CochraneIa2020

Mundspülungen & Nasensprays: Prophylaxe bei Aerosolen

Diese Leitlinie stammt aus 2020 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Cochrane (2020)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Der Cochrane Review (2020) untersucht den Einsatz antimikrobieller Mundspülungen und Nasensprays. Ziel ist der Schutz von Gesundheitsfachpersonen vor einer COVID-19-Infektion während sogenannter Prozeduren mit Aerosolerzeugung (AGPs).

Bei diesen medizinischen oder zahnmedizinischen Eingriffen, wie etwa einer Intubation oder dem Bohren, entstehen viele kleine Tröpfchen. Diese können potenziell infektiöse Viren aus den Atemwegen in die Umgebungsluft übertragen.

Die Spülung von Mund und Nase mit antimikrobiellen Lösungen könnte theoretisch die Viruslast senken. Dies wird als mögliche Maßnahme diskutiert, um das Übertragungsrisiko durch asymptomatische Personen zu reduzieren.

Empfehlungen

Fehlende Evidenz

Laut Review konnten keine abgeschlossenen oder laufenden Studien identifiziert werden, die den Nutzen oder Schaden dieser Interventionen untersuchen. Daher können keine klinischen Empfehlungen zur Wirksamkeit ausgesprochen werden.

Es wird betont, dass dringend weitere Forschung erforderlich ist. Nur so kann geklärt werden, ob routinemäßige Eingriffe durch diese Maßnahmen sicherer gestaltet werden können.

Potenzielle Risiken und Nebenwirkungen

Die Autoren weisen darauf hin, dass die Anwendung antimikrobieller Lösungen nicht frei von theoretischen Risiken ist. Zur besseren Übersicht werden die im Text genannten potenziellen unerwünschten Wirkungen in folgender Tabelle zusammengefasst:

Intervention / WirkstoffPotenzielle Risiken
Nasale Anwendungen (allgemein)Verlust des Geruchssinns (Anosmie)
Antimikrobielle Lösungen (allgemein)Reizungen, allergische Reaktionen, Störung des natürlichen Mikrobioms
Jodhaltige LösungenÜbermäßige Jodaufnahme
ChlorhexidinZahnverfärbungen
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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Da laut Cochrane Review aktuell keine Evidenz für die Wirksamkeit von antimikrobiellen Mundspülungen zur COVID-19-Prävention vorliegt, wird betont, dass sich das medizinische Personal bei Eingriffen mit Aerosolbildung weiterhin primär auf die etablierte persönliche Schutzausrüstung verlassen muss.

Häufig gestellte Fragen

Laut dem aktuellen Review gibt es keine wissenschaftliche Evidenz, die einen schützenden Effekt belegt. Es wurden keine entsprechenden Studien gefunden.

Der Review warnt vor theoretischen Risiken wie Reizungen der Schleimhäute oder allergischen Reaktionen. Zudem wird auf die Gefahr eines Verlusts des Geruchssinns (Anosmie) hingewiesen.

Die Autoren weisen darauf hin, dass bei der Nutzung jodhaltiger Lösungen das Risiko einer übermäßigen Jodaufnahme besteht. Eine generelle Empfehlung für oder gegen die Nutzung wird mangels Daten nicht ausgesprochen.

Es wird als mögliches Risiko beschrieben, dass antimikrobielle Lösungen das natürliche Mikrobiom in Mund und Nase stören können. Dies könnte theoretisch die natürliche Abwehr gegen andere Erreger schwächen.

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Quelle: Cochrane Review: Antimicrobial mouthwashes (gargling) and nasal sprays to protect healthcare workers when undertaking aerosol-generating procedures (Cochrane, 2020). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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