StatPearls2026

Sertralin: Indikation, Dosierung und Nebenwirkungen

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: StatPearls (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Sertralin ist ein Antidepressivum aus der Klasse der selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI). Laut der StatPearls-Monographie wird es als Erstlinientherapie bei Episoden einer Major Depression sowie bei diversen Angst- und Zwangsstörungen eingesetzt.

Der Wirkmechanismus beruht primär auf der Hemmung der präsynaptischen Serotonin-Wiederaufnahme. Dies führt zu einer Akkumulation von Serotonin im zentralen Nervensystem, was sich regulierend auf Stimmung, Persönlichkeit und Wachheit auswirkt.

Zusätzlich weist Sertralin minimale Effekte auf die Noradrenalin- und Dopamin-Wiederaufnahme auf. Es zeigt dabei laut Quelle eine höhere dopaminerge Aktivität als andere Medikamente der SSRI-Klasse.

Empfehlungen

Die StatPearls-Monographie beschreibt folgende Kernaspekte für den klinischen Einsatz:

Indikationen

Sertralin ist laut Quelle von der FDA für verschiedene psychiatrische Erkrankungen zugelassen. Zu den Hauptindikationen zählen:

  • Major Depression und Zwangsstörungen (OCD)

  • Panikstörungen und posttraumatische Belastungsstörungen (PTSD)

  • Prämenstruelle dysphorische Störung (PMDD) und soziale Angststörung (SAD)

Zusätzlich wird der Off-Label-Einsatz bei Binge-Eating-Störung, Bulimie, generalisierter Angststörung und Ejaculatio praecox erwähnt.

Anwendung und Absetzen

Die Einnahme erfolgt einmal täglich am Morgen oder Abend. Bei auftretender Somnolenz wird eine abendliche Gabe empfohlen.

Die Absorption des Medikaments kann durch die gleichzeitige Nahrungsaufnahme verbessert werden.

Um Absetzsymptome wie Übelkeit, Schwindel, Tremor oder sensorische Störungen zu vermeiden, wird ein schrittweises Ausschleichen der Medikation empfohlen. Ein abruptes Absetzen sollte laut Monographie vermieden werden.

Monitoring

Während der Therapie wird eine regelmäßige Überwachung auf Verhaltensänderungen, Angstzustände und Suizidalität empfohlen. Dies gilt insbesondere bei Dosisänderungen.

Bei Patienten mit Risikofaktoren oder Familienanamnese für bipolare Störungen wird ein Monitoring auf manische Symptome angeraten. Zudem wird auf ein erhöhtes Blutungsrisiko hingewiesen, besonders bei gleichzeitiger Einnahme von NSAR oder Antikoagulanzien.

Bei geriatrischen Patienten wird eine regelmäßige Kontrolle der Natriumkonzentration empfohlen, da ein Risiko für SIADH oder Hyponatriämie besteht.

Toxizität und Serotonin-Syndrom

Bei einer Überdosierung oder Kombination mit anderen serotonergen Substanzen kann ein Serotonin-Syndrom auftreten. Symptome umfassen Myoklonien, Muskelrigidität, Hyperthermie und ein agitiertes Delir.

Als Therapiemaßnahme wird das sofortige Absetzen der Medikation sowie eine supportive Behandlung empfohlen. Antipyretika sind bei einer Hyperthermie durch ein Serotonin-Syndrom laut Quelle voraussichtlich nicht wirksam.

Dosierung

Die Monographie gibt folgende Dosierungsempfehlungen für Erwachsene vor:

IndikationStartdosisErhaltungsdosis / MaximaldosisDosisanpassung
Major Depression & Zwangsstörung50 mg/Tag50 - 200 mg/TagSteigerung in wöchentlichen Intervallen möglich
Panikstörung, PTSD & Soziale Angststörung25 mg/TagMax. 200 mg/TagSteigerung in 50-mg-Schritten pro Woche
PMDD (kontinuierliche Gabe)50 mg/TagMax. 150 mg/TagSteigerung um 50 mg pro Menstruationszyklus
PMDD (intermittierende Gabe in Lutealphase)50 mg/Tag50 - 100 mg/TagBei Bedarf: 50 mg für 3 Tage, dann 100 mg bis Menstruationsende

Bei Leberinsuffizienz wird eine niedrigere oder weniger häufige Dosierung empfohlen. Bei Niereninsuffizienz ist laut Produktinformation keine Dosisanpassung erforderlich.

Kontraindikationen

Die Monographie nennt folgende absolute Kontraindikationen und Warnhinweise:

  • Bekannte Überempfindlichkeit gegen Sertralin oder seine Bestandteile

  • Gleichzeitige Einnahme von Thioridazin oder Pimozid

  • Gleichzeitige Einnahme von Monoaminoxidase-Hemmern (MAOI), einschließlich Linezolid und Methylenblau

  • Einnahme von Disulfiram bei Verwendung der Sertralin-Lösung (enthält 12 % Alkohol)

Zudem existiert eine "Black Box"-Warnung der FDA bezüglich eines erhöhten Risikos für Suizidgedanken bei Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen (18 bis 24 Jahre).

Zwischen dem Absetzen eines MAOI und dem Beginn einer Sertralin-Therapie muss ein Abstand von mindestens zwei Wochen eingehalten werden.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Die Monographie warnt ausdrücklich vor der Kombination der flüssigen Sertralin-Lösung mit Disulfiram, da die Lösung 12 % Alkohol enthält und eine schwere Alkohol-Disulfiram-Reaktion auslösen kann. Zudem wird betont, dass zwischen dem Absetzen eines MAO-Hemmers und dem Start von Sertralin zwingend eine Pause von zwei Wochen eingehalten werden muss, um ein lebensbedrohliches Serotonin-Syndrom zu vermeiden.

Häufig gestellte Fragen

Sertralin wird als Medikament der Kategorie C eingestuft, gilt aber in der Schwangerschaft und Stillzeit als relativ sicher und wird bei stillenden Frauen bevorzugt. Im ersten Trimenon besteht laut Quelle jedoch ein leicht erhöhtes Risiko für kardiovaskuläre Fehlbildungen, weshalb eine ärztliche Nutzen-Risiko-Abwägung empfohlen wird.

Sertralin kann das QT-Intervall dosisabhängig verlängern, dieser Effekt ist jedoch sehr gering und schwächer ausgeprägt als bei Citalopram. Bei kardialen Vorerkrankungen kann ein EKG-Monitoring laut Monographie dennoch sinnvoll sein.

Zu den primären Nebenwirkungen zählen unter anderem Übelkeit, Diarrhö, Schwindel, vermehrtes Schwitzen, Mundtrockenheit und sexuelle Dysfunktion. Im Vergleich zu trizyklischen Antidepressiva wird Sertralin jedoch im Allgemeinen besser toleriert.

Bei geriatrischen Patienten wird eine vorsichtige Dosierung empfohlen, da sie niedrigere Dosen oft besser tolerieren. Zudem wird Sertralin in den Beers-Kriterien als Hochrisikomedikament für Ältere eingestuft, da es ein Syndrom der inadäquaten ADH-Sekretion (SIADH) oder eine Hyponatriämie auslösen kann.

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Quelle: StatPearls: Sertraline (StatPearls, 2026). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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