StatPearls2026

Lymphadenektomie: Indikation, Technik & Komplikationen

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: StatPearls (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die StatPearls-Übersicht beschreibt die Lymphknotendissektion (Lymphadenektomie) als chirurgisches Verfahren zur Entfernung und histologischen Untersuchung von Lymphknoten auf Malignität. Das Vorhandensein von Krebszellen in den Lymphknoten ist mit einem höheren Metastasierungsrisiko verbunden und geht mit einer schlechteren Prognose einher.

Das lymphatische System ist einer der Hauptwege für die Ausbreitung vieler Krebsarten. Da benachbarte Lymphknoten besonders anfällig für eine Beteiligung sind, ermöglicht die Dissektion eine genaue Beurteilung der Tumorausbreitung.

Es wird zwischen einer regionalen Lymphadenektomie und einer radikalen Lymphadenektomie unterschieden. Bei der regionalen Form werden einige Lymphknoten im Tumorgebiet entfernt, während bei der radikalen Form die meisten oder alle Lymphknoten der Region reseziert werden.

Empfehlungen

Indikationen und Lokalisationen

Die Indikation zur regionalen oder radikalen Lymphadenektomie richtet sich nach der Position und Art des malignen Tumors.

DissektionsgebietAssoziierte KrebserkrankungenSpezifische Eingriffe
Axilläre LymphknotenBrustkrebsAxilläre Lymphknotendissektion (Level I und II)
Inguinale LymphknotenPenis-, Anal- und VulvakarzinomeRadikale offene inguinale Lymphadenektomie
Zervikale LymphknotenKopf-Hals-Tumoren, SchilddrüsenkrebsRadikale Neck-Dissection
Retroperitoneale LymphknotenHoden- und OvarialkarzinomeRetroperitoneale Lymphknotendissektion (RPLND)
Pelvine/Pararektale LymphknotenKolorektales KarzinomTotale mesorektale Exzision (TME)

Präoperative Vorbereitung

Laut Text wird eine stationäre Aufnahme einen Tag vor der Operation beschrieben. Es werden routinemäßige Blutuntersuchungen sowie eine Röntgenaufnahme des Brustkorbs durchgeführt.

Bei Vorbereitungen für kolorektale Eingriffe mit totaler mesorektaler Exzision kann am Vorabend ein Einlauf zur Darmentleerung erforderlich sein.

Chirurgische Techniken

Die Eingriffe können je nach Lokalisation offen-chirurgisch, laparoskopisch oder roboterassistiert erfolgen.

Für die axilläre Dissektion wird die Entfernung der Lymphknoten unterhalb (Level I) und direkt unter (Level II) dem Musculus pectoralis minor beschrieben. Bei der retroperitonealen Dissektion wird auf die Identifikation und Schonung des linken Ureters hingewiesen.

Postoperatives Monitoring und Komplikationen

Zu den allgemeinen Komplikationen zählen Schmerzen, Taubheitsgefühl, Wundinfektionen und die Entwicklung eines Lymphödems. Die Übersicht ordnet bestimmten Eingriffen spezifische Risiken zu:

  • Magenkarzinom-Eingriffe: Pankreasfisteln, Blutungen, Gallengangsverletzungen und chylöse Fisteln

  • Retroperitoneale Dissektion (>14 Knoten): Tiefe Venenthrombose, Wunddehiszenz und febrile Morbidität

  • Axilläre Dissektion: Serome, Lymphozelen, Hämatome und Thrombosen der Vena axillaris

  • Zervikale Dissektion: Schädigung des Nervus facialis oder vagus sowie Atemnot

Kontraindikationen

Es gibt keine absoluten Kontraindikationen für eine Lymphknotendissektion.

Laut Übersicht wird die Lymphadenektomie jedoch in der Regel nicht bei Personen mit Fernmetastasen durchgeführt.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Die Übersicht warnt vor spezifischen anatomischen Verletzungen je nach Operationsgebiet. Bei der retroperitonealen Lymphknotendissektion wird besonders auf die sorgfältige Identifikation und Erhaltung des linken Ureters hingewiesen. Zudem ist bei der Entfernung von mehr als 14 retroperitonealen Lymphknoten mit einem signifikant erhöhten Risiko für postoperative Komplikationen wie tiefe Venenthrombosen zu rechnen.

Häufig gestellte Fragen

Bei Brustkrebs erfolgt in der Regel eine axilläre Lymphknotendissektion. Dabei werden laut Übersicht die Lymphknoten unterhalb (Level I) und direkt unter (Level II) dem Musculus pectoralis minor entfernt.

Zu den häufigsten allgemeinen Komplikationen zählen Schmerzen, Taubheitsgefühl, chirurgische Wundinfektionen und Lymphödeme. Letztere entstehen durch die Ansammlung von Lymphe im interstitiellen Gewebe.

Es gibt keine absoluten Kontraindikationen für den Eingriff. Die Übersicht merkt jedoch an, dass die Operation bei Vorliegen von Fernmetastasen üblicherweise nicht durchgeführt wird.

Der Eingriff wird je nach Tumorart von unterschiedlichen Spezialisten durchgeführt. Dazu gehören Allgemeinchirurgen, Brustchirurgen, gynäkologische Onkologen, Urologen sowie Hals-Nasen-Ohren-Ärzte.

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Quelle: StatPearls: Lymph Node Dissection (StatPearls, 2026). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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