Influenza: Diagnostik, Therapie und Prophylaxe

Diese Leitlinie stammt aus 2018 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: IDSA (2018)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Saisonale Influenza-A- und -B-Viren verursachen weltweit erhebliche Morbidität und Mortalität. Die meisten Menschen erholen sich von einer unkomplizierten Infektion, jedoch können schwere Komplikationen auftreten.

Zu den Hochrisikogruppen zählen laut IDSA-Leitlinie (2018) insbesondere Kinder unter 2 Jahren, Erwachsene ab 65 Jahren sowie schwangere und postpartale Frauen. Auch Personen mit chronischen Begleiterkrankungen oder Immunsuppression haben ein stark erhöhtes Risiko für schwere Verläufe.

Eine frühzeitige Diagnose und der rechtzeitige Einsatz antiviraler Medikamente können die Symptomdauer verkürzen und das Risiko für Komplikationen sowie Hospitalisierungen senken.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Ein häufiger Fehler ist das Warten auf Laborergebnisse vor dem Beginn einer antiviralen Therapie bei Hochrisikopatienten oder hospitalisierten Patienten. Die Leitlinie betont, dass die empirische antivirale Therapie bei diesen Gruppen so schnell wie möglich gestartet werden sollte, da der klinische Nutzen bei einem frühen Beginn am größten ist. Zudem wird davor gewarnt, Antigen-Schnelltests (RIDTs) bei hospitalisierten Patienten zu verwenden, da deren Sensitivität oft unzureichend ist.

Häufig gestellte Fragen

Die Leitlinie empfiehlt die Therapie für alle hospitalisierten Patienten, Personen mit schweren oder fortschreitenden Krankheitsverläufen sowie für ambulante Hochrisikopatienten. Zu den Hochrisikogruppen zählen unter anderem Kinder unter 2 Jahren, Senioren ab 65 Jahren und Schwangere.

Es wird empfohlen, nasopharyngeale Abstriche gegenüber anderen Abstrichen der oberen Atemwege zu bevorzugen. Alternativ können Nasen- und Rachenabstriche kombiniert werden, um die Nachweisrate zu erhöhen.

Die Leitlinie rät von einer routinemäßigen adjuvanten Kortikosteroidgabe bei Influenza oder Influenza-assoziierter Pneumonie ab. Eine Ausnahme besteht nur, wenn eine andere zwingende klinische Indikation wie eine Asthma-Exazerbation vorliegt.

Wenn eine Postexpositionsprophylaxe im nicht-institutionellen Setting indiziert ist, wird eine Dauer von 7 Tagen nach der letzten Exposition zu einer infektiösen Person empfohlen. Die Prophylaxe sollte idealerweise innerhalb von 48 Stunden nach Exposition begonnen werden.

Eine bakterielle Koinfektion sollte untersucht und empirisch behandelt werden, wenn Patienten initial eine sehr schwere Erkrankung aufweisen. Gleiches gilt laut Leitlinie, wenn sich Patienten nach einer anfänglichen Besserung unter antiviraler Therapie wieder verschlechtern.

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Quelle: IDSA: Influenza (IDSA, 2018). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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