StatPearls2026

Myokard-Perfusions-Szintigraphie: Indikation & Befunde

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: StatPearls (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die Myokard-Perfusions-Szintigraphie ist ein nicht-invasives bildgebendes Verfahren zur Beurteilung der Myokarddurchblutung. Laut StatPearls ist sie entscheidend für die Diagnostik und Therapieplanung bei Herzerkrankungen, insbesondere der koronaren Herzkrankheit (KHK).

Das Verfahren nutzt Radiotracer, deren Verteilung im Herzmuskel mittels Gamma-Kamera erfasst wird. Es wird primär zwischen der Single-Photon-Emissionscomputertomographie (SPECT) und der Positronen-Emissions-Tomographie (PET) unterschieden.

Die Aufnahmen erfolgen in Ruhe und unter Belastung, welche entweder physisch oder pharmakologisch induziert wird. Bereiche mit schlechter Perfusion, die sich in der Ruheaufnahme verbessern, weisen auf eine reversible Ischämie hin.

Empfehlungen

Der Text formuliert folgende Kernaspekte zur Durchführung und Auswertung:

Indikationen

Die Leitlinie nennt vielfältige Indikationen für die Myokard-Perfusions-Szintigraphie. Dazu gehört die Detektion einer KHK bei symptomatischen Personen, abhängig von der Vortestwahrscheinlichkeit und der EKG-Beurteilbarkeit.

Zudem wird das Verfahren zur Risikostratifizierung bei neuen Symptomen oder zur präoperativen kardialen Risikobewertung vor nicht-kardialen Eingriffen eingesetzt. Eine weitere wichtige Indikation ist die Beurteilung der Myokardvitalität zur Prüfung einer möglichen Revaskularisation.

Wahl des Bildgebungsverfahrens

SPECT ist das am häufigsten eingesetzte Verfahren in der klinischen Praxis. PET bietet laut Text jedoch eine überlegene räumliche Auflösung und eine präzisere Schwächungskorrektur.

Zudem ermöglicht die hohe zeitliche Auflösung der PET die Quantifizierung des myokardialen Blutflusses. Ein weiterer Vorteil der PET ist die geringere Strahlenbelastung im Vergleich zur SPECT.

Befundung und Scoring-System

Die Auswertung der Perfusion erfolgt standardmäßig anhand eines 17-Segmente-Modells des Herzens. Der Schweregrad eines Perfusionsdefekts wird quantitativ über ein standardisiertes Scoring-System erfasst.

ScoreSchweregradVerbleibende Aktivität
0NormalÜber 80 %
1Mild70 bis 80 %
2Moderat60 bis 70 %
3Schwer50 bis 60 %
4Fehlende AktivitätUnter 50 %

Aus diesen Werten werden der "Summed Rest Score" für den fixierten Defekt und der "Summed Stress Score" für das Gesamtausmaß der Anomalie berechnet. Die Differenz beider Werte ergibt den "Summed Difference Score", welcher den Grad der Ischämie widerspiegelt.

Kritische Befunde

Es wird empfohlen, auf spezifische kritische Befunde zu achten, die auf ein hohes kardiovaskuläres Risiko hinweisen:

  • Große und schwere Perfusionsdefekte

  • Belastungsinduzierte Dilatation des Ventrikels

  • Stark reduzierte linksventrikuläre Funktion

  • Lungen- oder rechtsventrikuläre Tracer-Aufnahme

  • Ischämie-typische EKG-Veränderungen

Dosierung

Die Leitlinie nennt folgende Dosierungen für Radiotracer und pharmakologische Belastungssubstanzen:

SubstanzDosierungIndikation / Bemerkung
Tc-99m (Ruhe)8 bis 12 mCi intravenösRadiotracer für SPECT-Ruheaufnahmen
Tc-99m (Belastung)24 bis 36 mCi intravenösRadiotracer für SPECT-Belastungsaufnahmen
Tl-2012,5 bis 3,0 mCi intravenösRadiotracer für SPECT
Rb-82 Chlorid60 mCi in 50 ml NaCl über 25 sRadiotracer für PET
Dipyridamol0,56 bis 0,57 mg/kgPharmakologische Belastung (Vasodilatator)
Adenosin140 mcg/kg/min über 6 MinutenPharmakologische Belastung (Vasodilatator)
Regadenoson0,4 mg intravenösPharmakologische Belastung (Vasodilatator)

Kontraindikationen

Laut Text können Adenosin und Dipyridamol Nebenwirkungen wie Bronchospasmen und atrioventrikuläre Blockierungen auslösen. Bei Personen mit bekanntem Bronchospasmus wird daher Regadenoson als pharmakologisches Belastungsagens bevorzugt.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Ein häufiges Problem bei der SPECT-Bildgebung sind Artefakte durch Patientenbewegungen oder Photonenabschwächung durch Brustgewebe oder das Zwerchfell. Es wird darauf hingewiesen, dass zusätzliche Aufnahmen in Bauchlage (prone position) neben der Rückenlage helfen können, diese Artefakte zu minimieren und die Bildqualität zu verbessern.

Häufig gestellte Fragen

Für die SPECT-Bildgebung werden am häufigsten Technetium-basierte Tracer wie Tc-99m sowie Thallium-201 (Tl-201) eingesetzt. Tl-201 verteilt sich aktiv in die Myokardzellen, während Technetium-Tracer passiv aufgenommen werden.

Die PET bietet eine überlegene räumliche Auflösung und eine präzisere Schwächungskorrektur. Zudem ist die Strahlenbelastung geringer und die Untersuchungsprotokolle sind in der Regel schneller durchführbar.

Laut StatPearls liegt die Strahlenbelastung bei einer SPECT-Untersuchung zwischen 10 und 20 mSv. Bei einer PET-Untersuchung mit Tracern wie Rb-82 oder N-13 Ammoniak beträgt die Exposition typischerweise weniger als 10 mSv.

Bei Personen mit Bronchospasmus wird Regadenoson bevorzugt eingesetzt. Es handelt sich um einen selektiven A-2A-Rezeptor-Agonisten, der das Risiko für Atemwegskomplikationen im Vergleich zu Adenosin oder Dipyridamol senkt.

Der Summed Difference Score ist die Differenz aus dem Belastungs-Score und dem Ruhe-Score. Er repräsentiert das Ausmaß der reversiblen Ischämie im Herzmuskel.

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Quelle: StatPearls: Myocardial Perfusion Scan (StatPearls, 2026). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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