WHO2025

Großveranstaltungen: Notfallplanung mit SimEx und AAR

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: WHO (2025)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Großveranstaltungen (Mass Gatherings) stellen eine erhebliche Belastung für die lokalen Gesundheitsressourcen dar. Sie bergen spezifische Risiken wie Infektionsausbrüche, Massenpaniken oder umweltbedingte Gesundheitsgefahren.

Die WHO-Leitlinie (2025) bietet einen praxisorientierten Leitfaden zur Überprüfung und Verbesserung der Vorbereitung auf solche Ereignisse. Im Fokus stehen dabei strukturierte Simulationsübungen (SimEx) und systematische Nachbesprechungen (After Action Reviews, AAR).

Ziel ist es, die Koordination zwischen verschiedenen Akteuren zu stärken und die öffentliche Gesundheitsinfrastruktur nachhaltig zu verbessern. Ein gut gemanagtes Ereignis trägt laut Leitlinie langfristig zu einem resilienteren Gesundheitssystem bei.

Empfehlungen

Die Leitlinie formuliert folgende Kernempfehlungen für das Management von Großveranstaltungen:

Vorbereitungszyklus und Risikobewertung

Es wird ein zyklischer, multisektoraler Ansatz für die Vorbereitung empfohlen. Die Leitlinie betont die Wichtigkeit einer allumfassenden Risikobewertung (All-Hazards Risk Assessment), die frühzeitig beginnen und kontinuierlich aktualisiert werden muss.

Der Prozess der Risikobewertung wird in drei aufeinanderfolgende Stufen unterteilt:

StufeMaßnahmeZiel
1. RisikoevaluationIdentifikation und QuantifizierungErfassung der Basisrisiken der Veranstaltung
2. RisikominderungAnwendung von VorsichtsmaßnahmenReduktion der identifizierten Basisrisiken
3. RisikokommunikationProaktive InformationsverbreitungTransparenz über Maßnahmen und Entscheidungen

Simulationsübungen (SimEx)

Laut Leitlinie sollen Simulationsübungen durchgeführt werden, um bestehende Notfallpläne (EPRP) und Standardarbeitsanweisungen (SOPs) zu testen. Es wird empfohlen, diese Übungen frühzeitig in die Planung zu integrieren.

Für die Übungen werden folgende spezifische Szenarien als besonders relevant eingestuft:

  • Ausbrüche von lebensmittelbedingten Erkrankungen

  • Massenpaniken und Gedränge (Crowd Surges)

  • Vorfälle mit chemischen Gefahrstoffen

  • Extreme Hitzewellen

After Action Reviews (AAR)

Die Leitlinie empfiehlt die Durchführung eines After Action Reviews innerhalb von drei Monaten nach Abschluss der Veranstaltung. Bei hoher Belastung der Akteure wird ein unmittelbares Debriefing direkt nach dem Event angeraten, um kritische Erkenntnisse sofort zu sichern.

Für die Durchführung eines AARs werden verschiedene qualitative Methoden empfohlen:

  • Debriefings in kleinen Gruppen und Arbeitsgruppentreffen

  • Interviews mit Schlüsselpersonen und Umfragen

  • Fallstudienanalysen

Langfristige Gesundheitsziele (Legacy)

Es wird betont, dass Erkenntnisse aus der Planung und Durchführung zur Stärkung des lokalen Gesundheitssystems genutzt werden sollen. Die Leitlinie empfiehlt die frühzeitige Integration einer Nachhaltigkeitsstrategie mit zugewiesenen Ressourcen.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Ein häufiger Fehler bei der Planung von Großveranstaltungen ist laut Leitlinie das Versäumnis, die Ergebnisse von Simulationsübungen rechtzeitig vor dem Event in die Notfallpläne zu integrieren. Es wird nachdrücklich empfohlen, ausreichend zeitliche und finanzielle Ressourcen einzuplanen, um identifizierte Lücken noch vor Veranstaltungsbeginn zu schließen. Zudem wird davor gewarnt, bei Nachbesprechungen (AAR) die individuelle Leistung von Teammitgliedern zu bewerten; stattdessen soll ein psychologisch sicheres Umfeld für offenes Feedback geschaffen werden.

Häufig gestellte Fragen

Die Leitlinie empfiehlt einen strikt multisektoralen Ansatz. Neben Gesundheitsbehörden und Veranstaltern sollen auch Sicherheitskräfte, Transportdienste, Tourismusbehörden und lokale Gemeindegruppen involviert werden.

Laut Leitlinie wird empfohlen, das AAR innerhalb von drei Monaten nach Ende der Veranstaltung durchzuführen. Um dringende Erkenntnisse nicht zu verlieren, wird zudem ein erstes kurzes Debriefing unmittelbar nach dem Event angeraten.

Es wird zwischen diskussionsbasierten Übungen (wie Tabletop-Übungen) und operationsbasierten Übungen (wie Drills oder Feldübungen) unterschieden. Die Wahl der Methode sollte laut Leitlinie an die spezifischen Ziele und verfügbaren Ressourcen angepasst werden.

Die Leitlinie betont, dass die Risikobewertung kein einmaliger Prozess ist, sondern kontinuierlich aktualisiert werden muss. Es wird empfohlen, Notfallpläne laufend an die sich entwickelnde Risikolage und die Kapazitäten des Gastlandes anzupassen.

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Quelle: Mass gathering practical guide for simulation exercises and after action reviews (WHO, 2025). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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