StatPearls2026

Coracoclaviculäres Ligament & AC-Gelenk: StatPearls

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: StatPearls (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die StatPearls-Leitlinie beschreibt das Ligamentum coracoclaviculare (CCL) als primäre Stütze des Akromioklavikulargelenks (AC-Gelenk). Es verbindet die Clavicula mit dem Processus coracoideus der Scapula und besteht aus zwei Teilen: dem Ligamentum conoideum und dem Ligamentum trapezoideum.

Das CCL kreuzt das AC-Gelenk nicht direkt, trägt aber maßgeblich zu dessen Stabilität bei. Es verhindert eine vertikale Verschiebung der Scapula in Richtung der Clavicula und ermöglicht gleichzeitig eine leichte Rotation.

Verletzungen des CCL treten häufig in Verbindung mit Schulterluxationen auf, insbesondere bei Traumata oder im Hochleistungssport. Die genaue Kenntnis der Anatomie ist laut Leitlinie essenziell für die Behandlung verschiedener Schultererkrankungen.

Empfehlungen

Die Leitlinie strukturiert die Behandlung von Verletzungen des Akromioklavikulargelenks (AC-Gelenk) und des Ligamentum coracoclaviculare (CCL) primär nach der Rockwood-Klassifikation.

Rockwood-Klassifikation

Die Leitlinie definiert die Schweregrade der AC-Gelenk-Verletzungen wie folgt:

TypBeschreibungBeteiligung des CCL
Typ IZerrung des Ligamentum acromioclaviculare, intakter GelenkspaltKeine Beteiligung des CCL
Typ IIRiss des Ligamentum acromioclaviculare, erweiterter GelenkspaltCCL intakt
Typ IIIKomplette Ruptur des Ligamentum acromioclaviculare, Clavicula leicht nach kranial disloziertCCL bis zu 100 % gerissen, aber am Periostschlauch intakt
Typ IVRuptur des AC-Gelenks mit posteriorer Dislokation in den TrapeziusPartielle oder komplette Ruptur des CCL
Typ VKomplette Ruptur der acromioclaviculären und coracoclaviculären Bänder sowie der MuskelansätzeKomplette Ruptur des CCL
Typ VIKomplette Ruptur des Ligamentum acromioclaviculare, Clavicula nach inferior disloziertKomplette Ruptur des CCL

Konservative Therapie

Für Verletzungen der Typen I und II nach Rockwood wird eine nicht-operative Behandlung empfohlen. Diese umfasst in der Regel eine Ruhigstellung mittels Schlinge, Schonung, Kühlung und Physiotherapie.

Bei Verletzungen des Typs III gibt es laut Leitlinie keinen Konsens über das optimale operative Vorgehen. Die Behandlung sollte in diesen Fällen individuell angepasst werden.

Operative Therapie

Für die Rockwood-Typen IV, V und VI wird eine chirurgische Intervention empfohlen. Die Leitlinie beschreibt einen aktuellen Trend hin zur anatomischen coracoclaviculären Rekonstruktion.

Bei dieser Methode werden das Ligamentum conoideum und das Ligamentum trapezoideum separat behandelt und an ihren physiologischen Ursprungsorten refixiert. Zu den beschriebenen Verfahren gehören:

  • Allograft-Rekonstruktionen

  • Fixierung mittels Suture-Button-Systemen

  • Ältere Methoden wie Schrauben (Bosworth-Technik) oder Cerclagen

Es wird darauf hingewiesen, dass anatomische Rekonstruktionen das Risiko für Frakturen bei geringer Krafteinwirkung erhöhen können, da Knochentunnel gebohrt werden müssen.

Septische Arthritis und Osteomyelitis

Bei einer septischen Arthritis des AC-Gelenks wird eine antimikrobielle Therapie empfohlen. Je nach Schweregrad kann diese durch eine Gelenkaspiration oder eine chirurgische Dekompression (arthroskopisch oder offen) ergänzt werden.

Eine Osteomyelitis kann als Komplikation nach einer chirurgischen Rekonstruktion des AC-Gelenks auftreten. In diesen Fällen wird eine intravenöse Antibiotikagabe und häufig eine chirurgische Exploration empfohlen.

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💡Praxis-Tipp

Die Leitlinie warnt davor, dass eine septische Arthritis des AC-Gelenks leicht mit einer septischen Arthritis des Glenohumeralgelenks verwechselt werden kann. Zudem wird darauf hingewiesen, dass die anatomische Rekonstruktion des Ligamentum coracoclaviculare durch die notwendigen Knochentunnel das Risiko für Frakturen bei leichten Traumata erhöht.

Häufig gestellte Fragen

Laut Leitlinie werden Verletzungen der Typen I und II in der Regel nicht-operativ behandelt. Dies erfolgt meist durch Ruhigstellung, Kühlung und Physiotherapie.

Die Leitlinie empfiehlt eine chirurgische Intervention bei Verletzungen der Rockwood-Typen IV, V und VI. Bei Typ III wird eine individuelle Entscheidung empfohlen, da hier kein Konsens besteht.

Als häufige mikrobielle Erreger nennt die Leitlinie Staphylococcus aureus, Cryptococcus neoformans und Haemophilus influenzae. Diese Infektionen betreffen meist immunsupprimierte Patienten.

Das Band besteht laut Leitlinie aus zwei Anteilen: dem Ligamentum conoideum und dem Ligamentum trapezoideum. Diese werden oft durch eine Bursa oder Fettgewebe voneinander getrennt.

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Quelle: StatPearls: Anatomy, Shoulder and Upper Limb, Coracoclavicular Joint (Coracoclavicular Ligament) (StatPearls, 2026). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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