StatPearls2026

Inamrinon (Amrinon): Dosierung bei Herzinsuffizienz

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: StatPearls (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Laut der StatPearls-Monographie ist Inamrinone (auch bekannt als Amrinone) ein Phosphodiesterase-III-Inhibitor (PDE3-Inhibitor). Das Medikament wirkt als Inodilatator, der durch positiv inotrope und vasodilatierende Effekte das Herzzeitvolumen erhöht.

Die Anwendung beschränkt sich auf die kurzzeitige Behandlung der kongestiven Herzinsuffizienz, wenn Standardtherapien wie Digoxin, Diuretika und Vasodilatatoren keine ausreichende Besserung erzielen. Eine Langzeittherapie wird aufgrund des hohen Risikos einer Thrombozytopenie nicht empfohlen.

Es wird darauf hingewiesen, dass Inamrinone in den USA derzeit nicht mehr auf dem Markt ist. Aktuelle kardiologische Leitlinien der AHA/ACC/HFSA und ESC empfehlen den Wirkstoff nicht für die zielgerichtete medikamentöse Therapie der Herzinsuffizienz.

Empfehlungen

Die Monographie formuliert folgende Kernaspekte für den klinischen Einsatz:

Indikation und Einsatzgebiet

Die kurzzeitige intravenöse Gabe wird nur bei unzureichendem Ansprechen auf Standardtherapien beschrieben. Von einer Langzeittherapie wird ausdrücklich abgeraten, da chronische Behandlungen mit PDE3-Inhibitoren die Herzinsuffizienz verschlechtern können.

Anwendungshinweise

Für die Erhaltungsinfusion wird eine Verdünnung mit 0,9%iger oder 0,45%iger Kochsalzlösung empfohlen. Dextrose-haltige Lösungen dürfen nicht verwendet werden, da eine chemische Reaktion auftreten kann.

Zudem darf Furosemid nicht über denselben intravenösen Zugang verabreicht werden. Hierbei kommt es zu einer sofortigen chemischen Reaktion zwischen den beiden Medikamenten.

Überwachung (Monitoring)

Laut Monographie wird ein kontinuierliches Telemetrie-Monitoring empfohlen, da ein erhöhtes Risiko für Arrhythmien besteht. Folgende Parameter sollten während der Therapie engmaschig kontrolliert werden:

  • Blutdruck und Herzfrequenz

  • Elektrokardiogramm (EKG)

  • Elektrolyte sowie Nieren- und Leberfunktion

  • Thrombozytenzahl (besonders bei einem Abfall unter 150.000 Zellen/mm³)

Abbruchkriterien

Die Infusion sollte sofort gestoppt werden, wenn schwere Hypotonie, Arrhythmien oder Zeichen einer Hepatotoxizität auftreten. Bei einer Thrombozytopenie ist ein sofortiger Abbruch nicht zwingend erforderlich, jedoch wird eine strenge Überwachung empfohlen.

Dosierung

Die Monographie gibt folgende Dosierungsrichtlinien für erwachsene Patienten zur kurzzeitigen Behandlung der kongestiven Herzinsuffizienz an:

TherapiephaseDosierungAnwendungshinweise
Initiale Ladedosis0,75 mg/kgUnverdünnt, langsame Injektion über 2 bis 3 Minuten
Erhaltungsinfusion5 bis 10 µg/kg/minVerdünnt auf 2,5 mg/mL, Titration nach klinischem Ansprechen
Sekundäre Ladedosis0,75 mg/kgFrühestens 30 Minuten nach initialer Dosis, falls Wirkung unzureichend
Maximale Tagesdosis10 mg/kgDarf nicht überschritten werden

Der therapeutische Bereich für Inamrinone liegt im Blut bei 0,5 bis 7,0 µg/mL. Für pädiatrische Patienten ist die Sicherheit und Wirksamkeit nicht erwiesen.

Kontraindikationen

Die Anwendung von Inamrinone ist in folgenden Fällen kontraindiziert:

  • Bekannte Überempfindlichkeit gegen Inamrinone

  • Bekannte Überempfindlichkeit gegen den Hilfsstoff Natriummetabisulfit (Gefahr der Kontaktdermatitis)

  • Vorliegen einer Aorten- oder Pulmonalklappenerkrankung

Zudem wird vor der gleichzeitigen Anwendung anderer PDE3-Inhibitoren (wie Milrinon oder Cilostazol) gewarnt, da dies das Risiko für kardiale Nebenwirkungen erhöht. Bei gleichzeitiger Gabe von Disopyramid besteht die Gefahr einer schweren Hypotonie.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Ein kritischer Fehler bei der Anwendung von Inamrinone ist die Verwendung von Dextrose-Lösungen als Trägerflüssigkeit oder die gleichzeitige Gabe von Furosemid über denselben venösen Zugang. Dies führt zu sofortigen chemischen Reaktionen und Inkompatibilitäten. Zudem wird betont, dass ein Abfall der Thrombozyten unter 150.000 Zellen/mm³ ein sehr engmaschiges Monitoring erfordert, um Blutungskomplikationen frühzeitig zu erkennen.

Häufig gestellte Fragen

Laut StatPearls wurde die Langzeittherapie weitgehend aufgegeben, da Inamrinone häufig eine Thrombozytopenie induziert. Zudem kann eine chronische Behandlung mit PDE3-Inhibitoren das Fortschreiten der Herzinsuffizienz beschleunigen.

Der Wirkungseintritt erfolgt rasch innerhalb von 5 Minuten. Der maximale hämodynamische Effekt der Ladedosis wird unabhängig von der Dosierung innerhalb von 10 Minuten erreicht.

Es wird ausschließlich die Verwendung von 0,9%iger oder 0,45%iger Kochsalzlösung empfohlen. Dextrose-haltige Lösungen sind aufgrund möglicher chemischer Reaktionen streng zu vermeiden.

Es gibt kein spezifisches Antidot für Inamrinone. Die Monographie empfiehlt unterstützende Maßnahmen wie kardialen Support sowie Flüssigkeits- und Elektrolytersatz und die Konsultation eines Toxikologen.

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Quelle: StatPearls: Inamrinone (StatPearls, 2026). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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