Ovarialkarzinom: Diagnostik, OP und Chemotherapie

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Onkopedia|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Das Ovarialkarzinom stellt die häufigste tödliche gynäkologische Krebserkrankung dar. Da spezifische Frühsymptome fehlen, wird die Diagnose in etwa 75 Prozent der Fälle erst in einem fortgeschrittenen Stadium (FIGO III oder IV) gestellt.

Die Erkrankung umfasst eine heterogene Gruppe epithelialer Tumoren, wobei die sogenannten high-grade Karzinome am häufigsten auftreten. Genetische Faktoren, insbesondere Mutationen in den Genen BRCA1 und BRCA2, spielen eine wesentliche Rolle bei der Entstehung.

Laut der Onkopedia-Leitlinie haben sich die Prognosen durch Weiterentwicklungen in der operativen Therapie und den Einsatz zielgerichteter Systemtherapien deutlich verbessert. Dennoch erleidet die Mehrzahl der Patientinnen mit fortgeschrittenem Ovarialkarzinom ein Rezidiv, weshalb Erhaltungstherapien zunehmend an Bedeutung gewinnen.

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💡Praxis-Tipp

Ein häufiger Fehler in der Praxis ist die routinemäßige Bestimmung des Tumormarkers CA-125 bei asymptomatischen Patientinnen in der Nachsorge. Die Leitlinie betont, dass ein präsymptomatischer Beginn einer Rezidivbehandlung aufgrund steigender Markerwerte nicht zu einer Verbesserung des Gesamtüberlebens führt. Stattdessen wird dadurch lediglich die Lebensqualität der betroffenen Frauen früher beeinträchtigt.

Häufig gestellte Fragen

Laut Leitlinie wird im Stadium IA G1 nach vollständigem Tumordebulking keine Chemotherapie empfohlen. Ab dem Stadium IC oder bei G3-Tumoren sollte jedoch eine platinhaltige adjuvante Chemotherapie durchgeführt werden.

Die Wahl der Erhaltungstherapie richtet sich nach dem BRCA- und HRD-Status. Es wird der Einsatz von Bevacizumab, PARP-Inhibitoren (wie Olaparib oder Niraparib) oder einer Kombination aus beiden empfohlen.

Bei einem platin-geeigneten Rezidiv kann eine sekundäre operative Zytoreduktion erwogen werden, sofern der sogenannte AGO-Score positiv ist. Ein positiver Score setzt unter anderem eine makroskopische Komplettresektion bei der Erstoperation voraus.

Eine PET-CT kann laut Leitlinie eingesetzt werden, wenn trotz negativem CT oder MRT weiterhin der Verdacht auf ein Rezidiv besteht. Es ist jedoch unklar, ob ihr Einsatz die Mortalität oder Morbidität signifikant senkt.

Es wird empfohlen, allen Patientinnen unter 80 Jahren eine genetische Testung auf hereditäre Brust- und Eierstockkrebs-Syndrome (HBOC) anzubieten. Dies dient der Identifikation von Mutationen, die für die Therapieplanung und familiäre Beratung relevant sind.

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KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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