StatPearls2026

Antibiogramm und Resistenztestung: StatPearls Leitlinie

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: StatPearls (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die antimikrobielle Empfindlichkeitsprüfung (Antibiogramm) ist essenziell, um die Sensibilität und Resistenz bakterieller Erreger gegenüber Antibiotika zu bestimmen. Laut der StatPearls-Zusammenfassung ermöglicht dies eine gezielte und wirksame Therapie von Infektionskrankheiten.

Zu den etablierten labormedizinischen Verfahren gehören der Agardiffusionstest (Blättchentest) und die Bestimmung der minimalen Hemmkonzentration (MHK). Zudem kommen zunehmend kommerzielle Systeme zum Einsatz, die phänotypische und genotypische Resistenzmuster erfassen.

Die kontinuierliche Überwachung von Resistenzmustern wird aufgrund zunehmender bakterieller Mutationen als zwingend erforderlich beschrieben. Die korrekte Durchführung der Tests ist entscheidend für die globale Bekämpfung von Antibiotikaresistenzen.

Empfehlungen

Die Leitlinie formuliert folgende Kernaspekte für den Ablauf der Empfindlichkeitsprüfung:

Probenvorbereitung und Inokulum

Für routinemäßige Empfindlichkeitsprüfungen wird die Isolierung von 3 bis 5 Bakterienkolonien aus einer Kultur empfohlen.

Die Leitlinie beschreibt die Herstellung einer standardisierten Bakteriensuspension mit einer Trübung nach dem McFarland-Standard von 0,5.

Bei der MHK-Methode muss eine Verdünnung der Suspension (üblicherweise 1:20) innerhalb von 15 Minuten nach Herstellung des Standard-Inokulums erfolgen.

Testdurchführung

Die Leitlinie nennt folgende zentrale Schritte für die Inokulation:

  • Abstreifen des Tupfers am Röhrchenrand, um ein übermäßiges Inokulum zu vermeiden

  • Beim Agardiffusionstest: Gleichmäßiges Ausstreichen auf Mueller-Hinton-Agar in drei Richtungen (jeweils um 60° gedreht)

  • Bei MHK-Panels: Sicherstellung eines Transfervolumens von ca. 0,1 Millilitern pro Vertiefung

  • Platzierung von maximal 12 Antibiotika-Blättchen auf einer Agarplatte mit 150 Millimetern Durchmesser

Inkubationsbedingungen

Die Inkubationsbedingungen richten sich nach dem jeweiligen Erreger. Die Leitlinie gibt folgende Richtwerte vor:

ErregertypTemperaturInkubationszeit
Nicht-anspruchsvolle Erreger35 °C16 bis 18 Stunden
Anspruchsvolle Erreger (z. B. Haemophilus spp.)35 °C16 bis 18 Stunden
Anspruchsvolle Erreger (z. B. Neisseria spp.)35 °C20 bis 24 Stunden

Zudem wird empfohlen, MHK-Panels mit einer Plastikfolie abzudecken, um ein Austrocknen der Vertiefungen zu verhindern.

Qualitätskontrolle und Interpretation

Ein robustes Qualitätssicherungsprogramm wird als integraler Bestandteil der Testung beschrieben. Die Leitlinie fordert die regelmäßige Testung von Qualitätskontrollstämmen.

Ein zufälliger Fehler von bis zu 5 % wird als akzeptabel eingestuft. Bei anhaltenden Fehlern dürfen laut Leitlinie keine Patientenbefunde freigegeben werden, bis die Ursache behoben ist.

Die Interpretation der Ergebnisse als sensibel oder resistent erfolgt anhand standardisierter klinischer Grenzwerte (Breakpoints), die von Organisationen wie CLSI oder EUCAST festgelegt werden.

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💡Praxis-Tipp

Ein häufiger Fehler bei der Empfindlichkeitsprüfung ist die Verwendung von Mischkulturen oder eine unzureichende Standardisierung der Bakteriensuspension. Die Leitlinie warnt davor, dass solche präanalytischen Abweichungen oder eine falsche Agardicke zu irreführenden Endpunkten führen. Es wird betont, dass bei unbefriedigenden Qualitätskontrollen unter keinen Umständen Befunde freigegeben werden dürfen, da dies zu falschen Therapieentscheidungen führen kann.

Häufig gestellte Fragen

Laut StatPearls-Leitlinie wird die Bakteriensuspension üblicherweise auf einen McFarland-Standard von 0,5 eingestellt. Für die MHK-Methode muss die anschließende Verdünnung zwingend innerhalb von 15 Minuten erfolgen.

Die Leitlinie empfiehlt, auf einer Mueller-Hinton-Agarplatte mit einem Durchmesser von 150 Millimetern maximal 12 antimikrobielle Blättchen zu platzieren. Diese müssen in gleichem Abstand zueinander und fest auf die Agaroberfläche gedrückt werden.

Ein zufälliger Fehler von bis zu 5 % gilt laut Leitlinie als akzeptabel und erfordert eine sofortige Wiederholung der Kontrolle. Bei anhaltenden Fehlern dürfen keine Resultate berichtet werden, bis die Fehlerquelle eindeutig identifiziert und behoben wurde.

Als Beispiel für genotypische Verfahren nennt die Leitlinie den Xpert MTB/Rif-Assay. Dieser kann direkt aus Sputumproben eine Sensibilität oder Resistenz von Mycobacterium tuberculosis gegenüber Rifampicin nachweisen, ohne dass vorher eine Kultur angelegt werden muss.

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Quelle: StatPearls: Antimicrobial Susceptibility Testing (StatPearls, 2026). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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