass sich die lokalisierte zystische Form in die weitaus aggressivere, diffuse flächige Form umwandelt.

Häufig gestellte Fragen

Laut Text wächst das fibröse Downgrowth langsamer und ist oft vaskularisiert. In der konfokalen Mikroskopie oder durch eine immunhistochemische Färbung auf Alpha-Smooth-Muscle-Actin lässt sich das fibröse Gewebe vom Epithel abgrenzen.

Es wird klassischerweise ein durchscheinendes Wachstum mit einem gewellten, voranschreitenden Rand an der Hornhautrückfläche oder der vorderen Iris beschrieben. Alternativ kann sich eine Zyste im Bereich der Wunde zeigen.

Das sekundäre Glaukom entsteht durch eine direkte Blockade des Trabekelmaschenwerks durch die einwachsenden Epithelzellen oder durch Muzin aus Becherzellen. Zudem wird beschrieben, dass Entzündungen zu peripheren vorderen Synechien führen können.

Der Text beschreibt die Prognose generell als schlecht, insbesondere bei der diffusen, flächigen Form. Diese führt häufig zu refraktärem Glaukom, Hornhautdekompensation und erfordert oft aggressive chirurgische Eingriffe.

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KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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