StatPearls2026

Anatomie des Retropharyngealraums: StatPearls Übersicht

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: StatPearls (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Der Retropharyngealraum (RPS) ist ein zentraler Faszienraum des Halses, der von der Schädelbasis bis zum Mediastinum reicht. Er liegt anterior der prävertebralen Muskulatur und posterior von Pharynx und Ösophagus.

Durch die Alarfaszie wird der RPS in den eigentlichen ("wahren") Retropharyngealraum und den sogenannten "Danger Space" (Gefahrenraum) unterteilt. Der wahre RPS enthält Fettgewebe und Lymphknoten, während der Danger Space ausschließlich aus Fettgewebe besteht.

Die retropharyngealen Lymphknoten sind für den Großteil der Lymphdrainage des Pharynx verantwortlich. Da die mediale Lymphknotengruppe im Laufe der Kindheit atrophiert, sind Kinder anfälliger für Infektionen in diesem Bereich als Erwachsene.

Empfehlungen

Der StatPearls-Artikel beschreibt folgende anatomische und klinische Kernaspekte:

Anatomische Einteilung

Der Retropharyngealraum wird durch die Alarfaszie in zwei wesentliche Kompartimente unterteilt. Der Text stellt die Unterschiede wie folgt dar:

Anatomischer RaumLageInhaltKlinische Relevanz
Wahrer RetropharyngealraumAnterior der AlarfaszieFettgewebe, LymphknotenHäufiger Ort für Abszesse bei Kindern
Danger SpacePosterior der AlarfaszieAusschließlich FettgewebeInfektionsausbreitung bis ins Mediastinum möglich

Diagnostik bei Retropharyngealabszess

Bei Verdacht auf einen Retropharyngealabszess (RPA) wird laut Text eine bildgebende Diagnostik empfohlen. Zu den unspezifischen Warnsymptomen zählen Fieber, Dysphagie und Halsschmerzen.

Als diagnostisches Mittel der Wahl wird ein CT des Halses mit Kontrastmittel beschrieben. Dieses zeigt typischerweise eine flüssigkeitsgefüllte Raumforderung unter Spannung mit Randenhancement sowie vergrößerte retropharyngeale Lymphknoten.

Therapie von Infektionen

Der Text beschreibt die chirurgische Drainage als Erstlinientherapie bei einem Retropharyngealabszess. Ergänzend wird eine intravenöse Antibiotikatherapie angeführt.

Besondere Vorsicht ist bei einer Beteiligung des "Danger Space" geboten:

  • Infektionen können direkt in das Mediastinum absteigen.

  • Es drohen lebensgefährliche Komplikationen wie Mediastinitis, Empyem oder nekrotisierende Fasziitis.

  • Bei einer komplizierenden Mediastinitis kann die Mortalitätsrate auf bis zu 25 % ansteigen.

Chirurgische Besonderheiten und Differenzialdiagnosen

Vor Eingriffen in der Pharynxregion oder bei Intubationen wird auf mögliche anatomische Varianten hingewiesen. In seltenen Fällen kann die Arteria carotis interna einen anomalen Verlauf durch den Retropharyngealraum nehmen, was das Risiko für Gefäßverletzungen erhöht.

Neben Abszessen nennt der Text weitere Pathologien des Retropharyngealraums:

  • Primäre Läsionen (z. B. Lipome, Liposarkome, da der Danger Space Fettgewebe enthält).

  • Direkte Tumorausbreitung und Metastasen (z. B. über die persistierenden lateralen Rouvière-Lymphknoten).

  • Retropharyngeales Emphysem (meist selbstlimitierend, erfordert oft nur supportive Therapie).

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💡Praxis-Tipp

Der Text warnt ausdrücklich vor der Gefahr einer absteigenden Infektion über den "Danger Space" bis in das Mediastinum, was zu einer lebensbedrohlichen Mediastinitis führen kann. Zudem wird darauf hingewiesen, bei chirurgischen Eingriffen oder Intubationen an einen möglichen anomalen Verlauf der Arteria carotis interna im Retropharyngealraum zu denken, um Gefäßverletzungen zu vermeiden.

Häufig gestellte Fragen

Laut StatPearls-Artikel atrophiert die mediale Gruppe der retropharyngealen Lymphknoten im Laufe der Kindheit. Daher sind Kinder, insbesondere im Alter von zwei bis vier Jahren, deutlich anfälliger für Infektionen in diesem Raum als Erwachsene.

Der "Danger Space" (Gefahrenraum) ist ein anatomischer Bereich posterior der Alarfaszie, der bis zum Zwerchfell reicht. Der Text betont, dass sich Infektionen über diesen Raum direkt vom Hals in das Mediastinum ausbreiten können.

Als diagnostisches Mittel der Wahl wird ein CT des Halses mit Kontrastmittel beschrieben. Damit lässt sich die Flüssigkeitsansammlung im Retropharyngealraum sowie ein mögliches Randenhancement gut darstellen.

Die primäre Behandlung besteht laut Text in einer chirurgischen Drainage. Begleitend wird eine intravenöse Antibiotikatherapie durchgeführt.

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Quelle: StatPearls: Anatomy, Head and Neck, Retropharyngeal Space (StatPearls, 2026). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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