StatPearls2026

Ohrbarotrauma: Diagnostik, Klassifikation und Therapie

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: StatPearls (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Das otische Barotrauma (Ohrbarotrauma) entsteht durch einen unzureichenden Druckausgleich zwischen gasgefüllten Körperhöhlen und der äußeren Umgebung. Es stellt die häufigste Komplikation beim Sporttauchen, Berufstauchen und der hyperbaren Sauerstofftherapie (HBOT) dar.

Gemäß dem Boyle-Mariotte-Gesetz führt ein Anstieg des Umgebungsdrucks zu einer proportionalen Abnahme des Gasvolumens. Wenn der Mittelohrraum nicht ausreichend über die Tuba auditiva (Eustachi-Röhre) belüftet wird, entsteht ein Unterdruck, der zu Gewebeschäden führt.

Während leichte Verletzungen des Mittelohrs meist schnell abheilen, können schwere Traumata wie Trommelfellperforationen oder ein Barotrauma des Innenohrs (IEBT) zu dauerhaften Hör- und Gleichgewichtsstörungen führen.

Empfehlungen

Der StatPearls-Artikel formuliert folgende Kernaussagen zu Diagnostik und Management:

Diagnostik

Es wird die Wichtigkeit einer otoskopischen Untersuchung zur Beurteilung und Klassifizierung des Verletzungsausmaßes betont. Bei Verdacht auf ein Innenohr-Barotrauma (IEBT) mit Symptomen wie Schwindel oder sensorineuralem Hörverlust wird eine Überweisung an die Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde empfohlen.

Zur Graduierung des Mittelohr-Barotraumas (MEBT) beschreibt der Text drei gängige Klassifikationssysteme:

Teed-Klassifikation

GradBefund
0Normales Trommelfell
1Retraktion des Trommelfells mit Rötung entlang des Manubriums
2Wie Grad 1, zusätzlich Rötung des gesamten Trommelfells
3Wie Grad 2, zusätzlich Flüssigkeit im Tympanum oder Hämatotympanon
4Perforation des Trommelfells

Modifizierte Teed-Klassifikation

GradBefund
0Symptome ohne otologische Zeichen eines Traumas
1Diffuse Rötung und Retraktion des Trommelfells
2Grad 1 plus leichte Blutung im Trommelfell
3Grad 1 plus makroskopische Blutung im Trommelfell
4Dunkles, leicht vorgewölbtes Trommelfell durch freies Blut im Mittelohr
5Freie Blutung ins Mittelohr, Perforation mit Blut im Gehörgang

O'Neill-Klassifikation

GradBefund
0Symptome ohne otologische Zeichen eines Traumas
1Verstärkte Rötung im Vergleich zum Ausgangsbefund, seröse/serosanguinöse Flüssigkeit
2Offene Blutung an beliebiger Stelle und/oder Trommelfellperforation

Akuttherapie des Mittelohr-Barotraumas (MEBT)

Tritt ein Barotrauma während der Druckbeaufschlagung auf, sollte der Druckaufbau laut Text sofort gestoppt werden. Es wird eine leichte Dekompression in Kombination mit verstärkten Druckausgleichsmanövern empfohlen.

Bei zugrundeliegender Tubenfunktionsstörung kann eine medikamentöse Therapie mit oralen Dekongestiva vorteilhaft sein. Antibiotika sind in der Regel nicht indiziert, es sei denn, es entwickeln sich Infektionszeichen oder es kam zu einer Exposition mit kontaminiertem Wasser.

Akuttherapie des Innenohr-Barotraumas (IEBT)

Jeder Verdacht auf ein IEBT erfordert eine fachärztliche HNO-Beurteilung. Die konservative Therapie umfasst Bettruhe und die Vermeidung von Manövern, die den Druck im Kopfbereich erhöhen.

Dazu gehören laut Quelle:

  • Vermeidung von Husten

  • Vermeidung von Pressen beim Stuhlgang

  • Verzicht auf weitere Umgebungsdruckänderungen

  • Vermeidung von Valsalva-Manövern und lauten Geräuschen

Prävention

Zur Vorbeugung eines erneuten Barotraumas wird eine verstärkte Patientenaufklärung über Druckausgleichstechniken (z. B. Valsalva, Frenzel) empfohlen. Bei hyperbaren Sauerstofftherapien kann eine langsamere Kompressionsrate die Inzidenz eines Barotraumas signifikant senken.

Kontraindikationen

Laut Text stellt eine Myringotomie (Trommelfellschnitt) in jeglicher Form keine akzeptable Option für Personen dar, die an Nasstauchaktivitäten teilnehmen. Es besteht das Risiko eines Wassereintritts in das Mittelohr mit entsprechenden schweren Komplikationen.

Zudem wird betont, dass Patienten nach einem erlittenen Ohrbarotrauma keiner hyperbaren Umgebung mehr ausgesetzt werden sollten, bis die Symptome vollständig abgeklungen sind und der otoskopische Befund wieder normal ist.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Der Text weist darauf hin, dass ein Mittelohr-Barotrauma auch völlig asymptomatisch verlaufen kann. Insbesondere bei Patienten mit diabetischer Neuropathie wurde eine Assoziation zu schmerzlosen otischen Barotraumata festgestellt. Daher wird eine routinemäßige otoskopische Untersuchung vor und nach hyperbaren Expositionen bei dieser Patientengruppe als besonders wichtig erachtet.

Häufig gestellte Fragen

Laut StatPearls kann die Unterscheidung klinisch schwierig sein, da beide ähnliche Symptome wie Schwindel und Hörverlust verursachen. Zur Differenzierung werden die sogenannten HOOYAH-Kriterien herangezogen, welche Faktoren wie Druckausgleichsprobleme, Symptombeginn und das Tauchprofil berücksichtigen.

Eine fachärztliche HNO-Vorstellung wird bei jedem Verdacht auf ein Innenohr-Barotrauma, bei sensorineuralem Hörverlust oder bei neu aufgetretenem Schwindel empfohlen. Auch große oder nicht heilende Trommelfellperforationen sowie anhaltende Blutungen erfordern eine fachärztliche Mitbeurteilung.

Der Text gibt an, dass Antibiotika bei einem unkomplizierten Barotrauma typischerweise nicht indiziert sind. Eine Ausnahme bildet das Auftreten von Infektionszeichen oder die Exposition gegenüber kontaminiertem Wasser, wobei bei einer Trommelfellperforation ototoxische Präparate zwingend vermieden werden sollten.

Zur Vorbeugung nennt die Quelle verschiedene Techniken wie das Valsalva-, Toynbee- oder Frenzel-Manöver. Es wird betont, dass der Druckausgleich frühzeitig und häufig durchgeführt werden sollte, um ein Barotrauma zu vermeiden.

Die prophylaktische Gabe von Medikamenten wie Pseudoephedrin vor dem Tauchen wird in der Literatur kontrovers diskutiert. Der Text merkt an, dass Bedenken hinsichtlich möglicher Nebenwirkungen bestehen und die Gefahr besteht, dass die medikamentöse Wirkung noch während des Tauchgangs nachlässt.

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Quelle: StatPearls: Ear Barotrauma (StatPearls, 2026). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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