StatPearls2026

Montelukast: Indikation, Dosierung und Nebenwirkungen

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: StatPearls (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Dieser Artikel basiert auf der StatPearls-Monographie zu Montelukast. Laut Text handelt es sich um einen oral verabreichten, hochselektiven Leukotrien-Rezeptor-Antagonisten.

Der Wirkstoff bindet an den Cysteinyl-Leukotrien-Rezeptor und hemmt die physiologischen Effekte von Leukotrienen wie Atemwegsschwellungen und glatte Muskelkontraktionen. Dabei weist er keine agonistische Aktivität auf.

Die Monographie berichtet, dass Montelukast die eosinophile Atemwegsentzündung signifikant verringert. Zudem wird eine deutliche Reduktion der Asthmasymptome und des Bedarfs an Beta-2-Mimetika beschrieben.

Empfehlungen

Indikationen

Die Monographie nennt folgende zugelassene Indikationen für Montelukast:

  • Chronisches Asthma und Prophylaxe bei Erwachsenen und Kindern ab 12 Monaten

  • Prävention der anstrengungsinduzierten Bronchokonstriktion ab 6 Jahren

  • Saisonale und perenniale allergische Rhinitis als Reservemittel

Bei allergischer Rhinitis wird der Einsatz laut Text nur empfohlen, wenn alternative Therapien nicht vertragen werden oder unzureichend wirken. Dies wird mit dem Risiko für neuropsychiatrische Nebenwirkungen begründet.

Anwendungshinweise

Für die Behandlung des chronischen Asthmas wird eine abendliche Einnahme empfohlen. Die Gabe kann unabhängig von den Mahlzeiten erfolgen.

Zur Prävention der anstrengungsinduzierten Bronchokonstriktion soll die Einnahme mindestens zwei Stunden vor der sportlichen Betätigung stattfinden. Eine regelmäßige Einnahme zur Asthmatherapie verhindert laut Text keine anstrengungsinduzierte Bronchokonstriktion.

Die Monographie betont, dass Montelukast nicht für die Behandlung akuter Asthma-Exazerbationen oder eines Status asthmaticus geeignet ist.

Monitoring und besondere Patientengruppen

Es wird ein regelmäßiges Monitoring auf Stimmungs- oder Verhaltensänderungen empfohlen. Dies schließt die Überwachung auf suizidale Gedanken ein.

Bei leichter bis mittelschwerer Leber- oder Niereninsuffizienz ist laut Text keine Dosisanpassung erforderlich. Auch in der Schwangerschaft und Stillzeit sind keine speziellen Vorsichtsmaßnahmen zwingend, da keine fruchtschädigenden Effekte etabliert sind.

Dosierung

Die Dosierung erfolgt alters- und indikationsabhängig. Für Kinder unter 2 Jahren (bzw. unter 6 Monaten bei perennialer Rhinitis) sind laut Text ausschließlich orale Granulate indiziert, keine Tabletten.

IndikationAlterDosisEinnahmezeitpunkt
Chronisches AsthmaAb 15 Jahren10 mgAbends
Chronisches Asthma6 bis 14 Jahre5 mgAbends
Chronisches Asthma12 Monate bis 5 Jahre4 mgAbends
Anstrengungsinduzierte BronchokonstriktionAb 15 Jahren10 mgMindestens 2 Stunden vor Belastung
Anstrengungsinduzierte Bronchokonstriktion6 bis 14 Jahre5 mgMindestens 2 Stunden vor Belastung
Saisonale allergische RhinitisAb 15 Jahren10 mgMorgens oder abends
Saisonale allergische Rhinitis6 bis 14 Jahre5 mgMorgens oder abends
Saisonale allergische Rhinitis2 bis 5 Jahre4 mgMorgens oder abends
Perenniale allergische RhinitisAb 15 Jahren10 mgMorgens oder abends
Perenniale allergische Rhinitis6 bis 14 Jahre5 mgMorgens oder abends
Perenniale allergische Rhinitis6 Monate bis 5 Jahre4 mgMorgens oder abends

Kontraindikationen

Die Monographie nennt folgende Kontraindikationen und Warnhinweise:

  • Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der Bestandteile

  • Phenylketonurie: Kautabletten enthalten Phenylalanin, weshalb Vorsicht geboten ist

  • Neuropsychiatrische Ereignisse (Boxed Warning): Es wird vor Agitation, Depression, Halluzinationen, Schlaflosigkeit und suizidalem Verhalten gewarnt

Zudem wird auf das seltene Risiko einer systemischen Eosinophilie hingewiesen. Diese kann in Verbindung mit einer Vaskulitis auftreten, was dem klinischen Bild eines Churg-Strauss-Syndroms entspricht.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Aufgrund der "Boxed Warning" der FDA bezüglich neuropsychiatrischer Ereignisse wird Montelukast bei allergischer Rhinitis nur noch als Reservemedikament empfohlen. Es wird angeraten, Patienten und deren Angehörige aktiv über das Risiko von Stimmungs- und Verhaltensänderungen aufzuklären. Zudem ist das Medikament nicht zur Akuttherapie eines Asthmaanfalls geeignet.

Häufig gestellte Fragen

Laut StatPearls wird für die Behandlung des chronischen Asthmas eine abendliche Einnahme empfohlen. Die Gabe kann unabhängig von den Mahlzeiten erfolgen.

Der Text stellt klar, dass Montelukast nicht für die Behandlung akuter Asthma-Exazerbationen oder eines Status asthmaticus geeignet ist. Es dient ausschließlich der Prophylaxe und Dauertherapie.

Es wird keine Dosisanpassung bei Niereninsuffizienz empfohlen. Der Wirkstoff und seine Metaboliten werden primär über die Galle ausgeschieden.

Bei Patienten mit Phenylketonurie ist Vorsicht geboten, da die Kautabletten Phenylalanin enthalten. Es wird empfohlen, dies bei der Wahl der Darreichungsform zu berücksichtigen.

Zur Prophylaxe der anstrengungsinduzierten Bronchokonstriktion wird eine Einnahme mindestens zwei Stunden vor Beginn der körperlichen Belastung empfohlen.

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Quelle: StatPearls: Montelukast (StatPearls, 2026). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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