StatPearls2026

Hyperaldosteronismus: Screening, Diagnostik & Therapie

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: StatPearls (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Hyperaldosteronismus ist eine häufig unterdiagnostizierte Ursache für therapieresistente Hypertonie. Laut der StatPearls-Zusammenfassung resultiert die Erkrankung aus einer exzessiven Aldosteronproduktion der Nebennieren.

Es wird zwischen primärem und sekundärem Hyperaldosteronismus unterschieden. Die primäre Form entsteht durch eine autonome Überproduktion, meist bedingt durch ein Nebennierenadenom oder eine bilaterale Hyperplasie.

Die klassische Präsentation umfasst Hypertonie und Hypokaliämie. Der Text betont jedoch, dass die Mehrheit der betroffenen Personen keine signifikante Hypokaliämie aufweist.

Empfehlungen

Die Leitlinie formuliert folgende Kernempfehlungen zum klinischen Vorgehen:

Screening-Indikationen

Es wird ein Screening für alle neu diagnostizierten Hypertonie-Fälle empfohlen. Besonders indiziert ist dies bei:

  • Therapieresistenter Hypertonie (drei oder mehr Medikamente)

  • Hypokaliämie (spontan oder diuretikainduziert)

  • Nebenniereninzidentalom

  • Schlafapnoe-Syndrom

  • Hypertonie-Beginn vor dem 40. Lebensjahr

Diagnostik und Bestätigung

Als initialer Screening-Test wird die Bestimmung des Aldosteron-Renin-Quotienten empfohlen. Ein Quotient von über 20:1 in Kombination mit einem Serum-Aldosteron von über 15 bis 20 ng/dL gilt als starker Hinweis auf die Erkrankung.

Zur Bestätigung der Diagnose werden laut Text verschiedene Tests vorgeschlagen, darunter der Captopril-Suppressionstest oder der intravenöse Kochsalzbelastungstest. Bei eindeutigen Befunden (Aldosteron >20 ng/dL, supprimiertes Renin und spontane Hypokaliämie) kann auf einen Bestätigungstest verzichtet werden.

Subtypisierung

Zur Unterscheidung zwischen unilateraler und bilateraler Erkrankung wird eine Bildgebung mittels CT empfohlen. Da diese oft nicht ausreicht, gilt das selektive Adrenalvenen-Sampling als Goldstandard.

Therapie

Die Wahl der Therapie richtet sich nach der Lateralisation:

  • Unilaterale Erkrankung: Es wird eine komplette laparoskopische oder roboterassistierte Adrenalektomie empfohlen.

  • Bilaterale Erkrankung: Die Leitlinie empfiehlt eine lebenslange medikamentöse Therapie mit Mineralokortikoid-Rezeptor-Antagonisten.

  • Sekundärer Hyperaldosteronismus: Die Behandlung der zugrunde liegenden Ursache steht im Vordergrund.

Dosierung

Der Text nennt folgende Dosierungen für die medikamentöse Therapie und Diagnostik:

WirkstoffDosierungIndikation / Anmerkung
SpironolactonStart: 12,5-25 mg/Tag, Erhaltung: ca. 100 mg/TagBilateraler Hyperaldosteronismus (Erstlinientherapie)
EplerenonStart: 50 mg/Tag, Max: 200 mg 2x/TagAlternative bei Nebenwirkungen (z.B. Gynäkomastie)
Captopril25-50 mg (Einmaldosis)Diagnostik (Captopril-Suppressionstest)
Fludrocortison0,1 mg alle 6 Stunden (für 4 Tage)Diagnostik (Fludrocortison-Suppressionstest)

Kontraindikationen

Der Text warnt davor, den Captopril-Suppressionstest bei Verdacht auf renovaskuläre Hypertonie durchzuführen. Zudem besteht hierbei das Risiko eines Angioödems.

Der intravenöse Kochsalzbelastungstest sowie der orale Salzbelastungstest sind bei Personen mit Herzinsuffizienz, unkontrollierter schwerer Hypertonie oder Herzrhythmusstörungen kontraindiziert.

Spironolacton kann dosisabhängig (insbesondere ab 150 mg/Tag) zu Gynäkomastie und Libidoverlust bei Männern führen.

ClariMed durchsucht 14.000+ weitere Leitlinien
Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Ein häufiger Fehler in der Praxis ist der Ausschluss eines Hyperaldosteronismus aufgrund normaler Kaliumwerte. Die Leitlinie betont, dass weniger als 30 Prozent der bestätigten Fälle eine signifikante Hypokaliämie aufweisen. Daher wird ein Screening mittels Aldosteron-Renin-Quotient auch bei normokaliämischer, schwer einstellbarer Hypertonie empfohlen.

Häufig gestellte Fragen

Laut StatPearls wird ein Screening bei allen neu diagnostizierten Hypertonie-Fällen empfohlen. Besonders wichtig ist dies bei therapieresistenter Hypertonie, Hypokaliämie oder einem Nebenniereninzidentalom.

Der Text gibt an, dass das Screening mittels Aldosteron-Renin-Quotient oft ohne Absetzen der meisten Antihypertensiva durchgeführt werden kann. Neuere Studien zeigen, dass selbst Mineralokortikoid-Rezeptor-Antagonisten die Ergebnisse nicht zwingend signifikant verfälschen.

Das selektive Adrenalvenen-Sampling wird als Goldstandard beschrieben, um zwischen unilateraler und bilateraler Erkrankung zu unterscheiden. Eine CT-Bildgebung allein ist oft nicht ausreichend zuverlässig.

Die Leitlinie empfiehlt Spironolacton als Erstlinientherapie zur Blutdruckkontrolle. Bei auftretenden Nebenwirkungen wie Gynäkomastie wird der Wechsel auf Eplerenon empfohlen.

Bei unilateraler Erkrankung wird eine komplette laparoskopische oder roboterassistierte Adrenalektomie empfohlen. Zur präoperativen Blutdruckkontrolle wird eine vier- bis sechswöchige Gabe von Spironolacton angeraten.

War diese Zusammenfassung hilfreich?

Quelle: StatPearls: Hyperaldosteronism (StatPearls, 2026). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

Verwandte Leitlinien

Über Google hier gelandet?

ClariMed durchsucht alle medizinischen Leitlinien

AWMF, NVL, NICE, WHO, ESC, KDIGO - Quellenzitiert, kostenlos. Speichern Sie Ihren Verlauf auf allen Geräten mit einem kostenlosen Konto.

Kostenloses Konto erstellen
Keine Kreditkarte. DSGVO-konform. In Deutschland gehostet.