StatPearls2026

Rektaluntersuchung (DRU): Indikationen und Durchführung

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: StatPearls (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die digitale rektale Untersuchung (DRU) ist ein wertvolles, jedoch häufig unzureichend genutztes diagnostisches Verfahren. Laut der StatPearls-Übersicht liefert sie wichtige klinische Informationen bei einer Vielzahl von gastrointestinalen und neurologischen Beschwerden.

Das Rektum bildet den etwa 12 cm langen terminalen Abschnitt des Dickdarms. Die Leitlinie betont die anatomischen Besonderheiten: Bei Männern grenzt das Rektum anterior an die Prostata und die Samenblasen, bei Frauen an die Vagina und den Uterus.

Der Analkanal wird durch den internen und externen Sphinkter gestützt. Diese muskulären Strukturen sind für die Defäkation und die Aufrechterhaltung der Kontinenz essenziell.

Empfehlungen

Die StatPearls-Übersicht formuliert folgende Kernaspekte für die klinische Praxis:

Indikationen und Vorbereitung

Die Leitlinie empfiehlt die Durchführung einer rektalen Untersuchung unter anderem bei Veränderungen der Stuhlgewohnheiten, gastrointestinalen Blutungen, Inkontinenz, Obstipation sowie zur Prostatauntersuchung. Vor der Untersuchung wird Folgendes empfohlen:

  • Aufklärung des Patienten über den Grund der Untersuchung und Einholung der verbalen Einwilligung

  • Anwesenheit einer Begleitperson (Chaperone)

  • Aufklärung darüber, dass die Untersuchung unangenehm sein kann und möglicherweise einen Stuhldrang auslöst

Durchführung der Untersuchung

Für den Untersuchungsablauf werden folgende Schritte beschrieben:

  • Positionierung des Patienten in Linksseitenlage mit angewinkelten Hüften und Knien

  • Inspektion der Perianalregion auf Fissuren, Fisteln, Hämorrhoiden oder Hautveränderungen

  • Einführen des mit wasserlöslichem Gel gleitfähig gemachten Zeigefingers am posterioren Analrand (6-Uhr-Position)

  • Beurteilung des Sphinktertonus durch die Aufforderung an den Patienten, den Finger mit den Analmuskeln zu umschließen

  • Palpation der Rektumwände in einer 360-Grad-Rotation zur Erfassung von Resistenzen oder Auffälligkeiten

Spezielle Patientengruppen

Bei bestimmten Patientengruppen weist die Leitlinie auf Besonderheiten hin:

  • Bei Kindern sollte die Untersuchung vermieden werden. Ist sie zwingend erforderlich, wird die Verwendung des kleinen Fingers anstelle des Zeigefingers empfohlen.

  • Bei älteren Patienten ist auf eine besonders bequeme Lagerung zu achten, da die Linksseitenlage schmerzhaft sein kann.

Diagnostik bei gastrointestinalen Blutungen

Die Leitlinie betont, dass der Test auf okkultes Blut im Stuhl (FOBT) bei der Abklärung einer akuten gastrointestinalen Blutung keine Rolle spielt. Aufgrund der geringen Spezifität wird er primär für das jährliche Darmkrebs-Screening empfohlen.

Kontraindikationen

Die Leitlinie klassifiziert die Kontraindikationen für eine digitale rektale Untersuchung wie folgt:

KlassifikationKlinische Zustände
Absolute KontraindikationenImmunsuppression, fehlender Anus, prolabierte thrombosierte innere Hämorrhoiden, Strikturen, starke anale Schmerzen, fehlende Einwilligung
Relative KontraindikationenAkutes Abdomen, Koagulopathie, schweres rektales Trauma, Zustand nach kürzlicher Analoperation, kürzlicher Myokardinfarkt, Herzklappenerkrankungen
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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Laut der Leitlinie stellt eine Immunsuppression des Patienten eine absolute Kontraindikation für die digitale rektale Untersuchung dar, da ein hohes Risiko für die Einführung lebensbedrohlicher Infektionen besteht. Zudem wird darauf hingewiesen, dass der Test auf okkultes Blut im Stuhl (FOBT) bei akuten gastrointestinalen Blutungen aufgrund seiner geringen Spezifität keinen diagnostischen Stellenwert hat.

Häufig gestellte Fragen

Laut Leitlinie ist eine normale Prostata etwa 3,5 cm breit und ragt ca. 1 cm in das Rektumlumen hinein. Sie wird als gummiartig und fest beschrieben, weist eine glatte Oberfläche sowie einen tastbaren Sulcus auf und sollte nicht schmerzhaft sein.

Es wird empfohlen, die Untersuchung bei Kindern nach Möglichkeit zu vermeiden. Ist sie dennoch unerlässlich, sollte gemäß der Leitlinie der kleine Finger anstelle des Zeigefingers verwendet werden.

Die Leitlinie empfiehlt die Linksseitenlage mit angewinkelten Hüften und Knien. Bei älteren Patienten sollte besonders auf eine bequeme Positionierung geachtet werden, da diese Lage mitunter als unangenehm empfunden wird.

Zu den absoluten Kontraindikationen zählen laut Leitlinie unter anderem Immunsuppression, fehlende Patienteneinwilligung, starke anale Schmerzen sowie prolabierte, thrombosierte innere Hämorrhoiden.

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Quelle: StatPearls: Rectal Exam (StatPearls, 2026). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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